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Extremwetterkongress in Hamburg: „Klimawandel ist mit bloßem Auge zu sehen“

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Von: Christian Einfeldt

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Beim Extremwetterkongress in Hamburg berichtet Arved Fuchs über globale Auswirkungen der Klimakrise. Unbeabsichtigt habe er „Klimawandel mit bloßem Auge“ gesehen.

Hamburg – Der Klimawandel wirft nicht nur seine Schatten voraus – er macht sich längst bemerkbar. Wie Wissenschaftler Arved Fuchs auf dem ExtremWetterKongress in Hamburg bestätigt, sei der „Klimawandel mit bloßem Auge zu sehen“. Der Wahrnehmung des gebürtigen Schleswig-Holsteiners liegen gleich mehrere Beispiele zugrunde, die er im Zuge seiner vielen Expeditionsreisen gesammelt hat.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Extremwetterkongress 2022 in Hamburg: Forscher dokumentiert Klimakrise unbeabsichtigt

Arved Fuchs umreist schon seit vielen Jahren die Welt. Mit dem Projekt „Ocean Change“ macht er es sich zur Aufgabe, die Öffentlichkeit über Veränderungen in den Ozeanen und deren weiteren Auswirkungen zu berichten. Zwischen dem 28. und 30. September 2022 gibt er im Rahmen des ExtremWetterKongresses in Hamburg seine Eindrücke der Öffentlichkeit preis. Die Prognosen für unsere Umwelt sind alles andere als rosig. Schuld ist der Klimawandel, dessen Auswirkungen seitens Fuchs dokumentiert wurden.

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Der in der Hansestadt Hamburg geborene Klimaforscher Mojib Latif warnte Hamburg zuletzt vor der großen „Katastrophe“ und Wissenschaftler der HafenCity-Universität belegten, dass Hamburg-Finkenwerder bis 2100 überflutet sein könnte. Eine Konsequenz der Klimakrise, die laut Fuchs „mit bloßem Auge zu sehen“ ist. wie er dem NDR sagte. Dabei habe er nicht einmal ein besonderes Augenmerk auf den anhaltenden und menschengemachten Klimawandel gelegt. Die Klimakrise hätte sich ganz unbeabsichtigt in die Wahrnehmung des 69-Jährigen geschlichen.

Arved Fuchs. Gletscher schmelzen.
Expeditionsforscher Arved Fuchs berichtet über die globalen Auswirkungen des Klimawandels. (Symbolbild) © Geisser /Imago und Ulrich Perrey/dpa

Extremwetterkongress Hamburg: Gletscher schmelzen, Tiere sterben – Klimawandel kommt weiter näher

Arved Fuchs spricht gegenüber dem NDR unter anderem von bedrohlichen Szenarien an der Nordküste von Alaska. „Die Temperaturen, die wir gerade auf der zurückliegenden Etappe gemessen haben, lagen teilweise um drei bis fünf Grad über den zu erwartenden Temperaturen“, so der Expeditionsforscher, der des Weiteren über vernichtete Siedlungen spricht – „weil der Permafrost-Boden auftaut“. Wie der NDR berichtet, untersuchte Arved Fuchs an allen seinen Reiseorten Ozean und Atmosphäre auf Temperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit, Salz- und Konhlendioxid-Gehalt.

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Danach schicke Arved Fuchs die gesammelten Daten nach Kiel. Im Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung untersuchen Wissenschaftler wie Johannes Karstensen, was die Berichte von Fuchs zu bedeuten haben. Das Ergebnis: In den letzten hundert Jahren stieg die Temperatur der Ozeane durchschnittlich um ein Grad. Die Wärme, erzeugt von menschlichen Aktivitäten, würde dabei zu 90 Prozent in den Meeren gespeichert werden. Gletscher schmelzen ab und die Existenz zahlreicher Fische ist bedroht – nur einige der vielen Folgen. Auf dringliche Probleme wie diese möchte Fuchs auch in Zukunft weiter aufmerksam machen. Eines der Projekte des gebürtigen Bad Bramstedters: der Podcast „Expedition Ocean Change“.

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