Fahrerlos durch die Nacht

Ohne Fahrer – ferngesteuertes Carsharing bald in Hamburg

  • Kevin Goonewardena
    VonKevin Goonewardena
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Hier werden Träume wahr: Ein neuer Carsharing-Anbieter bringt in Hamburg ferngesteuerte Autos auf den Markt. Wie ihr ans Ziel kommt, während ihr euch auf den Sitzen lümmelt.

Hamburg - Schon bald soll auf Hamburgs Straßen fahren, was viele kleine und große Kinder aus dem Spielzimmer kennen: ferngesteuerte Autos. „Vay“, ein Start up mit Sitz in Berlin, hat dazu eine Absichtserklärung mit Verantwortlichen der Stadt Hamburg unterzeichnet. In Berlin rollen die Autos schon seit zwei Jahren im Testbetrieb durch die Stadt, allerdings mit einem Mitarbeitenden an Board der bei Bedarf einspringen kann.

In den regulären Betrieb geht die „Weltneuheit“ so das Unternehmen auf der Mobilitätsmesse ITS, die gerade in der Hansestadt Hamburg stattfindet und in deren Zusammenhang auch erstmals autonom fahrende S-Bahn-Züge in Hamburg an den Start gegangen sind, allerdings zuerst in Hamburg.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,841 Millione
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Stadt Hamburg offener als Berlin: So funktionieren die fahrerlosen „Vay“-Autos

Dass „Vay“ mit seine autonom gesteuerten Autos zuerst auf die Straßen der Elbmetropole und nicht etwa Berlins bringen wird, liegt an der größeren Offenheit der Hamburger Stadtverantwortlichen für die Idee des Unternehmens, wie selbiges mitteilt. Der Service stellt dabei eine Mischung aus Carsharing-Angebot, bei dem sich also mehrere Menschen ein Auto teilen können, und Taxi, dass gerufen werden muss, dar.

Der Anbieter vay nutzt gängige Modelle für seinen Service. Wie diesen Wagen, hier im Testbetrieb auf den Straßen Berlins zu sehen.

Denn an der Straßenecke wird man die Fahrzeuge so nicht finden. Speziell ausgebildete Fahrer steuern den Wagen nach Kundenbuchung zu den Fahrgästen mit diesen zum Wunsch-Ziel und suchen anschließend einen Parkplatz oder fahren gleich weiter zur nächsten Kundschaft.

Bald auf den Straßen in Hamburg: Ausgeklügelte Technik – „Vay“ soll Probleme der Carsharing-Anbieter lösen

Die Autos fahren also streng genommen nicht von selbst, sie werden immer noch von einem Menschen gesteuert. Doch dieser sitzt nicht mehr im Auto, sondern, zumindest in Hamburg, in einem Büro in der Hafencity. Von dort wird der Wagen über große Bildschirme mit einem eines Gaming-Tools ähnlichem Lenkrad gesteuert. Kameras, GPS und Co sei Dank.

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Der neue Dienst soll auch ein Problem lösen, dass zur Zeit viele der ansässigen Carsharing-Anbieter haben, so der Grünen- Verkehrssenator Anjes Tjarks: Sie operieren fast ausschließlich in der Innenstadt. Geplant ist ein Start von „Vay“ in Hamburg für das Jahr 2022. Ebenfalls interessant: Ein exklusives Interview mit Verkehrssenator Anjes Tjarks zu Mobilitätsprojekten in Hamburg. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa

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