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Fischsterben in der Elbe: Zu wenig Sauerstoff in Hamburger Gewässer

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Hamburger Hafen und Elbe
Das Luftbild zeigt den Hamburger Hafen mit der Elbphilharmonie im Vordergrund. © Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

Der Sauerstoffgehalt in der Elbe ist zu niedrig – das gefährdet die Fische. Anglerverband und Umweltschützer stellen klare Forderungen.

Hamburg – Die Elbe bei Hamburg ist für Fische seit Wochen eine lebensbedrohliche Zone: Obwohl die Sauerstoffwerte in der Elbe rund um Hamburg in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen sind, sind die Daten noch immer im für Fische kritischen Bereich. Die Sauerstoffsättigung im Hafen lagen zuletzt lediglich bei rund 20 Prozent, wie David Kappenberg, Sprecher der Umweltbehörde, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte.

Das entspricht etwa 1,7 Milligramm gelöstem Sauerstoff pro Liter. An der Messstation Bunthaus wurden Werte von 1,5 Milligramm pro Liter gemessen, das entspricht einer Sauerstoffsättigung von 19 Prozent. Und das ist deutlich zu wenig, wie Behörde und Umweltverbände betonen.

Fluss in Hamburg:Elbe
Länge:1.094 km
Mund:Nordsee

„Die Zone mit geringen - weniger als 4,0 mg/l - und sehr geringen - weniger als 2,0 mg/l - Sauerstoffkonzentrationen innerhalb der Hamburger Tideelbe erstreckt sich aktuell über eine Strecke von etwa 45 Kilometern“.

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Fische in Hamburger Elbe in Gefahr: Anglerverband und Umweltschützer mit klarer Forderung

Die massiven Folgen des riesigen Sauerstofflochs spüren auch die Elbfischer, die weniger Fische fangen. Umweltverbände und der Anglerverband Hamburg forderten zuletzt den Wiederaufbau und die Erhaltung der Flachwasserzonen für die Elbe. Diese lichtdurchfluteten Flachwasserzonen seien für ein gesundes Gewässer unerlässlich. Zudem solle die Elbvertiefung eingeschränkt werden, um die Elbe und ihr gesamtes Biotop noch retten zu können. (nmr/dpa)

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