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Elbtower: Attraktiver Standort in der Hamburger Hafencity

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Von: Ute Laukner

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Der geplante Elbtower in der östlichen Hafencity steht 2018 als Baumodell bei einer geplanten Pressekonferenz im Hamburger Rathaus.
Der geplante Elbtower in der östlichen Hafencity steht 2018 als Baumodell im Rathaus. © Daniel Reinhardt/dpa

Der Elbtower im Elbbrückenquartier der östlichen Hafencity wird mit 245 Metern und 64 Etagen der höchste Wolkenkratzer in Hamburg.

Hamburg – Der Elbtower in der Hansestadt Hamburg, genauer gesagt, im Elbbrückenquartier, wird mit seiner gigantischen Höhe von 245 Metern so manch liebgewordenes andere Bauprojekt überragen. 64 Stockwerke hoch wird er werden. Direkt am Stadteingang im Süden gelegen bildet der neue Wolkenkratzer zukünftig den östlichen Abschluss in der neu entstehenden und bereits teilweise neu entstandenen Hafencity.

Elbtower
Ort:Hamburg, Elbbrückenquartier, östliche Hafencity
Höhe:245 Meter

Wie der Elbtower auf dem 21.055 Quadratmeter großem Grundstück von den Hamburgerinnen und Hamburgern sowie den Besucherinnen und Besuchern der Stadt angenommen wird, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Elbphilharmonie. Vor dem Bau wurde viel diskutiert. Heute gilt sie als ein Besuchermagnet.

Auf der Elbtower-Baustelle wurden 2021 zuerst die Tiefbauarbeiten realisiert, anschließend begannen im Jahre 2022 die weiteren und ständig vorangehenden eigentlichen Bauarbeiten zum Ausbau der Baugrube. Schritt für Schritt wird es weiter gehen. Bis zur Fertigstellung im geplanten Jahr 2025 dauert es allerdings noch einige Zeit.

Elbtower: Die ersten Etagen sind mit Mietern belegt – weitere Mieter werden gesucht

Bis dahin werden für die Bruttogeschossfläche von 104.000 Quadratmetern parallel erstmal weitere Mieter gesucht. Erste Mieterin im Elbtower ist die 2003 gegründete Hamburger Commercial Bank, wohl eher bekannt als die frühere HSH-Nordbank. Die erste privatisierte Landesbank HCOB mit Sitz in Hamburg und weiteren Niederlassungen unter anderem in Deutschland, hat sich 11.000 Quadratmeter für ihre Büros reserviert.

Weitere Mieter sind unter anderem Unternehmen wie die International Workplace Group (IWG) und Aon Deutschland. IWG bietet weltweit agierend flexible Arbeitsplatzlösungen an und sicherte sich bereits 4.000 Quadratmeter Bürofläche vom zweiten bis zum fünften Stock. Risikoberater Aon Deutschland wird eine Fläche von 6.300 Quadratmetern für deren Büros vom siebten bis zum elften Stock nutzen.

Elbtower – Fakten

Bruttogeschossfläche: 104.000 Quadratmeter

Grundstück: 21.055 Quadratmeter

Höhe: 245 Meter

Stockwerke: 64

Aussichtsterrasse: 55. Etage

Der bekannte Schauspieler Robert De Niro ist Mitgründer des exklusiven lifestyleorientierten Unternehmens Nobu Hospitality-Gruppe und wird sozusagen als „Mieter“ im Elbtower für das geplante Hotel stehen. Ebenso natürlich der Nobu-Hospitality-Gründer Nobuyuki „Nobu“ Matsuhisa (Star-Koch aus Japan) sowie Mitgründer Meir Teper (Amerikanischer Filmproduzent).

Über 190 Zimmer, ein Nobel-Restaurant und auf der öffentlichen Aussichtsplattform im 55. Stock eine Bar sollen bereits geplant sein. Ein Private-Member-Club soll „private Zugänge“ zu speziellen Bereichen sichern. Dazu zählt zum Beispiel der Fitnessclub.

Elbtower: Ein Prestige-Objekt mit sicherlich internationaler Nachfrage

Der Bauantrag für den Elbtower wurde an die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen im Dezember 2020 von der Signa Real Estate gestellt. Bereits Mitte März wurde die Baugenehmigung erteilt. Investor ist die Signa Real Estate in Österreich. Gründer der Signa Holding ist der in Innsbruck geborene Unternehmer und Investor René Benko. Er zog sich allerdings 2013 bereits aus dem Tagesgeschäft des Unternehmens zurück.

