1. 24hamburg
  2. Hamburg

Chef stolz auf seine Freiwillige Feuerwehr: „Jede Stunde einmal ausgerückt“

Erstellt:

Von: Sebastian Peters

Kommentare

Die Jahresbilanz der Feuerwehr Hamburg zeigt: Ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte sind stark gefordert. Senator Andy Grote würdigte die Leistung.

Hamburg – „Wir freuen uns, den Jahresbericht der Feuerwehr Hamburg für das letzte Jahr vorzustellen“, so startet Andy Grote (SPD, Innen- und Sportsenator) die Landespressekonferenz am Dienstag, 21. Juni 2022, im Hamburger Rathaus. Runtergebrochen rücken die Retter, ob ehrenamtlich oder hauptamtlich, alle zwei Minuten aus!

Alarmierungen20202021
Gesamt:257.280282.516
Brandschutz:10.95210.513
Hilfeleistungen:19.97321.287
Rettungsdienst:226.355250.716

Sei schneller informiert: die Blaulicht-News direkt aufs Handy – ganz einfach via Telegram

Chef der Freiwilligen Feuerwehr: „Wir sind jede Stunde einmal ausgerückt“

Damit ist die Feuerwehr Hamburg wieder fast auf dem gleichen Niveau angekommen, wo sie vor der Pandemie war, so Andy Grote. Trotzt der Corona-Pandemie, die auch vor der Feuerwehr kein Halt gemacht hat, ist es den Rettern der Hansestadt Hamburg gelungen, immer vollständig einsatzbereit zu sein. Chef der Feuerwehr Hamburg, Oberbranddirektor Christian Schwarz, dazu: „Wir waren in allen Bereich gefordert. Es ist wirklich ein Erfolg, dass 365 Tage, 24 Stunden maximale Einsatzbereitschaft erzeugt haben.“

Ich bin wirklich stolz auf unsere Freiwillige Feuerwehr. Sie ist eine unverzichtbare Säule in der Struktur unserer Gefahrenabwehr.

Christian Schwarz, Oberbranddirektor

Der Chef der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg, Harald Burghart, ist ebenfalls begeistert von seiner Mannschaft. Bei der geleisteten Arbeit (8968 Einsätze) im Jahr 2021 kann der Chef auch wirklich begeistert sein von seinen Kameraden und Kameradinnen. „Wir sind jede Stunde einmal ausgerückt. Das machen wir gerne für die Bürger*innen in der Stadt“, berichtet Burghart in der Konferenz. Auch die Mitgliederanzahl ist, trotz Pandemie, online Unterricht und ausfällen von Dienstabenden konstant geblieben. Lediglich ein Mitglied der Jugendfeuerwehr Hamburg ist ausgetreten.

Eine Statistik, die zugleich stolz, aber auch traurig mache, ist die Zahl der Brandtoten. Es gab zwar insgesamt weniger Brandeinsätze (2020: 10.952, 2021: 10.513), dafür aber fast doppelt so viel Brandtote wie im Vorjahr (2020: 8, 2021: 15). Das kann unter anderem daran liegen, dass in einigen Brandwohnungen die Rauchmelder defekt, abgeklebt oder überhaupt nicht vorhanden waren. „Rauchmelder retten Leben“, so Schwarz in der Pressekonferenz.

Nach einer Pressekonferenz im Hamburger Rathaus lässt sich Harald Burghart (rechts) mit Andy Grote (mitte) und Dr. Christian Schwarz (links) fotografieren.
Nach einer Pressekonferenz lässt sich Harald Burghart (rechts) mit Andy Grote (mitte) und Dr. Christian Schwarz (links) fotografieren. (24hamburg.de-Montage, Archivfoto) © Blaulicht-News

Lesen Sie weitere Blaulicht-Meldungen wie: Frau springt aus Fenster – Kellerbrand fordert 12 Verletzte

Feuerwehr Hamburg: Jahresbilanz 2021 – alle zwei Minuten ein Einsatz

Eine weitere Zahl bestätigt die Aussage des Oberbranddirektors. Insgesamt hat die Feuerwehr 327 Menschen aus akuter Lebensgefahr vor Feuer und Rauch gerettet. Diese Zahl werde mutmaßlich um einiges höher gewesen, wenn es keine Rauchmelder gäbe. „Alle die 327 Menschen sind inzwischen wieder genesen und aus dem Krankenhaus raus.“, so Schwarz.

Auch interessant

Kommentare