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Reeperbahn wird einspurig – weniger Platz für Protz-Karren

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Von: Sebastian Peters

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Erste Markierungsarbeiten beginnen für die neue Fahrradspur auf der Reeperbahn
Erste Markierungsarbeiten beginnen für die neue Fahrradspur auf der Reeperbahn. © Sebastian Peters

Nun wird es für Autofahrer eng auf der Reeperbahn. Zwei Fahrspuren werden für den Radverkehr freigegeben. Die Arbeiten dazu haben bereits begonnen.

Hamburg – Für die Protz-Schlitten und Luden-Karren wird es auf der Reeperbahn in Hamburg jetzt so richtig eng. Wie bereits an der Alster, wird auch auf der Reeperbahn eine Fahrradstraße eingerichtet. Die Fahrradlobby hat bereits die neue Fahrradstraße an der Alster kritisiert.

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Reeperbahn gesperrt: Arbeiten für die Fahrradspur beginnen – Autofahrer haben bald weniger Platz

Ob die Fahrradstraße auf der Reeperbahn schwere Unfälle zwischen Autos und Fahrradfahrer, wie am 28. Mai 2022, verhindert können, bleibt offen. Damals erfasste ein Taxi einen 64-jährigen Fahrradfahrer. Der Fahrradfahrer verstarb nach drei Tagen im Krankenhaus. Am Montag, 14. November 2022, haben Arbeiter mit den ersten Markierungsarbeiten der Fahrradspur begonnen. Dafür wurde die Reeperbahn aus Altona kommenden in Richtung Hamburger Hauptbahnhof für den Verkehr zunächst komplett gesperrt.

Mehrere Arbeiter haben mit knallroter Farbe eine optisch gut sichtbare Fahrradspur auf die sündigsten Meile der Welt gepinselt. Teilweise wird die Fahrradspur zwar über Seitenstreifen geführt, aber hauptsächlich fällt pro Fahrtrichtung eine gesamte Fahrspur für die Autofahrer weg. Trotz dieses „extra Platzes“ für Radfahrer, ist es bereits in der Vergangenheit auf solchen Fahrradspuren zu tödlichen Unfällen gekommen. Wie zum Beispiel am Freitagmittag, 29. Oktober 2021, in Hamburg-Barmbek. Dort wurde ein Radfahrer von einem Lastwagen auf einer Fahrradspur erfasst und getötet.

Für die Arbeiten muss die Reeperbahn gesperrt werden.
Für die Arbeiten muss die Reeperbahn gesperrt werden. © Sebastian Peters

Fahrradweg auf der Reeperbahn: Markierungsarbeiten für Fahrradspur beginnen – Arbeiten sollen zwei Wochen dauern

Aber eine ganz rote Fahrspur auf der Reeperbahn soll es nicht geben, so die Stimmen vor Ort. Nur Kreuzungsbereichen, Einmündungen und Verschwenkungen sollen mit knallroter Farbe klar optisch markiert werden. Ansonsten sollen nur weiße bzw. gelbe Fahrbahnmarkierungen die Fahrzeugspur von der Fahrradspur trennen. Eine haptische Abtrennung der Fahrradspur, wie in Harburg, wo der sicherste Radweg Hamburgs entsteht, soll es nicht geben.

Die ganzen Markierungsarbeiten sollen rund zwei Wochen andauern. Durch die anstehende Sperrung der A7 werden die Arbeiten sogar kurzfristig unterbrochen, um den Straßenverkehr nicht noch mehr zu behindern.

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