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Er plante einen Terroranschlag in Hamburg – beim Kauf der Waffen flog er auf

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Der 21 Jahre alter Angeklagter sitzt im Oberlandesgericht neben seinem Verteidiger Roman Raczek im Saal.
Der 21 Jahre alter Angeklagter sitzt im Oberlandesgericht neben seinem Verteidiger Roman Raczek im Saal. © Daniel Bockwoldt/DPA

Seit August sitzt ein junger Deutsch-Marokkaner aus Hamburg in U-Haft. „Er wollte eine Bombe wie beim Anschlag auf den Boston-Marathon bauen.“

Hamburg – Im Prozess um einen geplanten Terroranschlag zum 20. Jahrestag der Attentate vom 11. September 2001 will das Hanseatische Oberlandesgericht am Freitag sein Urteil verkünden. Angeklagt ist ein 21-jähriger Deutsch-Marokkaner, dem die Bundesanwaltschaft die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorwirft. Außerdem soll er durch den Kauf einer Handgranate und einer Pistole mit Munition gegen das Kriegswaffenkontroll- und Waffengesetz verstoßen haben.

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Die Vertreter der Bundesanwaltschaft hatten am Dienstag eine Haftstrafe von sieben Jahren beantragt. Der Verteidiger sprach sich am Mittwoch für eine Jugendstrafe von maximal drei Jahren aus. Nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft wollte der Angeklagte einen Sprengsatz nach dem Vorbild des Anschlags auf den Boston-Marathon bauen, bei dem am 15. April 2013 drei Menschen getötet und 260 verletzt wurden. Dafür habe er größere Mengen an Chemikalien sowie mehrere Hundert Schrauben und Muttern gekauft. Beim Kauf der Waffen sei er an einen verdeckten Ermittler geraten. Spezialkräfte der Polizei hatten den Beschuldigten am 26. August 2021 in Hamburg-Stellingen festgenommen. (DPA)

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