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Jungfernstieg: Polizei kassiert 20.000 € Bußgeld in sieben Stunden

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Von: Sebastian Peters, Elias Bartl

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Vor genau einem Jahr wurde das Durchfahrtsverbot auf dem Jungfernstieg eingeführt. Eine Polizei-Großkontrolle verzeichnet über 1.000 Verstöße in nur sieben Stunden.

Hamburg – Inzwischen sollte das Durchfahrtsverbot auf dem Hamburger Jungfernstieg direkt an der Binnenalster bekannt sein. Doch dennoch hat die Polizei Hamburg am Samstag, 16. Oktober 2021, einen traurigen Spitzenwert der Verstöße registriert. Innerhalb von rund 7 Stunden sind knapp über 1000 Fahrzeug über den Jungfernstieg gefahren. Für Taxen und Linienbus ist der Jungfernstieg zwar weiterhin freigegeben, aber nicht für den privaten Verkehr.

Kontrolle auf dem Jungfernstieg: Über 1000 Fahrzeuge halten sich nicht an Durchfahrtsverbot– über 20.000 € Bußgelder

Kontrolle am Jungfernstieg
So sah die Kontrollstelle am Jungfernstieg aus. © Sebastian Peters

Die Polizei hat am Samstag, dem 16. Oktober, um 17 Uhr mit dem Blitzen von Fahrzeugen begonnen, die verbotswidrig über die Flaniermeile an der Alster gefahren sind. Pünktlich zum Jubiläum, denn: Seit dem 16. Oktober 2020 gilt das Verbot für private Fahrzeuge auf dem Jungfernstieg. Immer wieder wurde das Verbot durch Einsatzkräfte der Verkehrsstaffel kontrolliert.

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Zum Anfang des Verbotes im letzten Jahr wurde erstmal „nur“ aufgeklärt und mündlich verwarnt. Doch einige Wochen später wurde durchgegriffen. Ein Bußgeld von 20 € wurde bei Verstoß fällig, größere Kontrollen hielten Autofahrer an. Erst vor Kurzem wurde erneut eine Großkontrolle am Jungfernstieg durchgeführt. Da wurden „nur“ 248 Verstöße festgestellt.

Kontrolle am Jungfernstieg: Innerhalb von sieben Stunden über 1000 Verstöße – Spitzenwert macht fassungslos

Doch die Blitzer-Kontrolle am Samstag übertrifft diesen Wert um Längen. Insgesamt wurde der rote Blitz über 1000 Mal ausgelöst. In beiden Fahrtrichtungen wurden die Autofahrer geblitzt. Einige hatten sich darüber so sehr gewundert, dass sie prompt umgedreht sind. Ein Tourist aus Köln wurde daher sogar zweimal geblitzt! 40 € aus der Urlaubskasse weg.

Auf dem Jungfernstieg wird das Durchfahrtsverbot kontrolliert.
Teilweise hielten die Fahrzeuge direkt nach der Kontrollstelle an. Sie dachten, dass ihre Geschwindigkeit zu hoch gewesen wäre. © Sebastian Peters

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Bei einigen Autofahrern löste die Kontrolle ein größeres Unverständnis aus. Doch die Einsatzkräfte der Polizei erklärten jedem uneinsichtigen Autofahrer das Durchfahrtsverbot des Jungfernstiegs noch einmal genau. Auch auf den Hinweis, dass die Verkehrsschilder nicht zu sehen wären, haben die Polizisten ein „Totschlagargument“. Die Verkehrsschilder, die immerhin eine geschätzte Größe von 2 Meter mal 3 Meter haben, seien damit eindeutig groß genug und deutlich sichtbar.

Die Hamburger Polizei wird nun einige Bußgeldbescheide schreiben müssen. Bei über 1000 Vergehen wird dabei eine geschätzte Summe von rund 20.000 € in die Staatskasse gespült. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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