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Frauen wollen Anschaffen in Hamburg wieder illegal machen

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Nach einem Vorstoß der CSU-Frauen könnte Prostitution in Hamburg bald unter Strafe stehen – zumindest für die Freier.

Hamburg – Die Hansestadt Hamburg ist für Vieles bekannt. Elbe, Alster oder Hamburger SV – aber auch die Reeperbahn, die sündigste Meile der Welt, ist vielen Menschen ein Begriff. Die Reeperbahn wiederum steht nicht nur für Diskotheken und Partys, sondern auch für Prostitution. Und die könnte bald unter Strafe gestellt werden – zumindest für die Freier.

Straße in Hamburg:Reeperbahn
Länge:930 m
Stadtteil:St. Pauli
Bezirk:Hamburg-Mitte

CSU-Frauen wollen Verbot von Prostitution – Freier sollten bestraft werden

Laut einem Bericht des Spiegels prüfen die CSU-Frauen derzeit die Bestrafung von Freiern bei Prostitution. „Meine persönliche Tendenz geht in Richtung Sexkaufverbot“, sagte Ulrike Scharf, die Vorsitzende der Frauen-Union in Bayern. Eine Projektgruppe befasse sich laut des Berichts derzeit mit den negativen Folgen von käuflichem Geschlechtsverkehr.

Ein Freudenzimmer in der Hamburger Herbertstraße an der Reeperbahn.
Frauen wollen Prostitution in Hamburg wieder illegal machen. © Chris Emil Janssen/imago

Bevor man jedoch tatsächlich ein derartiges Verbot einfordern werde, wolle man das Thema in der Partei breit diskutieren und Meinungen von Experten einholen. Die Erkenntnisse der Auseinandersetzungen mit dem Thema könnten dann in der Landesversammlung 2022 zu einem Beschluss führen. Mit diesem könnte das generelle Verbot dann eingefordert werden, heißt es im Spiegel.

CDU-Frauen-Union schon 2020 für generelles Verbot von käuflichem Geschlechtsverkehr

Bereits 2020 gab es laut des Spiegels einen ersten Vorstoß in Richtung Sexkaufverbot von den CDU-Frauen. Deutschland handhabt das Prostitutionsgesetz derzeit im europäischen Vergleich recht lasch. Experten, die sich ebenfalls für ein generelles Verbot von käuflichem Geschlechtsverkehr einsetzen, fordern insbesondere die Umsetzung des sogenannten nordischen Modells.

Das bedeutet, dass bei einem Verbot von käuflichem Geschlechtsverkehr im Falle des Verstoßes nur die Freier und nicht die Prostituierten bestraft werden. Dies soll insbesondere Frauen, die unter Druck stehen, entlasten.

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Die Diakonie Hamburg hatte sich zuletzt 2019 klar gegen ein Verbot von käuflichem Geschlechtsverkehr positioniert. Ihrer Ansicht nach löse eine Kriminalisierung der Prostitution das eigentliche Problem nicht. Prostitution werde es weiterhin geben – dann jedoch illegal. Und das wiederum werde Türen für Gewalt, Drohungen und Druck auf die Frauen öffnen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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