Razzia gegen Drogenkriminalität

Hamburg: Arbeitsloser Hacker soll zwei Tonnen Kokain eingeschleust haben

Ein Beamter eines Spezialkommandos hält ein Maschinengewehr. Man sieht nur den Oberkörper.
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Einsatzkräfte der Polizei Hamburg führten Razzien in Hamburg, Bremen und Niedersachsen durch. Der Einsatz soll in Verbindung mit Kokain-Schmuggel im Hamburger Hafen stehen.

Im Kampf gegen die Drogenkriminalität deckte die Hamburger Polizei die Machenschaften eines Hackers auf, der am Hamburger Hafen arbeitete.

Hamburg – Es ist einer der größten Einsätze der Hamburger Polizei im Kampf gegen die Drogenkriminalität. Seit den frühen Montag-Morgenstunden durchsuchen Ermittler des Hamburger Landeskriminalamts (LKA) und des Zollfahndungsamts (ZFA) 40 Objekte in Hamburg, Bremen und Niedersachsen. Wie der Spiegel berichtet, gab es belang 20 Festnahmen.

Demnach richten sich die Razzien gegen ein großes kriminelles Netzwerk, das zwei Tonnen Kokain über den Seeweg und den Hamburger Hafen nach Hamburg eingeschleust haben soll *. Dabei sollen die Verdächtigen mit südamerikanischen Drogenkartellen zusammengearbeitet haben.

Bei den Ermittlungen rückte vor allem Ashraf M. in den Fokus der Einsatzkräfte. Der Arbeitslose IT-Spezialist gilt als Schlüsselfigur und Logistiker der Drogen-Bande. Nach Informationen des Spiegels hat Ashraf M. vor Jahren eine Ausbildung bei einer Transportfirma im Hamburger Hafen * gemacht.

Dank seinen Fach-Kenntnissen soll es dem 39-Jährigen gelungen sein, sich in das IT-Netz des Hamburger Hafens einzuhacken, die Daten zu manipulieren – und so einen mit zwei Tonnen Kokain beladenen Schiffscontainer unbemerkt aus dem Terminal zu schleusen. Außerhalb des Geländes entnahmen M.s Kollegen dann in der Stadt Hamburg * den Stoff. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

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