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Explosiver Fund im Keller von dementem Chemiker: Sprengung noch am Abend

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Von: Sebastian Peters, Elias Bartl

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Unter Aufsicht der Feuerwehr und den Entschärfern des LKA konnten die Chemikalien abtransportiert werden.
Unter Aufsicht der Feuerwehr und den Entschärfern des LKA konnten die Chemikalien abtransportiert werden. © Sebastian Peters

Einsatz für die Entschärfer der Polizei und die Feuerwehr in Neugraben. Im Keller eines dementen Chemikers fanden die Einsatzkräfte diverse gefährliche Utensilien.

Hamburg – Die Tage zwischen den Jahren wollte eine Seniorin im Hamburger Stadtteil Neugraben nutzen, um den Keller ihres Mannes, einem pensionierten Chemiker, der an Demenz leidet, mal gründlich aufzuräumen. Um die diversen Chemikalien, die seit Jahrzehnten im Keller lagern, loszuwerden, bestellte die Frau sich die Stadtreinigung zum Abtransport.

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Feuerwehreinsatz in Neugraben: Stadtreinigung findet gefährliche Chemikalien im Keller

Als die Mitarbeiter am Dienstagvormittag, 28. Dezember 2021, den Keller betraten, staunten sie nicht schlecht und stellten schnell fest, dass sie bei der großen Menge an Chemikalien lieber die Polizei Hamburg hinzuziehen. Diese rückten gleich mit den Entschärfern des LKA an, die angesichts der gefährlichen Chemikalien auch nicht schlecht staunten. Da zwischen den Chemikalien auch radioaktive Stoffe lagerten, wurde zu guter Letzt auch noch die Feuerwehr Hamburg hinzugezogen, die mit einem Großaufgebot anrückte.

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Polizeieinsatz in Neugraben: Auch radioaktive und explosive Stoffe gefunden

Die Feuerwehr stellte während des Abtransportes der Chemikalien den Brandschutz sicher und nahmen mit Spezialgeräten Messungen vor, um festzustellen, ob ein sicheres Arbeiten für die Einsatzkräfte im Keller möglich ist. Insgesamt finden die Einsatzkräfte rund 20 Kilo Chemikalien, darunter auch radioaktives Uranylacetat, rund ein Kilo Pikrinsäure und Thoriumnitrat.

Sprengung in Neugraben: Luftraum gesperrt und Anwohner gewarnt

Etwa 10 Kilo weitere explosive Chemikalien mussten in einem nahegelegenen Waldstück noch am Abend kontrolliert gesprengt werden. Für die Sprengung wurde eine Grube ausgehoben und Anwohner gewarnt. Für mehr als eine Stunde wurde auch der Luftraum rund um das Waldstück gesperrt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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