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Falsche Corona-Atteste: Durchsuchungen – auch in Hamburg

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Von: Sebastian Peters

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Ein Diensthundeführer steht bei einer Durchsuchung vor einem Wohnhaus
Wegen des Verdachts auf Erstellung falscher Gesundheitszeugnisse in der Corona-Pandemie hat die Polizei 84 Objekte durchsucht (Symbolbild) © Elias Bartl

Wegen des Verdachts auf Erstellung falscher Gesundheitszeugnisse während der Corona-Pandemie hat die Polizei 84 Objekte durchsucht. Auch Hamburg ist betroffen.

Dresden/Hamburg – Wegen des Verdachts auf Erstellung falscher Gesundheitszeugnisse in Zeit der Corona-Pandemie hat die Polizei 84 Objekte in mehreren Bundesländern durchsucht. Insgesamt 225 Beamte seien an der Aktion am Donnerstag, 29. September 2022, in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg beteiligt gewesen, teilte die Polizei am Freitagmorgen, 30. September 2022, in Dresden mit.

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Falsche Corona-Atteste: Durchsuchung in der Hansestadt Hamburg

Die Anfangsermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden richten sich laut Polizei gegen eine Ärztin aus Sachsen. Sie stehe im Verdacht, „unrichtige Gesundheitszeugnisse“ im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgestellt zu haben. In ausgestellten Gefälligkeitsattesten seien unter anderem Unverträglichkeiten beim Tragen einer medizinischen Maske oder ein unbegrenztes Impfverbot bescheinigt worden.

Für die Atteste soll die Ärztin Geld verlangt und damit etwa 60 000 € eingenommen haben. Die Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume der Beschuldigten erfolgte demnach bereits im März 2022, die Auswertung dauere noch an. Apropos medizinische Masken. Sie spielen im HVV ab dem 1. Oktober durch eine Änderung der Corona-Regeln wieder eine Rolle in Bussen und Bahnen in der Hansestadt Hamburg.

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Die neuerlichen Durchsuchungen richten sich laut Mitteilung gegen Unterstützer der Ärztin oder Menschen, die das Angebot in Anspruch genommen hätten. Ermittelt wird in dem Zusammenhang auch gegen vier Bedienstete der Polizei Sachsen, die sich mutmaßlich unrichtige Atteste ausstellen ließen. Bei den Durchsuchungen am Donnerstag wurden insgesamt 317 mutmaßlich unrichtige Atteste sichergestellt.

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