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Hamburger Dürre rettet Ehepaar vorm Ertrinken

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Von: Sebastian Peters

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Unfall in Heimfeld. Auto fährt in ein Regenrüclhaltebecken.
Am Überlauf im Hintergrund kann man sehen, wie hoch das Wasser im Regenrückhaltebecken stehen könnte. © Sebastian Peters

Kaum Regen, hohe Temperaturen – das hat einem Ehepaar aus Heimfeld wohl das Leben gerettet. Das Regenrückhaltebecken, in das sie stürzten, war fast komplett leer.

Hamburg – Es sind die Folgen der Extremhitze in Hamburg, die Regenrückhaltebecken beinah gänzlich austrocknen lassen. Aber nun haben die sogenannten Sahara-Tage einem Ehepaar aus Hamburg-Heimfeld vermutlich das Leben gerettet. Am Mittwoch, 22. Juni 2022, bei ungefähr 22  Grad Celsius wollte der gehbehinderte Ehemann mit dem VW aus der Thörlstraße auf die Denickestraße einbiegen. Eine Strecke, die das Ehepaar häufig fährt.

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Feuerwehreinsatz in Hamburg-Heimfeld: VW kracht in Regenrückhaltebecken

Diesmal verwechselt der Mann scheinbar aber das Bremspedal mit dem Gaspedal. Gegen 11:30 Uhr beschleunigt der VW plötzlich, fährt geradeaus über einen Fußgängerweg und durchbricht den Zaun eines Regenrückhaltebeckens. Der VW samt Fahrer und Beifahrerin schießt einen steilen Abhang herunter und landet im 30 Zentimeter tiefen Gewässer.

Augenzeugen setzen sofort einen Notruf ab. Glück gehabt – das Regenrückhaltebecken, das Wasser bis zu einer Höhe von rund zwei Metern beinhalten könnte, ist nahezu ausgetrocknet. Auch durch den Aufprall wurden die Insassen augenscheinlich nicht verletzt. Die Ehefrau konnte den PKW mit der Unterstützung der Feuerwehr Hamburg verlassen.

Die Insassen hatten viel Glück
Einsatzleiter Kötke: „Das ist kein alltäglicher Einsatz. Das ist oft mit Lebensgefahr verbunden. Zum Glück aber nicht hier.“ © Sebastian Peters

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Sie bekam zwar nasse Füße, blieb aber vor Ort. Ihr Ehemann, der aufgrund einer Behinderung nicht gehen kann, musste von den Einsatzkräften aus dem Fahrzeug gerettet werden. Er kam vorsorglich in ein Krankenhaus.

Das Fahrzeug wurde anschließend von den Kräften der Berufsfeuerwehr, die im letzten Jahr jede zweite Minute zu einem Einsatz ausrücken musste, geborgen. Nun ermittelt die Polizei Hamburg, wie es genau zum Unfall kommen konnte.

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