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Kontrollen sollen schneller werden: Flughafen Hamburg will neue Sicherheitstechnik

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Von: Robin Dittrich

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Im Hamburger Flughafen herrschte 2022 teilweise regelrechtes Chaos. Das soll eine neue Sicherheitstechnik zukünftig verhindern – wann kommt sie?

Hamburg – Der Hamburg Airport befand sich im Sommer 2022 im regelrechten Koffer-Chaos. Dazu kamen teils lange Wartezeiten, die auch in den Herbstferien für Probleme sorgten. Deutschlands fünftgrößter Airport will das zukünftig verhindern. Eine neue Sicherheitstechnik soll vieles beschleunigen.

Name:Flughafen Hamburg (Hamburg Airport Helmut Schmidt)
Adresse:Flughafenstraße 1-3, 22335 Hamburg
Anzahl Passagiere vor Corona:17,3 Millionen (2019)
Anzahl passagiere während Corona:5,3 Millionen (2021)

Der Flughafen Hamburg will mit neuer Sicherheitstechnik Wartezeiten verhindern

Mehr als 11 Millionen Fluggäste werden den Flughafen Hamburg bis Ende des Jahres 2022 genutzt haben. Vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 waren es noch über 17 Millionen Passagiere. Im Vergleich zum Jahr 2021 verdoppelte sich die Anzahl jedoch, das sorgte für Chaos am Hamburg Airport. Im Sommer klagten viele Fluggäste über verlorene Gepäckstücke, Bilder regelrechter Kofferlandschaften tauchten in den sozialen Netzwerken auf. Dazu kamen längere Wartezeiten bis in die Herbstferien – das soll zukünftig vermieden werden.

Am Flughafen Hamburg sollen neue Sicherheitstechniken für schnellere Kontrollen sorgen.
Am Flughafen Hamburg sollen neue Sicherheitstechniken für schnellere Kontrollen sorgen. © Chris Emil Janssen/Imago

Wie der scheidende Flughafenchef Michael Eggenschwiler im Lufthafen-Presseclub mitteilte, bemüht sich der Airport um eine neue Sicherheitstechnik, die viele Prozesse deutlich beschleunigen soll. Es handelt sich um Scanner, die flüssige und feste Sprengstoffe im Handgepäck erkennen können – ein Ein- und Auspacken des Handgepäcks würde dadurch überfällig werden. „Ich würde mich freuen, wenn wir nächstes Jahr die ersten Geräte sehen würden“, zitiert das Abendblatt Michael Eggenschwiler, der zu den Top-Verdienern in Hamburgs öffentlichen Unternehmen zählt.

Neue Sicherheitstechnik bereits getestet – weiteres Verfahren diskutiert

Die neuen CT-Scanner wurden über das Jahr schon im Flughafen München getestet – und haben sich offenbar bewährt. Dort sollen nach Abendblatt-Informationen bereits 60 CT-Scanner und 48 Kontrollspuren für satte 45 Millionen Euro bestellt worden sein. Eggenschwiler gab an, dass der Flughafen Hamburg „schon angemeldet hat, dass wir die Geräte gerne hätten.“ Es soll nicht die einzige Neuerung am Hamburger Flughafen werden. Wie Eggenschwiler ausführt, soll ein sogenanntes Slot-Verfahren den Gang durch die Sicherheitskontrollen beschleunigen.

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Passagieren soll es künftig möglich sein, Slots für das Einchecken zu buchen. Fluggäste haben dann einen bestimmten Zeitraum, um durch die Sicherheitskontrollen zu gelangen, beispielsweise von 10:30 bis 10:45 Uhr für einen Flug um 12:00 Uhr. In anderen Flughäfen soll dieses System schon gang und gäbe sein. Im nächsten Jahr wird am Hamburg Airport mit fast 14 Millionen Passagieren gerechnet – eine Verbesserung der Prozesse ist also unumgänglich. Gleichzeitig ist durchaus mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen, wie es sie schon in 2022 gab. Trotz dessen machte der Flughafen Hamburg im Jahr 2022 rund 40 Millionen Euro Verlust.

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