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Fischmarkt Hamburg: Der Touristenmagnet und After-Party-Hotspot in Altona

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Von: Lisa Klein

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Der Fischmarkt in Hamburg Altona zieht in den Sommermonaten bis zu 70.000 Besucher täglich an. Neben Fisch werden auch zahlreiche Souvenirs angeboten.

Hamburg – Der Fischmarkt in Altona ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Hamburg. Bis zu 70.000 Besucher zieht es jährlich in den Sommermonaten auf den traditionellen Fischmarkt in dem Hamburger Stadtteil Altona. Aber auch im Winter ist der Fischmarkt Hamburg einen Besuch wert. Der traditionsreiche Markt wird bereits seit 300 Jahren abgehalten – kein Wunder also, dass er so beliebt ist.

Wo ist der Hamburger Fischmarkt? Wann hat der Markt geöffnet?

Der Altonaer Fischmarkt findet jeden Sonntag täglich unmittelbar am Elbufer im Hamburger Stadtteil Altona statt. In den Sommermonaten ist der Markt von 5.00 Uhr morgens bis 9.30 Uhr geöffnet. Während der Wintersaison vom 1. November bis zum 31. März beginnt der Markt um 7.00 Uhr morgens und endet um 9.30 Uhr. Das Marktgelände befindet sich dabei an der Großen Elbstraße 9 in Altona. Das Gelände des Altonaer Fischmarktes ist heute auf der West- sowie Ostseite durch mehrere errichtete Bauten eingegrenzt. In Nord und Südrichtung ist der Marktplatz hingegen geöffnet.

Sehenswürdigkeit in Hamburg:Altonaer Fischmarkt
Wo findet der Fischmarkt in Hamburg statt?Im Stadtteil Altona-Altstadt.
Adresse:Große Elbstraße 9, 22767 Hamburg
Wann findet der Fischmarkt statt?Der Altonaer Fischmarkt findet jeden Sonntagmorgen statt.
Öffnungszeiten:Von April bis Oktober ist der Altonaer Fischmarkt von von 5.00 bis 9.30 Uhr geöffnet, von November bis März von 7.00 bis 9.30 Uhr.

Fischmarkt Hamburg: Anfahrt zum Marktgelände

Mit dem Auto gibt es Parkmöglichkeiten am Edgar-Engelhard-Kai und in der Van-der-Smissen-Straße. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Fischmarkt am besten mit folgenden Linien des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) bequem und schnell erreichbar: U-Bahnlinie U3 bis zur Haltestelle Landungsbrücken und weiter mit der Elbfähre 62 zum Anleger Altonaer Fischmarkt oder mit der S-Bahnlinien S1/S3 bis zur Haltestelle Reeperbahn.

Besonders beliebt ist die Anreise zu Fuß nach einer durchzechten Nacht auf der Reeperbahn. Es sind Fußläufig circa 10 Gehminuten vom Schweinske am Nobistor, also dem Anfang der Partymeile aus Richtung Altona. Kommt man aus Richtung Hauptbahnhof wäre es quasi das Ende der sündigen Meile.

Der Hamburger Fischmarkt: Mehr als nur Fisch – Marktschreier, Party und Touristenattraktion

Der Hamburger Fischmarkt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer echten Hamburger Touristenattraktion etabliert. Neben Fisch und Meeresfrüchten finden sich dort heute auch Waren des alltäglichen Bedarfs. Unter den Marktbeschickern und Marktschreiern finden sich zahlreiche Hamburger Originale die durch ihre kultige Persönlichkeit auffallen. Darunter sind zum Beispiel der Aale-Dieter, Käse-Tommi sowie der „Bananen-Freund“.

Der bekannte Marktschreier Aale-Dieter vor einem Schild vom Hamburger Fischmarkt
Der bekannte Marktschreier Aale-Dieter beim Hamburger Fischmarkt. (24hamburg.de-Montage) © Hermann/imago/Daniel Bockwoldt/Axel Heimken/dpa

Aufgrund der kultigen Händler versprüht der Fischmarkt in Altona ein einzigartiges aber auch eben typisch norddeutsches Flair. Um die Waren an den „Mann zu bringen“, wird oftmals ein lauter Ton angeschlagen. Der Fischmarkt konnte sich durch seine Einzigartigkeit zu einem den bekanntesten Märkten auf der ganzen Welt etablieren. In der Fischauktionshalle gibt es oft Live-Musik wodurch Menschen dort morgens ab 5.00 Uhr einfach weiterfeiern. Während der Corona-Pandemie fand die Live-Musik nicht statt und die Marktschreie durften nicht krakeelen.

