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Explodiertes Haus in Ottensen: Ermittlungen gegen Nachbarn 

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Von: Elias Bartl

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Einsatz in Altona. Feuerwehr und Polizei vor Ort.
Nach der schweren Explosion war die Feuerwehr im Großeinsatz. © Elias Bartl

Die heftige Explosion in einem Wohnhaus vor rund zehn Monaten in Altona beschäftigt noch immer die Ermittler. Gegen einen Nachbarn wurde jetzt Strafbefehl erlassen.

Hamburg –  Tausende Ziegelsteine liegen auf der Straße verstreut, ein Handwerkerauto ist unter den Trümmern begraben. Dieses Bild bietet sich den Anwohnern der Winterstraße im Hamburger Stadtteil Altona am 2. Dezember 2021. Eine heftige Explosion hatte die Fassade eines Wohnhauses komplett zum Einsturz gebracht.

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Hamburg-Ottensen: Einsatz der Feuerwehr und Polizei – mögliche Explosion löst Großeinsatz aus!

Die Szenerie am Ort des Geschehens sieht beinahe unwirklich aus. In einer Straße mit vielen dicht aneinander gebauten Mehrfamilienhäusern ist nur die Fassade dieses einen Hauses fast komplett zerstört. Wie in ein Puppenhaus kann man von der Straße aus in die Zimmer schauen. In einem hängt ein Surfbrett an der Wand, in einem Zimmer darüber steht Weihnachtsschmuck auf dem Tisch, herausgerissene Kabel baumeln in der Luft.

Dabei sei ein Mann am Donnerstagmorgen schwer verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Mann ist mit Verbrennungen zweiten bis dritten Grades in eine Klinik gebracht worden. Ein zweiter Mann habe sich zudem leicht an der Hand verletzt. Die Rettungskräfte waren mit rund 80 Frauen und Männern im Einsatz. Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreute damals Anwohner sowie mehrere Zeugen, Passanten und Handwerker.

Explosion im Keller vermutet: Strafbefehl gegen Nachbarn beantragt

Nun, knapp 10 Monate nach der heftigen Explosion verdichten sich die Hinweise der Ermittler stark darauf, dass die Explosion fahrlässig ausgelöst wurde. Beschuldigt sei ein Bewohner des Hauses. Der Mann habe den Ermittlern nach eine Gasflasche im Keller unvorsichtig geöffnet und dadurch die Explosion ausgelöst haben. Er soll dadurch den Schaden in Höhe von mehreren Millionen Euro zu verantworten haben.

Durch die geöffnete Gasflasche soll sich im Keller des Gebäudes ein explosives Gemisch gebildet haben und so die Explosion herbeigeführt haben, heißt es aus Kreisen der Ermittler. Die Hamburger Staatsanwaltschaft habe nun einen Strafbefehl gegen den Mann beantragt, ob er diesen annimmt, oder Einspruch einlegt, sei noch nicht bekannt.

Nach Explosion in Ottensen: Beschuldigter Nachbar äußernd sich nicht

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Juristisch wird die Annahme des Strafbefehls durch einen Beschuldigten als Geständnis gezählt. Der Mann müsste sich dann nicht in einem Prozess verantworten, sondern lediglich eine Geldstrafe zahlen. Zunächst müsse das zuständige Amtsgericht noch den Verfahren zustimmen. Laut Informationen der Mopo habe sich der Beschuldigte bisher noch nicht zu den Vorwürfe geäußert.

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