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Elbfähre von Sturmwelle getroffen – jetzt wird gegen Kapitän ermittelt

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Von: Elias Bartl

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Die Mega Welle brachte die Scheiben der Fähre zu Bruch.
Die Mega-Welle brachte die Scheiben der Fähre zu Bruch. © Twitter/Privat

Der Einschlag einer Sturmwelle zerstört Scheiben einer Hafenfähre, es gibt Verletzte. Doch die Behördenwerden erst informiert, als ein Video im Netz publik wird.

Hamburg – Während des Orkans in Hamburg kommt es auf der Elbe zwischen den Anlegern „Teufelsbrück“ und „Airbus“ zu einem schweren Zwischenfall. Mehrere Wellen treffen den Bug der Hadag-Hafenfähre. Eine Welle zerschlägt plötzlich die Frontscheibe. Wassermassen dringen in den Fahrgastraum ein.

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Mega-Welle zerstört Scheiben von Hafenfähre: Drei Fahrgäste verletzt

Wie als wäre nichts passiert, steuert der Kapitän seine Fähre an den Anleger von Airbus und lässt die Fahrgäste von Bord gehen. Wie ein Sprecher der Polizei Hamburg erklärt, sind die meisten der Fahrgäste völlig durchnässt auf die Fähre zurück nach Teufelsbrück gefahren.

Mindestens ein Verletzter begab sich mit mehreren Schnittverletzungen zum Betriebsarzt auf dem Airbus-Gelände. Anschließend wurde er mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Auch eine zweite Person soll sich verletzt haben, nach ihr wird derzeit noch gesucht. Die Polizei spricht inzwischen in einer Pressemitteilung sogar von insgesamt drei Verletzten.

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Vorfall erst nach Stunden gemeldet, Betreiber erklärt: „Glücklicherweise wurde niemand verletzt“

Erst mehrere Stunden nach dem Unfall und nachdem ein Video sich im Internet verbreitet, auf dem der Zwischenfall zu sehen ist, informieren die Betreiber der Hafenfähren gegen 12:15 Uhr die Polizei Hamburg.

Die Hadag, der Betreiber der Fähren, schreibt in einem Statement: „Glücklicherweise wurde nach aktuellem Kenntnisstand niemand verletzt. Die eingedrungene Wassermenge war keine Gefahr für Fahrgäste oder Schiff. Alle Passagiere sind bei Ankunft selbstständig von Bord gegangen.“ Warum die Polizei erst so spät informiert wurde, wollte der Sprecher auf Nachfrage nicht beantworten. Auch der Kapitän, der von Reportern vor Ort angesprochen wurde, wollte sich nicht äußern.

Polizeisprecher Florian Abbenseth macht klar: „So ein Vorfall ist meldepflichtig. Die Wasserschutzpolizei hat nun ihre Ermittlungen aufgenommen“. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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