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Autofahrer weiter geplagt: Diese Bauprojekte stehen auf der A7 an

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Von: Christian Einfeldt

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In den ersten Monaten des Jahres 2023 beeinträchtigt gleich eine Vielzahl von Baumaßnahmen den Autobahn-Verkehr rund um Hamburg. Betroffen ist vor allem die A7.

Hamburg – Stau und Baustellen sind im Stadtbild Hamburgs keine Seltenheit. Einer aktuellen Auswertung des Verkehrdienstleisters Inrix zufolge warten Autofahrende in Hamburg rund 56 Stunden pro Jahr im Stau. Der Pendlerverkehr ist nach der Corona-Pandemie zurückgekehrt – ein Abbild dessen ist auch das erhöhte Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen. Erst am vergangenen Sonntag mussten die Betroffenen eine Sperrung der A7 umgehen.

Aufgrund von Arbeiten an einer Hochspannungsleitung hielten entsprechende Empfehlungen, eingerichtete Umleitungen nördlich der Hansestadt zu nutzen, stundenlang an. Mit zeitnahen Beeinträchtigungen hat der Autobahnverkehr bereits in den nächsten Wochen wieder zu rechnen. Nach Angaben der Autobahn GmbH Nord treffen sie vor allem die A7 und A23: Auf den Verkehr rund um Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen warten schon bald die nächsten Großbaustellen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung1,841 Millionen
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Verkehr rund um Hamburg: Baumaßnahmen auf der Autobahn kosten 2023 724 Millionen Euro

Wie der NDR berichtet, stellen die geplanten Kosten für die bevorstehenden Baumaßnahmen ein Novum dar. Die Rede ist von einem Rekord, der Ausgaben in Höhe von 724 Millionen Euro umfasst – so viel gibt die Autobahn GmbH und die Projektgesellschaft Deges alleine in Hamburg, Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen für die Instandsetzungen der Autobahnen aus. Das hat Auswirkungen und geschieht keineswegs im Verborgenen – vor allem nicht auf der viel befahrenen A7.

Schon jetzt informiert die Autobahn GmbH über eine entsprechende Vollsperrung am Wochenende des 24. bis 27. März. Nahe der Anschlussstelle Hamburg-Othmarschen steht dann der Abriss der Brücke der Behringstraße an. Eine Baumaßnahme, die auf die Zukunft und damit auf die dortige achtspurige Autobahn einzahlen soll: Anwohnerinnen und Anwohner sollen vor Verkehrslärm geschützt werden. Daher muss nun also die Brücke zugunsten des Lärmschutztunnels Altonas Platz machen.

A7 in Hamburg.
Autobahn-Vollsperrungen rund um Hamburg: In den nächsten Wochen und Monaten ist vor allem die A7 von Baumaßnahmen betroffen. (Symbolbild) ©  Christian Charisius/dpa

Bauprojekte auf der A7: Neue Autobahnrampen und neuer Asphalt

Bereits vor Realisierung der ersten Pläne kündigt sich die nächste A7-Vollsperrung an. Die Maßnahmen wurden für den Zeitraum zwischen dem 28. April und 1. Mai angekündigt. Südlich des Elbtunnels geht es darum, die Fertigstellung einer neuen Rampe zu forcieren. Das bedeutet für alle Autofahrerinnen und Autofahrer: an besagtem Wochenende ruht der Verkehr auf der Autobahn zwischen Hamburg-Hausbruch und Othmarschen.

Deges-Bereichsleiter Bernd Rothe bestätigt darüber hinaus gegenüber dem NDR die Verkündung einer vorzeitigen Fertigstellung eines ähnliche Bauprojektes: „Eigentlich wollten wir erst Ende des Jahres 2023 damit fertig werden. Aber es wird wahrscheinlich im Mai sein – und das macht uns alle sehr froh“, wird Rothe in NDR-Berichten hinsichtlich des aktuellen Baustandes der Autobahnrampe in Waltershof zitiert.

Zusätzliche Sanierungsmaßnahmen erweitern die aktuellen Bauprojekte der A7. Ab Februar steht die Modernisierung der Autobahnstrecke zwischen Thieshope und Garlstorf an, ab April dann die Asphaltierung auf der A1 zwischen dem Maschener Kreuz und Harburg. Schon zuvor beschäftigen sich die Verantwortlichen außerdem mit Brückenarbeiten, die am Autobahndreieck A26/27 fällig werden. Nach Informationen des NDR wird der Verkehr nördlich von Buxtehude am 3. Februar freigegeben. Der entsprechende Abschnitt der A26-West soll Autofahrerinnen und Autofahrer auf dieser Stecke noch näher an die Stadtgrenze Hamburgs bringen.

A26-Ost: Verantwortlicher nimmt Bau der Hamburger Hafenautobahn in Schutz

Im Zuge der Ankündigung der zahlreichen Bauprojekte rund um Hamburg nimmt Deges-Bereichsleiter Rothe auch Stellung zu den Vorwürfen, die dem Bau der A26-Ost entlang des Hamburger Hafens hinsichtlich klimapolitischer Gesichtspunkte entgegnet werden. Durch das Verbindungsstück zwischen A1 und A7 soll der Hamburger Verkehr einerseits entlastet werde. Andererseits hätte eine Fertigstellung aktuellen Berechnungen zufolge eine alltägliche Einsparung von C02-Ausstößen von rund 48.000 Tonnen zur Folge.

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Rothe begründet diesen Aspekt unter damit, dass Fahrende kürzere Strecke zurücklegen und sich zudem weniger im Stau befinden würden. Im Vorfeld hatten sich vor allem Klimaschützerinnen und Klimaschützer des NABU Hamburgs gegen den Bau der A26-Ost ausgesprochen.

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