Immobilien, Medien und Handel sind seine Unternehmensbereiche. Als Vorsitzender der Signa Holding steht der Tiroler nun an der Spitze. In Hamburg tauchte sein Name unter anderem bei Projekten wie das Alsterhaus am Jungfernstieg, die Gänsemarkt-Passage und Karstadt, unter anderem in der Mönkebergstraße, auf.

Den Siegerentwurf beim Wettbewerb gewann das Architektenbüro David Chipperfield 2018. Von der Tiefgarage bis hin zum Hotel und Museum, den Einkaufsläden und die gastronomischen Betriebe hat das Team an alles gedacht. Sogar an eine Besucher- oder Aussichtsplattform in der 55. Etage. Viele weitere Ideen sollen realisiert werden.

Elbtower: Gute S- und U-Bahn Anbindung durch den Elbbrücken Bahnhof

Der Elbtower verfügt bereits über eine gute Anbindung mit der neu gebauten und bereits 2018 eröffneten Elbbrücken-Station vom Hamburger Verkehrsverbund. Die beiden Architekten Volkwin Marg und Meinhard von Gerkan (zusammen „gmp“) entwarfen mit ihrem Team eine futuristisch angehauchte offene Halle der überirdischen Bahnstation. In Betrieb ging die Station bereits Mitte Dezember 2019 – also schon vor der weltweiten Corona-Pandemie.

Allerdings kam es durch einen brennenden LKW auf der Straße im S-Bahn-Brückenbereich unter der Station im August 2022 zu einem Brandvorfall des Elbbrücken Bahnhofs. Inwieweit der Bahnhof nun erneuert werden kann oder neu gebaut werden muss aufgrund der entstandenen Schäden, wird sich noch zeigen. Ein Ersatzverkehr für die S-Bahn-Nutzer, um über die Elbe zu fahren, musste ersteinmal eingerichtet werden.

Der Elbtower bietet ein vielseitiges Mehr an allem

Arbeiten im Elbtower, Gast sein im Hotel, Kulturangebote nutzen, ebenso neue gastronomische Konzepte kennenlernen oder einfach nur die unglaubliche Aussicht genießen. Konzeptionell haben alle Beteiligten viele Ideen und Visionen entwickelt, die es bis zur Fertigstellung nun gilt, Schritt für Schritt umzusetzen. Abgesehen von der Höhe, ist die äußere Form ebenso entscheidend, um als interessantes Gebäude zu gelten.

Der Elbtower steht auf einem Verbindungsstück zweier Landzungen und signalisiert damit eine alleinige Präsenz. Gleichzeitig werden die arbeitenden Personen auf den Etagen mit den Gästen des Gebäudes verbunden sein. Der einzigartige Blick zu allen Seiten ist derzeit durch den Standort und der Höhe mit nichts anderem in Hamburg vergleichbar.

Herausfordernd während der gesamten Bauphase wird der Nachhaltigkeitsaspekt sein. Die Zeitenwende erfordert ein Neudenken und so werden die Themen Energie, Wärme und Kälte, Strom und Wasser und vieles mehr während und nach der Fertigstellung neu durchdacht werden müssen.

Der Elbtower soll wie eine Skulptur in den Nächten leuchten

An der Außenfassade werden spezielle Sensoren auf bestimmte Reize reagieren und das Gebäude in den Nächten zu einer einzigartigen Lichtskulptur verwandeln. Das vielseitige Angebot im Gebäude wird die Menschen an diesem Platz vereinen. Es wird Gäste im Hotel geben, kulturbegeisterte Besucherinnen und Besucher sowie Kulinarik-Fans, die den Elbtower ebenso mit Leben füllen wie diejenigen, die in den Büros sowie im Gebäude und drumherum ihrer Arbeit nachgehen werden.

Das jedenfalls sind die Pläne des Konzeptes. Entscheidend ist nun weiterhin, die passenden Anbieter, Mieter und Fachleute so zusammenzubringen, damit aus dieser Vision der Elbtower wie geplant entstehen kann. Der Elbtower wird begeistern. Aber auch spalten. So, wie schon bei früheren Leuchturmprojekten wird es Fans für das Neue und Menschen für die traditionellen Gestaltungswerte geben. Aber am Ende wird sicher, wie so oft: „Alles gut!“

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