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Hamburger Kita-Träger zahlt 9-Euro-Ticket weiter: Für alle Beschäftigten

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Von: Kevin Goonewardena

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Nicht nur die Verkehrsverbände bringen eigene 9-Euro-Ticket-Nachfolger auf den Markt. Auch Unternehmen führen das Ticket auf eigene Faust weiter.

Hamburg – Bis der Nachfolger des 9-Euro-Tickets in Deutschland erhältlich sein wird, dauert es noch was. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte kürzlich den Zeitungen der des regionalen Medienhauses Verlagsgruppe Rhein-Main gesagt, dass das Ziel aller Beteiligten sein sollte „spätestens zu Beginn des Jahres 2023 ein neues Ticket zu haben.“ Aber immerhin kommt jetzt ein Nachfolgeticket zu der beliebten günstigen bundesweit gültigen Fahrkarte. Auch der Hamburger Verkehrsverbund macht sich mit der 5er-Tageskarte Gedanken.

Name:SterniPark
Branche:Kindertagesstätten
Sitz:Hamburg
Anzahl Einrichtungen:20
Anzahl Beschäftigte:rund 355

Denn lange sah es nicht danach aus, bis Bundesfinanzminister Christian Lindner seinen Widerstand gegen einen 9-Euro-Ticket-Nachfolger Ende August schließlich aufgab. Dieser hatte das Ticket zuvor noch als ein Ausdruck einer in Deutschland verbreiteten „Gratismentalität“ bezeichnet. Nicht nur wegen der ursprünglichen ablehnenden Haltung Lindners hatten Verkehrsverbünde verschiedene eigene Nachfolge-Konzepte vorgelegt – schließlich ging es den Verbänden auch darum, neugewonnene Kunden zu halten. Doch nicht nur die Verkehrsverbände führen eigenmächtige Nachfolgeangebote des beliebten Aktionsangebots ein. Auch Unternehmer beschließen in Eigenregie etwaige Angebote für ihre Beschäftigten. So etwa in Hamburg.

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Wie die Bild-Zeitung berichtet, finanziert der private Kita-Träger SterniPark den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen das 9-Euro-Ticket in Zukunft weiter. Konkret bedeutet das, dass die Einrichtung die Differenz zwischen dem Betrag von 9 Euro und den Kosten einer ProfiCard – dem Hamburger Jobticket – vollständig ausgleicht.

Leila Moysich Geschäftsführer Sterni Park in einer Einrichtung des Sterni Park
Ihr Unternehmen zahlt den Beschäftigten die Differenz zwischen 9-Euro-Ticket und ProfiCard: SterniPark-Geschäftsführerin Leila Moysich. © stock&people / Imago

Die Mitarbeitenden müssen lediglich einen Eigenanteil von 9 Euro übernehmen. 16.000 Euro monatlich lässt sich der Kita-Träger diese Maßnahme kosten, berichtet die Bild-Zeitung. Auch der HVV denkt inzwischen über einen regionalen 9-Euro-Ticket-Nachfolger nach.

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SterniPark Kita Hamburg: Darum zahlt die Kita den Beschäftigten das 9-Euro-Ticket

Geschäftsführerin Leila Moysich, erklärte gegenüber der Regionalausgabe der Bild-Zeitung die Maßnahme wie folgt: Zum einen wollen wir unsere Erzieher in Zeiten der steigenden Kosten unterstützen. Zum Anderen soll unser Angebot eine Motivation sein, das Auto stehenzulassen und dauerhaft auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. „Wenn nicht jetzt ein Zeichen setzen, wann dann?“, wird Moysich zitiert. Die 42-jährige ist Geschäftsführerin der 20 Hamburger SterniPark-Einrichtungen mit 355 Beschäftigten. Eine ProfiCard im HVV kostet mindestens 76,90 Euro.

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