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Eimsbüttel: Jan Delay und Samy Deluxe machten den Stadtteil bundesweit bekannt

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Von: Kevin Goonewardena

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Jan Delay und Samy Deluxe, deren legendäres Eimsbush Basement im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel Kultstatus erlangte und zahlreiche namhafte Künstler hervorbrachte
Jan Delay (links) und Samy Deluxe, deren legendäres Eimsbush Basement im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel Kultstatus erlangte und zahlreiche namhafte Künstler hervorbrachte. © imago

Bundesweit bekannt wurde Eimsbüttel als Eimsbush im Zuge der steigenden Popularität deutschen HipHops in den 90ern. Was Eimsbüttel heute ausmacht.

Ländliche Idylle, abgerockte Arbeiterviertel, quietschbunte Künstler-WGs, mondäne Stadtvillen: Das alles ist Hamburg. Jede Woche samstags gehen wir auf Streifzug. Heute sagen wir: #ahoieimsbüttel

Eimsbüttel – Der Stadtteil Eimsbüttel gehört deutschlandweit zu den bekanntesten der Hansestadt Hamburg. Und das ganz ohne Reeperbahn, Landungsbrücken, Alster, die Barszene in der Sternschanze oder die hohe Millionärsdichte von Blankenese. Das hat auch mit der Deutschrap-Szene der späten 90er Jahre zu tun: Damals nahm Hamburg und mit der Hansestadt der Stadtteil Eimsbüttel eine Vormachtstellung ein und wie in der Szene üblich trugen die Künstler ihre geografische Herkunft über regionale Grenzen hinaus.

In Hamburg waren das insbesondere Jan Eißfeld (Jan Delay), die Gruppe Dynamite Deluxe und deren MC Samy Deluxe, Dendemann (Eins Zwo) und Das Bo (Fünf Sterne Deluxe), die im Eimsbush Basement verkehrten – einer unter dem Namen bekannt gewordenen WG in der unter anderem Dynamite Deluxe-Produzent Kasper „Tropf“ Wiens und der spätere Eimsbush Records-Geschäftsführer Tim Dollmann lebten.

Der Name leitete sich dabei von dem Stadtteil Flatbush New Yorks im Bezirk Brooklyn und eben Eimsbüttel ab. Die Kreativzelle und Tonstudio der Hamburger Szene und befand sich nahe der U-Bahn-Station Schlump. (Am Schlump 29).

Eimsbüttel: Viele Einwohner und viel Grün

Rund 60.000 Einwohner zählt der Stadtteil Eimsbüttel, der dem gleichnamigen Bezirk der Hansestadt seinen Namen gibt. Bei 3,2 Kilometern Fläche zählt Eimsbüttel etwa 18.000 Menschen je Quadratkilometer. Hinter Hoheluft-West liegt Eimsbüttel damit auf Platz zwei in Hamburg. Doch an vielen Stellen wirkt Eimsbüttel gar nicht so dicht besiedelt. Das liegt an den zahlreichen Grünflächen im Stadtteil, etwa dem Eimsbütteler Park. Oder dem Stadtpark-Eimsbüttel, der in dem im Bezirk liegenden Stadtteil Stellingen liegt. Dort zeigen die Macher des filmRaum Kinos (Müggenkampstraße 45) ab dem 2. Juli wieder Filme unter freiem Himmel im Rahmen des filmRaum Open-Air-Kino 2022 (bis 9. September).

Grün und vor allem Wasser findet sich entlang des Kaiser-Friedrich-Ufers (Kaifu) am Isebekkanal, auf dem sich mit Paddelbooten oder Kanus ganz wunderbar die Natur nicht nur des Stadtteils Eimsbüttel entdecken lässt. Wie auch an anderer Stelle an Alster, Bille oder den zahlreichen Kanälen Hamburgs.

Eimsbüttel: Osterstraße – das urbane Herzstück des Stadtteils

Das Herz von Stadtteil und Bezirk liegt rund um die Osterstraße, von außerhalb bequem mit der Linie U2 im HVV zu erreichen. Unübersehbar direkt an der Station (Kreuzung Osterstraße/Heußweg) liegt der zwar nicht besonders schöne – erinnert er doch ein wenig an einen Bunker – aber traditionsreiche Eimsbütteler Standort der Kaufhauskette Karstadt. Unübersehbar weisen die großen, weißen Lettern und die riesige an die Fassade angebrachte Uhr den Weg zu dem Kaufhaus, zu Haushaltswaren, Bekleidung oder der Delikatessenabteilung. Bereits seit 1945 findet sich das Warenhaus der ehemals in Hamburg gegründeten Kette und ist neben Mönckebergstraße, Wandsbek und Harburg einer der letzten verbliebenen Standorte des Traditionsunternehmens in der Hansestadt.

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Die rund eineinhalb Kilometer lange Osterstraße selbst ist ihrerseits gesäumt von Geschäften, kleinen Läden und Boutiquen, deren Sortiment weit mehr als die Artikel des täglichen Bedarfs abdecken. Ob Bücher (Buchhandlung Heymann, Osterstraße 134; Buchladen Osterstraße, Osterstraße 171; Buchhandlung und Antiquariat Lüdders, Heußweg 33), Blumen, Spielwaren (Dürr, Osterstraße 20), Schreibwaren (Hamburger Schreibwarenkontor, Osterstraße 158), Kleidung (Die Pampi, Osterstraße 148; Stan and Lovely, Osterstraße 160; Krämerladen, Osterstraße 169) – die pulsierende Schlagader des Stadtteils und ihre Seitenstraßen lassen keine Wünsche offen. Die gängigen Filialisten fehlen dort ebenso wenig wie zahlreiche Cafés, Bistros und Restaurants.

Eimsbüttel: Kaffeegenuss im Stadtteil

Gerade in den Sommermonaten ist die Dichte an Cafés an der Osterstraße besonders auffällig, machen es sich die Menschen doch, kaum sind die ersten Sonnenstrahlen in Eimsbüttel angekommen, vor einem der zahlreichen Cafés bequem. Doch auch an anderen Orten des Stadtteils finden sich zahlreiche Cafés und die bieten mehr als einfach nur Kaffee und Kuchen: zum Beispiel Bali-Feeling im „Herz & Bauch“ (Müggenkampstraße 34), Waffeln, Crumbles und Kaffee aus Wedel (Glück und Seelig, Heußweg 97), Stullen von der klassischen bis zur Luxus-Variante (Frachtraum, Stellinger Weg 38F), Französisch (Eclair au Café, Eppendorfer Weg 1), Burger, Salate und Wiener Schnitzel (Gloria Bellealliancestraße 31-33) und und und. Die Liste ließe sich noch um hunderte Cafés und Bistros im Viertel ergänzen.

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Eimsbüttel: Bars in denen die Nacht zum Tag gemacht werden kann

Während die Clubs in Diskos in Hamburg eher in anderen Stadtteile zu Hause sind, beherbergt der Stadtteil Eimsbüttel zahlreiche Bars, die dazu einladen, die Nacht zum Tag zu machen.

Etwa das Mr. Ape im Stellinger Weg 9. Auch mit der Kult-Bar Das Lemmon (Margaretenstraße 27) mit zwei Kegelbahnen (!), der schicken Bar Rye & Dry ( Bismarckstraße 10) oder der Sportsbar Amanda 66 (Amandastraße 66) – die weit mehr als eine Fußballkneipe ist – beweist Eimsbüttel einmal mehr, wie viel Abwechslung der Stadtteil zu bieten hat.

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