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Dunkles Wetter wie schon lange nicht mehr: Was tun bei Winter-Depressionen?

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Das Wetter kann starken Einfluss auf die menschliche Psyche und den Körper haben. Das sollten Sie tun, wenn Sie der „Winterblues“ erwischt.

Hamburg – In Hamburg war der Januar so düster wie schon seit Jahren nicht mehr. Die Zahl der Sonnenstunden im Monat sinkt immer weiter. 2022 erlebt die Hansestadt Hamburg den Tiefststand an sonnigen Stunden seit 2013. Für die Psyche kann das schlimme Folgen haben, denn dunkles Wetter schlägt vielen Menschen aufs Gemüt.

Was man gegen die Wirkung von Hamburger Schietwetter tun kann, weiß 24hamburg.de.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Bürgermeister:Peter Tschentscher
Einwohner:1.904.444 (Quelle: Sozialamt, Mai 2021)
Fläche:755,2 km²
Gegründet:500 n. Chr.

Hamburger „Schmuddelwedder“ schlägt aufs Gemüt: So wenig Sonne wie seit 2013 nicht

Der Deutsche Wetterdienst misst seit seiner Gründung 1952 jede Temperatur und Wetteranomalie – auch in Hamburg. Ein Datenvergleich, den die Behörde monatlich zieht, ist die Zahl der Sonnenstunden im Monat in einem bestimmten Bereich. Auch in der Region Hamburg/Niedersachsen*/Bremen *werden dort seit Anfang der 50er-Jahre die Stunden an Sonnenschein gemessen, die in den letzten Jahren zu wünschen übrig ließen.

Im Febuar soll es übrigens noch einmal richtig winterlich-kalt werden.

2022 gab es in Hamburg nur 27,8 Sonnenstunden im Monat Januar. 2021 waren es noch 31,2, 2020 noch 38,3 und 2019 sogar noch 47,4 Sonnenstunden. Die letzten drei Jahre wurde nicht einmal der Mittelwert von 44,8 Stunden erreicht. Das letzte Tief gab es im Jahr 2013, als im Januar nur 23,4 Stunden die Sonne schien.

Dunkle Wolken über dem Museumshafen und eine Frau im Dunkeln mit Depressionen
Das düstere Wetter in Hamburg schlägt den Menschen aufs Gemüt. Es gibt aber ein paar Tricks gegen den „Winterblues“. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/MASKOT & picture alliance/dpa/Ulrich Perrey

Gleichzeitig stieg im Januar 2022 aber die Durchschnittstemperatur auf 4,5 Grad. Es scheint also keine Sonne, kaltes Winterwetter mit Schnee gibt es aber auch nicht und der Hamburger wird mit typisch nordischem „Schmuddelwedder“ zurückgelassen. In Sachen Wetterqualität ist das wohl ein Abwärtstrend, der Folgen für die Hamburger haben kann.

Was ist Wetterfühligkeit: Warum schmerzt der Kopf beim Wetterumschwung?

Oft werden Wetterkopfschmerzen bei Wetterumschwüngen oder der sogenannte „Winterblues“ in der dunklen Jahreszeit als Einbildung belächelt. Studien zeigen jedoch, dass das Wetter nach Stress, Hormonschwankungen und Nahrungsmangel einer der häufigsten Gründe für körperliche oder psychische Leiden sein ist. „Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland leidet darunter“, sagte Prof. Angela Schuh, Leiterin des Fachbereichs für Medizinische Klimatologie, Kurortmedizin und Prävention an der Ludwig-Maximilians-Universität München laut der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Wetterfühligkeit. Wetterreagierende Menschen machen den Großteil der Bevölkerung aus. Das bedeutet, dass man sich freut, wenn die Sonne scheint, oder langes Regenwetter aufs Gemüt drückt. Wetterfühlige Menschen reagieren auf Wetterumschwünge oder dauerhaft-graues „Schmuddelwetter“ allerdings nicht nur psychisch, sondern auch körperlich – zum Beispiel in Form von Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit oder sogar depressiven Gemütsphasen.

So entkommen Sie der Winter-Depression: Licht, Luft und Bewegung sind wichtig

Der „Winterblues“ kann also alle treffen, doch man kann etwas dagegen tun. Um aus dieser Winterdepression zu entkommen, sind vor allem Licht und ausreichend Vitamin-D entscheidend, wie Prof. Kneginja Richter, Leiterin der Schlafambulanz in der psychiatrischen Klinik Nürnberg, dem Stern erklärte. „[Licht] sorgt für die Freisetzung verschiedener Hormone, die über unsere Gefühlslage entscheiden.“

Wer in Hamburg lebt und im Januar nicht genug Sonne abbekommen hat, sollte sich Licht also anderswo besorgen.

Helfen kann...

... eine Lichttherapie: Spezielle Lampen mit starkem, hellem Licht oder Tageslichtlampen direkt nach dem Aufwachen anschalten. Alternativ auch am Arbeitsplatz verwendbar. Am besten 60 Minuten am Tag.

... Zeit an der frischen Luft: Auch wenn die Sonne nicht scheint, kann ein Spaziergang bei Tageslicht für eine bessere Stimmung sorgen. Heilpraktikerin Hannah Friedl aus Hamburg empfiehlt im Stern auch Fahrradfahren, zum Beispiel zur Arbeit.

... Sport, der den Körper auf Touren bringt und aus der Antriebslosigkeit wachrüttelt.

... gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse, die den Körper nicht zusätzlich belasten oder Gewürze, die den Stoffwechsel anregen wie Ingwer, Pfeffer oder Chili.

Wenn die Winterdepression nicht weggeht: Im Ernstfall Hilfe suchen!

Der „Winterblues“ ist eine Unterform der Depression und tritt saisonal in der dunklen Jahreszeit auf. Prof. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, die auch vielen Corona-Betroffenen hilft, erklärte im Stern: „Meistens kommt es statt Appetitmangel und Gewichtsverlust eher zu vermehrtem Appetit.“ Außerdem würden die Betroffenen viel schlafen und sich antriebslos fühlen.

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In vielen Fällen ist eine Winter-Depression aber auch eine echte Depression, die lediglich im Winter auftritt. In einem solchen Fall sollte man sich mit seinem Arzt oder einem Psychologen in Verbindung setzen. Auf der Internetseite der Deutschen Depressionshilfe gibt es weitere Informationen für Betroffene, was im akuten Fall zu tun ist. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot für IPPEN.MEDIA.

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