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Farbattacke auf Blaue Moschee: Täter als Paketbote getarnt

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Rote Farbe an der Fassade neben dem Eingangsbereich der Imam-Ali-Moschee des Islamischen Zentrums Hamburg.
Rote Farbe an der Fassade neben dem Eingangsbereich der Imam-Ali-Moschee des Islamischen Zentrums Hamburg. © Marcus Brandt/DPA

Nach einer Farbattacke auf das islamische Zentrum in Hamburg such die Polizei Zeugen. Ein Mann hatte sich als Paketbote ausgegeben und die rote Farbe an die Wände geschmiert.

Hamburg – Ein Unbekannter hat das Foyer des Islamischen Zentrums Hamburg mit roter Farbe verunreinigt. Der etwa 20 bis 40 Jahre alte Mann hatte sich Montagmittag als Paketzusteller ausgegeben und sich so Zutritt zu dem Zentrum im Stadtteil Uhlenhorst verschafft, wie die Polizei mitteilte. Der für das Zentrum verantwortliche 71-Jährige habe ihn zu einem Büro geführt, in dem der angebliche Bote das Paket habe ablegen sollen. Tatsächlich habe er den 71-Jährigen jedoch in dem Büro eingesperrt und dann das Foyer mit roter Farbe verschmutzt. Anschließend habe der 71-Jährige, der sich inzwischen habe befreien können, den Täter an der Flucht hindern wollen. Das gelang ihm nicht, er wurde dabei leicht verletzt.

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Farbattacken auf blaue Moschee in Hamburg: Polizei sucht Zeugen

Der Täter flüchtete den Angaben zufolge über einen Zaun. Dabei hinterließ er einen mit Farbe verunreinigten Regenmantel aus durchsichtigem Plastik, einen falschen Schnurrbart sowie eine Perücke. Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts habe die weiteren Ermittlungen übernommen. Das Islamische Zentrum Hamburg, das die Blaue Moschee an der Alster betreibt, wird vom Landesamt für Verfassungsschutz als Außenposten des Irans in Europa betrachtet.

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