Aufgrund der zahlreichen Touristen, die den Markt aufsuchen, finden sich auf dem Gelände heute auch zahlreiche Souvenirstände, sogar Elektrowaren und Blumen aus den Niederlanden vom „Blumenkönig“ werden dort angeboten. Rund um den Fischmarkt haben sich heute zudem zahlreiche Fischrestaurants, Bistros, Bars und Cafés angesiedelt.

Fischmarkt Hamburg: Darum wird der Markt am frühen Morgen abgehalten

Die kuriosen Öffnungszeiten des Altonaer Fischmarkt haben vor allem historische Gründe. Ab dem 16. Jahrhundert siedelten mehrere Fischer und Handwerker westlich vor den Toren der Stadt Hamburg. Da das vor den Toren der Stadt Hamburg gelegene Altona zur damaligen Zeit unter dänischer Herrschaft stand, versuchten die Dänen der eigenständigen Hansestadt Hamburg wirtschaftliche Konkurrenz darzubieten. Somit wurde Altona im Jahre 1664 vom damaligen dänischen König Friedrich dem Dritten das Stadtrecht verliehen. Während des 18. Jahrhunderts beschwerten sich zahlreiche Altonaer Fischer, dass ihnen untersagt wurde, an Sonntagen Fisch zu verkaufen.

Aufgrund der damals fehlenden Kühlmöglichkeiten war eine längere Lagerung über den Sonntag hinaus oft nicht möglich. In der sogenannten „Magistratus Verordnung“ wurde den Altonaer Fischern schließlich der sonntägliche Fischverkauf erlaubt, jedoch nur in den Morgenstunden. So sollte der Fisch möglichst noch vorm Kirchengang in die oftmals „herrschaftlichen Küchen“ gebracht werden. Aufgrund der Corona-Pandemie musste erstmalig in seiner langjährigen und traditionsreichen Geschichte der Fischmarkt Anfang März 2020 abgesagt werden.

Hamburger Fischmarkt und die Fischauktionshalle

Auf dem Gelände des Hamburger Fischmarkts befindet sich die sogenannte Fischauktionshalle. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Halle mit der Entstehung des damals neuen Fischereihafen in Altona errichtet. Heute wird das ehemals für den Fischhandel genutzte Gebäude überwiegend für Events und Veranstaltungen genutzt. Auch zahlreiche Live-Musikveranstaltungen finden in der Fischauktionshalle statt. Diese werden oft auch in den Morgenstunden zu den Öffnungszeiten des Fischmarktes angeboten.

Die Fischauktionshalle und das umliegende Fischmarkt-Gelände stehen übrigens, wenn Sturmflut in Hamburg ist, regelmäßig unter Wasser. Das sorgt immer wieder für faszinierende Bilder. Doch es gibt auch stets Menschen, die ihr Auto dort nicht rechtzeitig weggefahren haben, sehr zum Leid des Fahrzeugbesitzers und zur Belustigung der Sturm-Touristen.

Wohnmobilstellplatz Fischmarkt Hamburg

Wenn auf dem Gelände an der Großen Elbstraße kein Fischmarkt stattfindet, kann der Platz von Campern genutzt werden. Der Parkplatz für Camper oder Wohnmobile (mit einer Maximallänge von zehn Metern) befindet sich direkt neben der Fischauktionshalle. Der Stellplatz ist somit direkt am Hafen, geparkt wird auf Kopfsteinpflaster.

Pro Nacht beträgt der Preis 14 Euro, Hunde sind erlaubt und im Übernachtungspreis enthalten. Von Samstag ab 22.00 Uhr bis Montag um 8.00 Uhr ist aufgrund des Altonaer Fischmarkts absolutes Parkverbot. Ansonsten steht der Wohnmobilstellplatz generell das ganze Jahr über zur Verfügung. Es gibt keinen Strom, keine Ver- und Entsorgung sowie keine Toiletten oder Duschen.

Das im Stil einer Basilika errichtete Gebäude bietet dabei Platz für über 3500 Gäste. Seit 1984 steht das imposante Gebäude der Fischauktionshalle unter Denkmalschutz. Ebenfalls nicht weit entfernt befinden sich noch weitere Sehenswürdigkeiten in Hamburg wie der Alte Elbtunnel, die Landungsbrücken und das U-Boot-Museum. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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