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Essen wegen Ukraine-Krieg immer teurer: Das sollten Sie jetzt tun

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Von: Jan Knötzsch

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Der Krieg in der Ukraine hat seine Folgen. Nicht nur Rohstoffe wie Erdgas oder Erdöl werden teurer. Auch das Essen hat bald seinen Preis. So schaffen Sie Abhilfe.

Hamburg/Hannover/Bremen – Der Krieg in der Ukraine ist so fern. Und trotzdem so nah. Auch wenn die Handlungen des Ukraine-Krieges geografisch betrachtet einige tausend Kilometer entfernt von Hamburg*, Bremen* oder Niedersachsen* toben, so sind die Auswirkungen auch in Deutschland spürbar. Und damit eben auch im Norden. Unabhängig davon, ob – wie zum Beispiel in Hamburg – neue Flüchtlinge aus der Ukraine ankommen*, die Frage im Raum steht, wie man denn genau ukrainischen Flüchtlingen private Unterkünfte bieten kann* oder es um Spenden an die Ukraine* geht.

Und der Ukraine-Krieg, den der russische Präsident Wladimir Putin, über dessen Familie dies bekannt ist, vom Zaun gebrochen hat, hat noch andere Auswirkungen. Ganz banale. Im Leben sind alltägliche Dinge betroffen. So wie der Weg an die Zapfsäule zum Tanken, wo es derzeit richtig teuer wird*. Selbst beim Einkaufen trifft uns der Ukraine-Krieg. Warum?

Krieg:Ukraine-Krieg
Beginn:24. Februar 2014
Ausgelöst durch:Groß angelegte russische Invasion
Konfliktparteien:Russland, Ukraine

Essen wird wegen Ukraine-Krieg teurer: Auch in diesen Bereichen steigen die Preise enorm an

Das Jahr 2022 hat schon vor dem Ukraine-Krieg für die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht gut begonnen: Alles wird gefühlt irgendwie immer teurer. So sind zum Beispiel die Gas- und Strompreise in astronomische Höhen gestiegen*, noch ehe Wladimir Putin die russische Armee zum Angriffskrieg auf die Ukraine befehligte und damit nicht nur eine Welle der Solidarität unter anderem in Hamburg auslöste, sondern auch, dass der ehemalige Wahl-Hamburger Vitali Klitschko als jetziger Bürgermeister von Kiew zu allem bereit ist – sogar dem Einsatz an der Waffe*. Nicht nur Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher* (SPD) hat zum Beginn des Ukraine-Krieges bereits von einem „schwarzen Tag“ für Europa gesprochen.

Eine Kundin räumt ihre Lebensmittel in einem Supermarkt auf das Kassenband. Im Vordergrund eine Geldbörse, aus der Euroscheine ragen.
Das Essen wird teurer: Die Preise für den Kauf von Lebensmitteln steigen wegen des Ukraine-Krieges an. (ZR Nord-Montage) © Rolf Poss/Joko/imago

Und das ganz sicher nicht nur, weil seine Stadt Hamburg möglicherweise russischen Cyber-Attacken ausgesetzt ist*, die der aktuell am Coronavirus erkrankte Innensenator Andy Grote* mit einem Krisenstab verhindern soll. Ähnliche Cyber-Attacken wie die, mit denen Hacker von Anyonymus gerade TV-Sender gekapert haben*. Nein, sondern eben auch, weil der Krieg in der Ukraine auch die normalen Bürgerinnen und Bürger hunderte oder tausende Kilometer weit entfernt trifft. So wie im Falle von Erdgas, dessen Preis am Montag, 7, März 2020 erst einmal um 60 Prozent gestiegen ist*. Auch Öl wird teurer.

Essen wegen Ukraine-Krieg bald unbezahlbar? Diese Lebensmittel werden jetzt richtig teuer

Und eben auch die Nahrung: Bei Getreide und anderen Grundnahrungsmitteln droht der Preisschock berichtet die BILD-Zeitung. Einfacher, aber umso folgenreicherer Auslöser: Russland und de Ukraine gehen als Agrar-Supermächte durch, zum Beispiel produzieren sie 14 Prozent des weltweiten Weizenvorkommens. Laut BILD ist der Preis für Weizen binnen eines Monats um fast 50 Prozent gestiegen – so hoch wie in den letzten 14 Jahren nicht mehr. Und auch anderswo sieht es auf dem Nahrungs- und Lebensmittelsektor nicht anders aus: Der Mais-Preis ist seit September 2021 um 50 Prozent teurer geworden, gleiches gilt für Sojabohnen, die seit November 50 Prozent teurer geworden sind.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke Kiel überprüft einen Gasspeicher, dessen Inhalt wegen des Ukraine-Kriegs teuer wird.
Teuer wie nie: Der Ukraine-Krieg lässt den Preis für Erdgas in die Höhe schnellen. © Axel Heimken/dpa

Die Liste, auf die der Ukraine-Krieg seine Auswirkungen hat, ließe sich beliebig fortsetzen und verkommt so zum immer wieder gern zitierten Rattenschwanz ohne Ende: Selbst Dünger und Kaffee sind bereits teurer geworden. Das Gleiche gilt für den Preis von Brot, das laut BILD schon in absehbarer Zukunft 30 Prozent teurer werden könnte. Ganz zu schweigen eben von der Preisentwicklung, die beispielsweise beim Erdöl droht: Binnen nur einen ganzen Jahres hat sich dieser schon verdoppelt – der Ukraine-Krieg dürfte jetzt sein Übriges tun und so die Kosten für Sprit, Flüge, die Heizung oder aber den Urlaub weiter nach oben drücken.

Preise für Lebensmittel gehen wegen Ukraine-Krieg stark nach oben: Das sind die billigen Alternativen

Wie lange sich diese Preisspirale in Folge des Ukraine-Krieges zum Nachteil und Leidwesen der Bürgerinnen und Bürger nicht nur im Norden noch nach oben drehen wird, ist völlig offen, so die Experten. Laut der BILD-Zeitung muss jedoch damit gerechnet werden, dass die Inflationsrate weiter anzieht – erst, wenn Wladimir Putin, der im Ukraine-Krieg bereits mit Atomwaffen gedroht hat, und seine Truppen zu einem Kriegsende bereit sind oder zu einem Waffenstillstand, dann würde sich die Lage erholen. Das aber ist derzeit im Ukraine-Krieg nicht absehbar und so bleibt die Frage: Was kann ich als Verbraucher tun?

So wie es vom ADAC bereits Tipps an Autofahrer gibt*, die aufgrund der steigenden Preise an den Tankstellen leidgeprüft sind, gibt es diese auch, wenn es ums Thema Essen geht. So rät die Bundesregierung, dass man Lebensmittel für zwei Wochen im Vorrat besitzen sollte – am besten sogar noch für einen längeren Zeitraum. Zudem sollten die Menschen einen Blick auf Sonderangebote und Günstig-Aktionen haben, die es weiterhin wie Sand am Meer gibt. Und: Nicht nur in Hamburg steht der Frühling vor der Tür, wodurch es ergo eine weitere Möglichkeit zum Sparen gibt, ohne zu wenig zu Essen zu haben: Eigenanbau von Obst und Gemüse heißt die Zauberformel wegen des Ukraine-Krieges. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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