1. 24hamburg
  2. Hamburg

Fatales Versteck Osterfeuer: „Fillie Osterfuchs“ zog sich schwere Brandwunden zu – So geht es ihr heute

Erstellt:

Von: Lia Stoike

Kommentare

Osterfeuer können ein Scheiterhaufen für Wildtiere werden. Eine Füchsin zog sich deshalb im vergangenen Jahr schwere Brandverletzungen zu. So geht es ihr heute.

Hamburg – Während für den Mensch Osterfeuer eine herzerwärmende Tradition im Frühling sind, können sie für Wildtiere und Insekten ein flammendes Inferno werden. So erging es auch im vergangenen Jahr einem Fuchsmädchen, das gerade einmal vier Wochen alt war. Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) rettete das Fuchskind. So geht es der Füchsin heute.

Tier:Rotfuchs
Lebenserwartung:3 bis 4 Jahre (In der Wildnis)
Höhe:35 – 50 cm (Erwachsener, Schulterhöhe)
Länge:45 – 90 cm (Erwachsener, Ohne Schwanz)

Fatales Versteck Osterfeuer: „Fillie Osterfuchs“ zog sich schwere Brandwunden zu – So geht es ihr heute

„Fillie Osterfuchs“, wie der Hamburger Tierschutzverein die vier Wochen alte Füchsin nannte, wurde im vergangenen Jahr sofort angesichts ihrer schweren Verletzungen tierärztlich versorgt. Die erste Vorsitzende des Vereins, Janet Bernhardt, nahm sie mit nach Hause und päppelte „Fillie Osterfuchs“ auf. „Es wurde in einer Operation die abgestorbene Gesichtshaut entfernt“, erklärt der HTV in einer Pressemitteilung.

Füchsin wurde schwer verletzt bei Osterfeuer 2022
Eine junge Füchsin, die der Hamburger Tierschutzverein „Fillie Osterfuchs“ taufte, wurde im vergangenen Jahr bei einem Osterfeuer schwer verletzt. © Hamburger Tierschutzverein

Schmerzmittel, Antibiotika und weitere Medizin waren nötig, damit die Füchsin überlebte. Mithilfe verschiedener Wundgele, Mullkompressen, Spritzen und vielem mehr behandelte Bernhardt die Tage nach der Operation die Brandwunde der jungen Füchsin – und das viermal täglich. Nach und nach wurde die kleine Fuchsdame frecher und begann, ihre Zähnchen einzusetzen. „Sie wird mutiger, erkundet neugierig ihr Zuhause.“

Gutes Ende für „Fillie Osterfuchs“: HTV-Tierarzt gab grünes Licht für die Freiheit

Aufgrund ihres regen Appetits bekam sie noch einen zweiten Namen: Raupe Nimmersatt. Am 6. Mai des vergangenen Jahres kam dann die große Erleichterung: Nach einem Tierarztbesuch bei Tierarzt Danilo Saß stellte dieser fest, dass die Entzündungen der Verletzungen zurückgingen. Fillie hatte an Gewicht zulegt, sodass die ersten Medikamente abgesetzt werden konnten. „Selbst ihre stärksten Brandwunden verheilten gut, ihr Fell wächst nach und sie ist weiterhin munter und verfressen“, heißt es in der Pressemitteilung. Einer späteren Auswilderung stand nichts mehr im Wege.

Auch interessant

Kommentare