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War es Brandstiftung? LKA ermittelt nach Großbrand in der Schanze

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Von: Elias Bartl

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Mehrfamilienhäuser in Hamburg-Altona in Brand. Feuer in der Sternschanze.
Flammen schlagen Meterhoch aus dem Dachstuhl des Hauses. © Steven Hutchings/dpa

Nach dem Großbrand in Sternstraße hat die Polizei Hamburg ihre Ermittlungen aufgenommen. Wegen Einsturzgefahr kann die Brandruine nicht betreten werden.

Hamburg – Es war ein Großbrand, wie ihn viele Feuerwehrleute noch nicht erlebt haben. Anwohner bangten über Stunden um ihr Zuhause, als die Flammen aus dem Dach des Mehrfamilienhauses in der Sternschanze schlugen. In der Nacht zum Sonntag, 31. Juli 2022, alarmierte ein Nachbar die Feuerwehr. Er war durch das Piepen der Rauchmelder aufmerksam geworden. Auf der Rückseite des Gebäudes loderten die Flammen bereits auf dem Balkon einer Wohnung im vierten Stock.

Feuerwehreinsatz Sternschanze: Mehrfamilienhaus unbewohnbar

Die Feuerwehrleute brachten eine Drehleiter von außen in Stellung, während weitere Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Pöseldorf sich durch das Treppenhaus in die Brandwohnung begaben. Zu dem Zeitpunkt stand bereits die gesamte Wohnung in Flammen. Inmitten der Löscharbeiten stürzte die Decke zwischen der Brandwohnung und dem Dachgeschoss ein und zwang die Feuerwehrleute zum Rückzug.

Am frühen Sonntag hatten die Einsatzkräfte das Feuer schließlich gelöscht. Bei dem Brand wurde niemand verletzt, alle Bewohner wurden rechtzeitig ins Freie gebracht oder konnten sich selbst retten. Polizeiangaben zufolge ist das Haus, in dem das Feuer ausbrach, derzeit nicht bewohnbar. Zudem sei es im Dachbereich einsturzgefährdet. Deshalb konnten zunächst auch die Brandermittler der Polizei Hamburg ihre Arbeit noch nicht aufnehmen.

Technischer Defekt oder Brandstiftung? Brandermittler nehmen ihr Arbeit auf

Wie 24hamburg.de erfuhr, soll sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs eine ältere Dame in der Wohnung aufgehalten haben. Als die Retter die Frau vorsorglich untersuchten, wirkte sie stark alkoholisiert und war nicht mehr in der Lage zu begreifen, in welcher Situation sie sich befindet. So wie die anderen Bewohner des Hauses wurde auch sie in eine Notunterkunft verbracht.

Die Ermittler gehen derzeit entweder von fahrlässiger Brandstiftung oder einem technischen Defekt als Brandursache aus, erklärte ein Sprecher der DPA. Die Ermittler hoffen, dass sie noch in dieser Woche den Brandort betreten können. Zur Schadenshöhe war auch am Montag noch nichts bekannt.

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