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Die reichsten Hamburger – und wo sie im weltweiten Vergleich stehen

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Von: Kevin Goonewardena

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Die neue Forbes-Liste ist da. Auch Hamburger Milliardäre vertreten. Wie viel Milliarden Klaus-Michael Kühne & Co besitzen. Und wo sie im Vergleich stehen.

Hamburg – Die jährlich mit Spannung erwartete „World‘s Billionaires List“ des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins Forbes gilt als Bestandsaufnahme der Besitztümer der Welt. Den ersten Platz zu belegen, gilt als Auszeichnung für Superreiche und Ansporn für die unterlegene Konkurrenz. Neben Amazon-Gründer Jeff Bezos, dem exzentrischen Tesla-Chef Elon Musk oder Bill Gates, den üblichen Verdächtigen der letzten Jahre also, finden sich auch zahlreiche Deutsche auf der Liste der weltweit reichsten Milliardäre.

Darunter auch ein gutes halbes Dutzend Menschen aus Hamburg. Doch wer sind die Hamburger Superreichen, wie viel besitzen sie und welchen Platz nehmen die Hamburger Milliardäre im weltweiten Vergleich ein?

Name:Klaus-Michael Kühne
Geburtstag und -ort:2. Juni 1937 in Hamburg
Beteiligungen (Auswahl):Kühne+Nagel, Hapag-lloyd, HSV
Geschätztes Vermögen und Rang:37,3 Milliarden US-Dollar (1 HH | 2 D | 33 weltweit)

Reichster Hamburger: Klaus-Michael Kühne – auf Platz 2 in Deutschland, Top 35 weltweit

Die Hansestadt Hamburg ist die Millionärs-Stadt Deutschlands. Nirgendwo leben so viele Reiche und Superreiche. Auf Platz eins der reichsten Hamburger landet erwartungsgemäß Klaus-Michael Kühne (84). Kühne wird im nationalen Vergleich nur von Dieter Schwarz (Lidl, Kaufland) geschlagen. Mit einem Vermögen von 37,3 Milliarden US-Dollar (rund 34 Millionen Euro) belegt Klaus-Michael Kühne den 33. Platz der reichsten Menschen der Welt. Nur 32 Menschen besitzen demnach mehr, als der Mehrheitseigners des Logistik-Konzerns Kühne+Nagel, der ebenfalls Anteile an der Reederei Hapag-Lloyd und der Fußballabteilung des HSV besitzt.

Die Milliardäre Klaus-Michael Kühne (l.) und Günther Fielmann (r.) und die Milliardärin Yvonne Bauer (m.) vor der Elbphilharmonie in Hamburg
Superreiche: die Milliardäre Klaus-Michael Kühne (l.) und Günther Fielmann (r.) und die Milliardärin Yvonne Bauer (m.). (24hamburg.de-Montage) © Georg Wendt/Christina Sabrowsky/Christian Charisius/Christophe Gateau/dpa

Immer wieder war in der Vergangenheit spekuliert worden, dass Klaus-Michael Kühne die Nase voll vom HSV haben und hinschmeißen könnte. Tatsächlich hat der „Hamburger Superreiche“ Kühne, der bereits mehr als zehn Jahre in den Hamburger Sportverein investiert, erste HSV-Anteile verscherbelt. Eine Millioneninvestition von Kühne rettete zuletzt dem HSV die Namensrechte am Volksparkstadion. Im Zuge der Corona-Krise hatte sich Klaus-Michael Kühnes Vermögen im letzten Jahr um sagenhafte 20 Milliarden Euro erhöht.

