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Flüchtlinge aus der Ukraine: Messehallen in Hamburg voll – wie geht es weiter?

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Wohin mit den Menschen? Die Flüchtlingsunterkunft in den Hamburger Messehallen ist voll. Doch immer mehr Menschen aus der Ukraine kommen an. Wie geht es weiter?

Hamburg – Es kommen mehr als bei der bisher größten Flüchtlingswelle der jüngeren Vergangenheit im Jahr 2015. Das hatte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard kürzlich gesagt. Inzwischen ist das in Hamburg längst spürbar. Lange Schlangen und chaotische Zustände vor der Erstaufnahme der ukrainischen Flüchtlinge in Hamburg-Rahlstedt und ein längst bis auf den letzten Platz gefülltes Notlager in den Hamburger Messehallen. Täglich kommen hunderte Flüchtlinge aus der Ukraine in Hamburg an. Wohin mit den Schutzsuchenden?

Stadt:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,841 Millionen (2019) Eurostat

Flüchtlinge aus der Ukraine: Kapazität in den Messehallen in Hamburg wird noch einmal erhöht

Angesichts des weiter großen Zustroms ukrainischer Kriegsflüchtlinge nach Hamburg wird die Kapazität der Notunterkunft in den Messehallen ausgeweitet. 250 weitere Plätze würden in einer angrenzenden Halle geschaffen, sagte Markus Kaminski vom Deutschen Roten Kreuz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach dabei jedoch von einer Notlösung. „Das ist im Prinzip ein Lager aus Feldbetten. Wir hoffen, dass wir es in diesem Maße nicht brauchen.“ In der Nacht waren 400 weitere Flüchtlinge aus der Ukraine an den Messehallen in Hamburg angekommen, womit alle 950 regulären Plätze besetzt waren.

Ukraine-Konflikt – überfüllte Registrierungsstelle in Hamburg-Wandsbek.
Immer mehr Flüchtlinge aus der Ukraine in Hamburg: Wohin mit den Menschen? © Christian Charisius/doa

Die Unterkunft in der riesigen Messehalle war erst am Montag, 7. März 2022, vom DRK fertiggestellt worden. Sie besteht aus durch Trennwände abgegrenzte, nach oben offene Kabinen, in denen jeweils zwei Doppelstockbetten, Schränke, ein Tisch und Stühle aufgebaut sind. Zudem gibt es einen Catering-Bereich und Sanitär-Container. 24hamburg.de durfte als Erstes in das Notlager an den Messehallen blicken und Einblicke auffangen.

Hamburg auf Unterbringung weiterer Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet

Die Messehallen sollen nur als Übergangsunterbringung dienen, bis die Flüchtlinge auf andere Unterkünfte in der Stadt verteilt werden können. Daran werde mit Hochdruck gearbeitet, sagte Kaminski. Bereits vor einer Woche hatte die Hamburger Behörde verkündet, in einem ersten Schritt 2000 bis 3000 ukrainische Flüchtlinge in städtischen Unterkünften unterbringen zu können. Inzwischen sind laut Hamburger Abendblatt 1100 dieser Plätze belegt (Stand 10. März 2022).

Die Kapazität werde von der Stadt weiter ausgebaut, heißt es in dem Bericht weiter. Neben den bereits zur Verfügung gestellten Einrichtungen betreffe das auch die Unterbringung in Hotels und Jugendherbergen. Parallel werde aktuell eine Notunterkunft in der Schnackenburgallee eingerichtet. Auch hier sollen um die 900 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine Platz finden.

In Wohncontainern sollen die Geflüchteten dann unweit des Volksparkstadions, Heimspielstätte des HSV, untergebracht werden. Schon 2015 und 2016 wurde diese Fläche zur Unterbringung von Geflüchteten genutzt.

Hamburger CDU fordert Hilfe der Bundeswehr bei der Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine

Unterdessen fordert die Hamburger CDU die Hilfe der Bundeswehr. Der Hamburger Senat solle möglichst schnell Hilfe anfordern, um neue Unterkünfte für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zu schaffen, fordert CDU-Fraktionschef Dennis Thering laut NDR.

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Anfang der Woche hatte sich Thering bereits über die unhaltbaren Zustände vor der Erstaufnahme in Hamburg-Rahlstedt beschwert. Es könne nicht sein, dass Geflüchtet dort vor den Türen in der Kälte stehen und frieren, so Thering. (dpa/nmr) *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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