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Wegen Betrug mit Corona-Hilfen: Durchsuchungen in vier Bundesländern

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Die Polizei in Norddeutschland ist seit dem Morgen in vier Bundesländern im Großeinsatz. Wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug mit Corona-Soforthilfen.

Aurich – Wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug mit Corona-Soforthilfen in Millionenhöhe durchsucht die Polizei seit Dienstagmorgen, 31. Mai 2022, 25 Objekte in vier Bundesländern. Der Schwerpunkt des Einsatzes sei in Ostfriesland in Niedersachsen, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück der Deutschen Presse-Agentur. Auch in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg gibt es demnach Durchsuchungen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Polizeieinsatz in Hamburg – Durchsuchungen nach Betrugsverdacht

Zwei Polizisten stehen nebeneinander
(Symbolbild) © Elias Bartl

Im Verdacht stehen fünf Männer im Alter zwischen 26 und 62 Jahren. Sie sollen gemeinschaftlich für eigene Zwecke sowie für Unternehmen während der Corona-Krise mit bewusst falschen Angaben in mindestens 104 Fällen die Corona-Soforthilfe und in mindestens 259 Fällen die darauffolgenden Überbrückungshilfen in Niedersachsen und weiteren Bundesländern in Höhe von rund 26 Millionen Euro beantragt haben. Laut den Ermittlern soll so ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden sein.

Wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug mit Corona-Soforthilfen – Polizeieinsatz in Hamburg

Die Durchsuchungen werden von der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück und der Staatsanwaltschaft Oldenburg geführt. Insgesamt sind rund 120 Kräfte im Einsatz. Bei den Durchsuchungen in Hamburg, Neumünster, Bonn, Oldenburg, Aurich, Wiesmoor und in weiteren Gemeinden in Ostfriesland wurden Bargeld und hochwertige Uhren sichergestellt. Zudem wurden Vermögensarreste in Höhe von 3,5 Millionen Euro erlassen. (DPA)

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