Familie Otto: Hamburger Unternehmerfamilie gleich dreimal in Forbes-Liste vertreten

Insgesamt neun Hamburger Milliardäre konnten sich dank ihres Vermögens auf der aktuellen „World‘s Billionaires List“ des Forbes-Magazins platzieren. Drei von ihnen sind dabei Sprösslinge der Hamburger Unternehmerfamilie Otto mit Sitz in Hamburg-Bramfeld. Alexander Otto (10,7 Milliarden Euro, Platz zehn in Deutschland, Platz 198 in der Welt) ist CEO der ECE-Group, die rund 200 Einkaufszentren weltweit betreibt. In Hamburg werden unter anderem das Alstertal-Einkaufszentrum, die Europa-Passage und das Elbeeinkaufszentrum durch ECE betrieben. Auch Shoppingmalls in Dänemark, Spanien, Italien, Polen, der Türkei, Österreich und Katar gehören zum Portfolio der Firma mit Sitz in Poppenbüttel.

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Auch Alexander Ottos Halbbruder, Michael Otto, findet sich auf der „World‘s Billionaires List“. Er hatte das Hamburger Unternehmen zu einem weltweit führenden Versandhändler ausgebaut. 8,9 Milliarden US-Dollar machen Michael Otto zum 13. reichsten Mann in Deutschland. Weltweit beschert sein Vermögen dem Hamburger Michael Otto den 230. Rang. Dessen Sohn Benjamin Otto kommt auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Damit rangiert er laut Forbes in Deutschland immer noch auf Platz 60. Im globalen Ranking der Superreichen landet Benjamin Otto auf Platz 1053 der „Weltrangliste der Reichen“.

Milliardäre in Hamburg: Otto, Herz, Fielmann, Bauer – in der Hansestadt ist Reichtum Familiensache

In Hamburg scheint Reichtum Familiensache zu sein: Denn mit Ausnahme von Klaus-Michael Kühne befinden sich ausschließlich Hamburger Familien auf der „World‘s Billionaires List“ des Magazin Forbes. Neben der Familie Otto sind das die Familie Herz (Tchibo, Michael und Wolfgang Herz, je 4 Milliarden US-Dollar), die Familie von und um Günther Fielmann (4,7 Milliarden, Deutschland Rang 34, weltweit auf Platz 601 - Gründer des Optiker-Imperiums) sowie Vater Dieter und Sohn Stephan Schnabel (Helm AG).

Auch die Erbin des Bauer-Verlags, Yvonne Bauer hat ihren Platz auf der „World‘s Billionaires List“ sicher. Mit einem Vermögen von 1 Milliarde US-Dollar hat es Stephan Schnabel gerade so auf die Forbes-Liste geschafft (Dieter Schnabel: 1,7 Milliarden), Yvonne Bauer wiederum ist derweil unter acht Hamburger Männern die einzige Frau der Liste. Sie kann 2,4 Milliarden US-Dollar ihr Eigen nennen. (Deutschland Platz 63, global 1163)

Forbes-Liste: Das sind die reichsten Menschen der Welt – insgesamt 87 Milliardäre weniger

Wegen der Corona-Krise und des Ukraine-Kriegs sank die Zahl der Milliardäre weltweit um 87 Personen. Unangefochten an der Spitze des „World‘s Billionaires“-Ranking steht Tesla-Chef Elon Musk mit einem geschätzten Vermögen von 219 Milliarden US-Dollar. Der langjährige Spitzenreiter und Gründer des Internetgiganten Amazon, Jeff Bezos, liegt mit 171 Milliarden auf dem zweiten Rang vor dem französischen Unternehmer Bernard Arnault (158 Milliarden). Arnault leitet den französischen Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy, zu dem unter anderem die Marke Louis Vuitton und der Champagnerhersteller Moët gehören.

Arnault gilt als reichster Europäer. Während sich manch ein Superreicher gegen hohe Steuern wert oder diese umgeht, gibt es auch Millionäre, die sich für höhere Steuern aussprechen. „Tax me now“ (Besteuer mich jetzt) heißt eine Initiative, die sihc für eine höhere Besteuerung von Reichen und Superreichen durch den Staat einsetzt. In Deutschland haben eine dementsprechende Forderung 36 Millionäre unterzeichnet. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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