Sie schaffte es nicht mehr nach Hamburg

Einsam gestorben: Udo Lindenberg trauert um seine „Chinesen Babs“

  • Fabian Raddatz
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Es ist das traurige Ende einer Kiez-Legende: Barbara Ossenkopp ist einsam und allein in Indonesien gestorben – und auf einem Acker verscharrt worden.

Hamburg/Jakarta, Indonesien – Er konnte nichts mehr für sie tun: Trotz Geldspenden und Versuchen, seine „Chinesen Babs“ in die Heimat zu holen, ist Udo Lindenbergs alte Weggefährtin Barbara Ossenkopp nach schwerer Krankheit in Indonesien gestorben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

Hauptstadt von Indonesien:Jakarta
Fläche:661,5 km²
Bevölkerung:10,56 Millionen (2020)
Gouverneur:Anies Baswedan

Ossenkopp litt an Leukämie, wegen der Corona-Pandemie konnte sie nicht nach Hamburg geflogen werden – nun starb sie auf einer Isolier-Sation, völlig allein. „Babs ist einsam gestorben, niemand durfte zu ihr. Die Beisetzung wurde vom Staat sofort durchgeführt, noch bevor Tochter Alexandra benachrichtigt wurde. Ich habe Udo Lindenberg benachrichtigt. Er war sehr bestürzt“, sagte ihr alter Weggefährte Günter Zint in der „Bild“-Zeitung.

„Chinesen Babs“ ist tot: Udo konnte sie nicht mehr nach Hamburg holen

Barbara Ossenkopp, wegen ihrer hohen Wangenknochen und markant geschminkten Augen auch „Chinesen Babs“ genannt, wurde 79 Jahre alt. Ihre Leiche wurde aus Sicherheitsgründen innerhalb von 24 Stunden auf einem indonesischen Leichen-Acker verscharrt. Ihr Körper durfte nicht nach Deutschland überführt werden.

Udo Lindenberg und Barbara Ossenkopp sind alte Weggefährten. Nun ist seine „Chinesen Babs“ auf Indonesien gestorben. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage)

Ossenkopp wanderte nach einer schillernden Karriere auf dem Hamburger Kiez nach Indonesien aus, kümmerte sich dort um bedrohte Orang-Utans. Dann kam die Krankheit. Zum Schluss lebte „Chinesen Babs“ verarmt und todkrank in Jakarta. Nun erinnert ein schlichtes, weißes Kreuz an die ehemalige „Salambo-Tänzerin“ und Schauspielerin. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa & pixabay

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