Ursache unklar

Hamburg: Flüchtlingsheim in Brand – Mann stirbt in Flammen

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Schnell stand das Holzhaus in Flammen: Bei schwerem Feuer in Hamburg-Billstedt kam ein Bewohner eines Flüchtlingsheims ums Leben. Es kam zu dramatischen Szenen.

Hamburg – Schockiert stehen die Anwohner vor dem Holzverschlag, aus den Fenstern schießen Flammen. Das Feuer brach im Erdgeschoss aus und griff schnell auf das gesamte, zweistöckige Haus über. Für einen 27 Jahre alten Mann aus Afghanistan kommt jede Rettung zu spät – er stirbt in den Flammen. Erst als das Feuer gelöscht war, konnten Helfer seine Leiche bergen.

Berufsfeuerwehr:Feuerwehr Hamburg
Gründungsjahr:12. November 1872
Mitarbeiter:2.915 (Stand 2019)
Zuständige Behörde:Inneres und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg

Die Hamburger Feuerwehr war am Sonntagabend alarmiert worden. Bei der Ankunft der Rettungskräfte hatten sich mehrere Bewohner unter zum Teil dramatischen Umständen bereits ins Freie gerettet. Einer von ihnen berichtete, er habe den Alarm gehört, habe alles stehen lassen und sei herausgelaufen. „Ich habe gedacht, ich sterbe hier drin. Aber ich habe Glück gehabt und bin herausgekommen“, sagte der ältere Mann. „Eine Minute später wäre ich verbrannt.“

Feuer in Hamburger Flüchtlingsheim: „Schreie und die Feuerwehr gehört“

Das etwa 10 mal 15 Meter große Haus wurde nach Angaben der Hamburger Polizei stark beschädigt und ist nicht mehr bewohnbar. Seine ganze Habe – Kleidung, Schuhe, Ausweis – sei verbrannt, sagte der Bewohner. Ein junger Mann, der zum Zeitpunkt des Brandes seine Mutter in einem Nachbarhaus besuchte, berichtete: „Ich habe nur Schreie und die Feuerwehr gehört.“ Daraufhin habe er die Gardine vom Fenster zurückgezogen und die Flammen gesehen. Es habe ein riesiges Chaos gegeben. Er sei geschockt, wie schnell das Haus gebrannt habe und mache sich nun Sorgen um seine Mutter, die vorübergehend in der Unterkunft wohne.

Einsatzkräfte der Hamburger Feuerwehr kämpfen gegen die Flammen. Das Feuer im Flüchtlingsheim breitete sich schnell aus. (24hamburg.de-Montage)

„Es ist ein dramatisches Bild gewesen, die Flammen guckten aus allen Fenstern, allen Türen heraus“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Bei zwei Bewohnern habe zunächst der Verdacht auf eine Rauchvergiftung bestanden. Das habe sich aber nicht bestätigt, sodass außer dem Toten kein weiterer Mensch zu Schaden gekommen sei. Für die Feuerwehr war es ein Großeinsatz – sie war mit 60 Einsatzkräften vor Ort.

Feuer in Hamburger Flüchtlingsheim: Ursache unklar

Die Brandursache ist noch unklar. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. In der Unterkunft mit 385 Plätzen wohnen nach Angaben des städtischen Betreibers Fördern & Wohnen Geflüchtete und Wohnungslose. In dem abgebrannten Haus waren 18 Menschen untergebracht. Für die 17 unverletzten Bewohner organisierte Fördern & Wohnen Ersatzunterkünfte.

Erst vor wenigen Wochen wurde die Hamburger Feuerwehr zu einem Großeinsatz gerufen: In Hamburg-Wilhelmsburg brannte eine große Lagerhalle in voller Ausdehnung. Auch in Hamburg-Stellingen brannte es in einem Mehrfamilienhaus. Drei Bewohner wurden teils schwer verletzt. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

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