1. 24hamburg
  2. Hamburg

Explosion zerstört Schule in Hamburg: Spekulationen über die Ursache

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sebastian Richter

Kommentare

Die Explosion an einer Schule in Hamburg hat zum Glück keine Opfer gefordert, ein Teil des Gebäudes ist dennoch zerstört. Die Polizei sucht die Ursache.

Hamburg – Es sind erschütternde Bilder, die bundesweit Schlagzeilen machen: Die Gasexplosion an einer Schule im Hamburger Stadtteil Finkenwerder legte einen Teil des Gebäudes in Schutt und Asche. Ausgerechnet am Tag der Zeugnisausgabe explodierte austretendes Gas, im Büro des Schulleiters und des Lehrerzimmers sind Wände eingestürzt.

Glück im Unglück: Die Explosion ereignete sich gegen 3.43 Uhr am Morgen – weder Schüler noch Lehrer waren vor Ort, niemand wurde verletzt. Dennoch wurden alle Zeugnisse der Schülerinnen und Schüler zerstört. Erst nach den Ferien in Hamburg erhalten die Jugendlichen voraussichtlich das schriftliche Ergebnis ihrer Arbeit – oder ihrer Faulheit.

Sei schneller informiert: die Blaulicht-News direkt aufs Handy – ganz einfach via Telegram

Explosion an Schule in Hamburg-Finkenwerder: Was war die Ursache?

Jetzt ist die Polizei auf der Suche nach der Ursache. Durch das Brandmuster gehen die Ermittler davon aus, dass eine Gasexplosion die massive Zerstörung verursachte, wie Polizei Hamburg und Feuerwehr mitteilen. Die Stelle, an der Brand wohl ausgebrochen war, konnte inzwischen lokalisiert werden.

Demnach soll das Feuer wohl im Keller der Schule in Finkenwerder entstanden sein und von dort auf das Verwaltungsgebäude übergegriffen haben. Dort gebe es aber keine sogenannten „Verbraucher“, die die Explosion erklären könnten. Stattdessen verläuft die Gasleitung unterirdisch außerhalb des Gebäudes. Die Rohre sollen freigelegt und auf Schäden überprüft werden.

Die Gasexplosion an der Stadtteilschule Finkenwerder hat auch einen Großbrand ausgelöst.
Die Gasexplosion an der Stadtteilschule Finkenwerder hat einen Großbrand ausgelöst. © Blaulicht-News.de

Finkenweder: Zahlreiche Fragen zur Explosion an Schule

Aber wie konnte das Gas überhaupt austreten? Warum hat es sich entzündet? Hat es zuerst gebrannt, oder hat die Explosion das Feuer entfacht? Gab es einen technischen Defekt oder wurden Brand und Explosion absichtlich herbeigeführt? Die Spekulationen reichen weit.

Vor allem auf Twitter setzen Nutzer sofort Vermutungen in den Raum. Dass Schüler selbst für die Explosion verantwortlich sein können, oder absichtlich ein Feuer gelegt wurde, steht dort im Raum. Teilweise ist von der mutwilligen Zerstörung unliebsamer Zeugnisse die Rede, oder von einem missglückten Abistreich.

Lesen Sie weitere Blaulicht-Meldungen wie: Amok-Alarm an Berufsschule in Bad Oldesloe

Hamburg: Suche nach der Ursache für Zerstörung an Schule

Was inzwischen sicher ist: In der letzten Zeit gab es keine Wartungsarbeiten an der Gasanlage, so der aktuelle Kenntnisstand der Polizei. Die Beamten gehen von einem Loch in einer der Rohrleitungen aus, durch das Gas ausgetreten sein könnte. Normalerweise kann man austretende Stoffe am Geruch erkennen.

Dem von Natur aus geruchlosen Gas wird genau zu diesem Zweck ein Geruchsstoff beigefügt. Das Problem dabei: Bei unterirdischen Leitungen muss das Gas erst durch eine Erd- oder Sandschicht – und genau die können die Geruchsstoffe herausfiltern. Dass ein Gasaustritt im Vorfeld nicht entdeckt wurde, wäre also nicht verwunderlich.

Im nächsten Jahr soll der Unterricht wieder wie gewohnt stattfinden. Davon geht zumindest die Schulbehörde aus. Für „Schulleitung, Schulverwaltung und Lehrerkollegium“ werden Ersatzräume bereitgestellt, heißt es von der Schulbehörde. So soll sichergestellt werden, dass „die Kolleginnen und Kollegen möglichst bald wieder angemessene Arbeitsbedingungen“ haben.

Feuerwehr im Großeinsatz: Nach der Gasexplosion in der Stadtteilsschule Finkenwerder.
Feuerwehr im Großeinsatz: Nach der Gasexplosion in der Stadtteilsschule Finkenwerder. © Elias Bartl

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion