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Nächster Schock für Verbraucher: Gas von Eon wird um 30 Prozent teurer – schon wieder!

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Von: Kevin Goonewardena

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Nach der Preiserhöhung im August 2022 erwartet Eon-Kunden in Hamburg der nächste saftige Preisaufschlag. So viel zahlen Sie im November für Ihren Tarif.

Hamburg – Als ob die Angst in der Gaskrise noch nicht genug wäre: Die Kunden des Energieversorgers E.on erwartet erneut eine kräftige Preiserhöhung. Erst im August 2022 hatte der Konzern die Gaspreise erhöht, doch schon zum 1. November 2022 folgt in Zeiten der Gaskrise nun die nächste heftige Preissteigerung. Um satte 30 Prozent werden dann die Preise für eine Kilowattstunden (kWh) bei Kunden angehoben, die mindestens 15.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen.

Noch kostet eine Kilowattstunde in dem entsprechenden Tarif 12,483 Cent, ab dem 1. November 2022 werden dann 16,244 Cent von E.on berechnet. Doch auch Kunden mit weniger Verbrauch und anderen Tarifen müssen sich in der Gaskrise bei Eon künftig auf Preissteigerungen von mehr als 20 Prozent einstellen.

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Name:E.on
Branche:Energieversorgung
Gründungsjahr und -ort:2000 in Düsseldorf
Sitz:Essen
Gewinn:4,1 Milliarden Euro (1. Halbjahr 2022)

Eon: Preiserhöhungen ab 1. November 2022 – so viel zahlen Sie für Ihren Verbrauch

Kunden, die weniger als 2551 kWH im Jahr von Eon beziehen, zahlen 19,052 Cent pro kWh – das bedeutet 24,6 Prozent mehr, als derzeit. Verbraucher und Verbraucherinnen, die zwischen 2551 kWh und 15000 kWh Gas im Jahr verbrauchen, zahlen ab dem 1. November 2022 16,815 Cent pro KWh an Eon – das entspricht einem Plus von 28,8 Prozent. Die Preissteigerungen in den unterschiedlichen Tarifen lassen sich laut E.on ausschließlich auf die staatliche Gasumlage zurückführen, die zum Herbst eingeführt werden wird. Weitere Gasbeschaffungskosten seien bei der kommenden Preiserhöhung nicht berücksichtigt worden, so der Energieversorger.

FOTOMONTAGE, Schild mit Gasflamme und der Aufschrift Gaspreis
Der Pfeil zeigt es an: Die Gaspreise kennen momentan nur eine Richtung, nach oben. Ab dem 1. November 2022 zahlen beispielsweise Kunden von des Versorgers E.on bis zu 30 Prozent mehr. Dabei wurden erst im August die Preise drastisch erhöht. © Christian Ohde / Imago

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Gaspreise 2022: Das rät diie Verbraucherzentrale Hamburg bei Erhöhungen

Jan Bornemann, Experte für Energierecht bei der Verbraucherzentrale in Hamburg, mahnt Kunden, bei Preiserhöhungen des Versorgers genau hinzuschauen. „Ist der neue Tarif noch akzeptabel und gibt es vor allem eine Preisgarantie von einem Jahr oder mehr, sollte man sehr genau überlegen, ob man wechselt“, so Bornemann gegenüber dem Abendblatt. Denn weitere Preissteigerungen seien nicht ausgeschlossen, so der Energierechtsexperte. Die Verunsicherung unter den Bürgerinnen und Bürgern sei zurzeit besonders groß, Termine für Beratungen bei der Verbraucherzentrale aktuell sehr nachgefragt.

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Eon-Grundversorgung: Warum das Gas trotz Preiserhöhung hier noch günstig ist

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Trotz der abermaligen Preiserhöhung ist der Grundtarif das Versorgers Eon noch einer der günstigeren auf dem Markt. Das zeigt ein Blick auf die bekannten Preisvergleichsportale im Internet. Eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 25.000 kWh würde demnach 4232 Euro in der Grundversorgung zahlen, 9095 Euro verlangt laut Check24 der nächst günstigere Anbieter.

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Das ist also mehr als doppelt so viel. Aus Expertensicht dienen diese extrem hohen Preise auch der Abschreckung: Die Anbieter hätten zurzeit wenig Interesse an Neukunden, wollen erst einmal die Versorgung der Bestandskunden sicher stellen, heißt es weiter.

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