1. 24hamburg
  2. Hamburg

Feuer-Hölle in Hamburg: Feuerwehr Winterhude äußert sich

Erstellt:

Von: Vivienne Goizet

Kommentare

Beim Großbrand in Hamburg-Winterhude im September 2020 standen Bootshallen in Flammen. Blogpost der Freiwilligen Feuerwehr Winterhude erklärt den Einsatz.

Update vom Freitag, 29. Januar 2021, 12:45 Uhr: Hamburg-Winterhude – Nach dem Großbrand in Winterhude im September 2020 sind noch immer viele Menschen über das Ausmaß erschreckt. Die Bootshallen sind komplett niedergebrannt. Die Trümmer wurden abgerissen. Eine riesige Brachfläche gähnt neben dem Spazierweg am Poßmoorweg, wo einst Kanus und Kajaks überwinterten.

Die Freiwillige Feuerwehr Winterhude schildert den außergewöhnlichen Einsatz in einem eigenen Blogbeitrag. Man kannte die Hallen. „Wir selbst haben in der Vergangenheit bereits in dem Objekt am Kanal üben dürfen“, heißt es in dem Posting. Vor allen der Zusammenhalt in der Nachbarschaft rührt: „Vielen Dank an die Anwohner, die uns mitten in der Nacht mit Getränken versorgt haben.“, endet der sentimentale Dienstbericht.

Mega-Feuer in Hamburg-Winterhude: Feuerwehr-Helden kämpft gegen Flammenhölle

Update vom Sonntag, 27. September 2020, 12:45 Uhr: Hamburg-Winterhude – Die neuesten Erkenntnisse zum Feuer in Winterhude:

Links die in Flammen stehenden Bootshallen. Rechts die Lagerhallen nach dem Brand.
Während und nach dem Feuer in Winterhude: Von den abgebrannten Bootshallen ist nicht mehr viel übrig. © Vivienne Goizet/24hamburg.de

Die Riegelstellung ist in der Brandbekämpfung eine Taktik, mit der Mann das Feuer durch beispielsweise Wasserwerfer von allen abriegelt. Hierbei ist das Hauptziel das Übergreifen des Feuers insbesondere durch Wärmestrahlung und Funkenflug zu verhindern. Diese Technik ist sehr Wasser- und Löschmittelintensiv und wird nur bei Großbränden in dicht bebauten Gebieten verwendet.

Mega-Feuer in Hamburg-Winterhude: Explosionen schockieren Anwohner

Hamburg-Winterhude – Gegen 22:00 Uhr am Freitag, 25. September 2020, bricht in einem Bootshaus in Hamburg Winterhude* überraschend Feuer aus. Anwohner werden durch Explosionen aus dem Schlaf geweckt. Was zunächst klingt, wie ein Feuerwerk, ist tatsächlich ein furchteinflößender Großband.

Anwohner werden wegen der starken Rauchentwicklung per offizieller Warnung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe angehalten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen anzuschalten. Einige hatten im Gefahrengebiet ihr Haus verlassen und wurden nicht mehr zurückgelassen während Pressefotografen fröhlich an ihnen vorbeispazierten.

Die Flammen schlagen Meterhoch und setzen umliegende Bäume in Brand. Wie viele Boot-Schuppen brennen, ist noch unklar. 24hamburg.de-Recherchen zufolge ist die Bootswerft Gustävel betroffen. Hier haben normalerweise Kanus, Kajaks und Stand-Up-Paddle-Boards ihr Winterquartier. Wie viele Wassergeräte zum Zeitpunkt des Brandes bereits eingelagert waren, ist unklar.  

Löschfahrzeuge der Feuerwehr Hamburg und Löscheinsätze aus allen Richtung werfen Wasser auf ein in Flammen stehendes Bootshaus.
Feuer und Großeinsatz im Hamburger Stadtteil Winterhude. Eine Bootswerft brennt lichterloh. (24hamburg.de-Montage) © Daniel Bockwoldt/dpa/picture alliance & Vivienne Goizet/24hamburg.de

Nachdem die Feuerwehr Hamburg noch 8 Stunden zuvor fröhlich über das befreite Eichhörnchen berichtet hatte, das in einer Wand feststeckte*, warnte der Twitter-Account der Einsatzkräfte gegen 23:20 Uhr vor „Zerknall von Druckgefäßen“ und starkem Funkenflug bei einem Großfeuer im Bereich Poßmoorweg im Hamburger Stadtteil Winterhude.

Der Poßmoorweg in der Nähe des Planetarium Hamburg* wird in der Nacht komplett gesperrt. Die Feuerwehr versucht den Brand auch von der anderen Seite des Goldbek-Kanals aus zu löschen und sperrt die Straße „Goldbekufer“ teilweise. Das Haus liegt an dem Fluss, auf dem im Sommer die Hamburg SUP Nacht-Touren auf beleuchteten Brettern* stattfanden.

Wasserwerfer sprühen Wasser in der Nacht über den Fluss.
Ein schaurig schönes Bild: In Nacht löscht die Feuerwehr über den Goldbek-Kanal hinweg den Großbrand in einem Bootshaus. © Vivienne Goizet/24hamburg.de

Die Polizei Hamburg und die Feuerwehr sind gemeinsam mit mehr als 100 Kräften im Einsatz. Durch das schnelle und bedachte Vorgehen kann ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude, darunter ein Wohnhaus, eine Schule und diverse Kleingärten, verhindert werden.

Als der Brand gelöscht ist, bleiben die Einsatzkräfte weiter vor Ort und suchen nach Spuren in den ausgebrannte Lagerhallen. Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Die Nacharbeiten dauern die ganze Nacht. Immer wieder tauchen kleine Brände in den Ruinen auf.

Aus einem abgebrannten Bootshaus steigt Rauch auf. Davor suchen Menschen mit Taschenlampen den Grund ab.
Einsatzkräfte suchen nach Spuren in den abgebrannte Ruinen des Bootshauses in Hamburg Winterhude. © Vivienne Goizet/24hamburg.de

Auch die Katastrophen-Warn-App Katwarn alarmierte bedrohte Gebiete über die Gefahr. Auch umliegende Stadtteile wie Alsterdorf, Barmbek und Ohlsdorf wurden wegen der Rauchentwicklung gewarnt. Berichten des NDR zufolge lösten detonierende Gasflaschen die explosionsartigen Geräusche aus. Nur wenig später ging es für die Feuerwehr in Billbrook weiter. Dort war eine riesige Lagerhalle in Flammen aufgegangen*. Zu allem Überfluss lief dann auch noch Öl in die Bille. Einen weiteren dramatischen Einsatz gab es in Hamburg-Neuenfelde. Drei Männer attackierten einen Familienvater. Dessen Teenager-Söhne wehrten sich mit Messern*. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Auch interessant

Kommentare