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Zahl der Drogentoten in Hamburg enorm gestiegen

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Von: Marcel Prigge

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Im Jahr 2022 sind in Hamburg 96 Menschen durch den Konsum von Drogen gestorben. Das entspricht einem enormen Anstieg um ganze 26 Prozent.

Hamburg – Heroin, Kokain, Methadon – fast 100 Menschen haben im vergangenen Jahr nach dem Konsum von solchen und anderen Drogen in Hamburg ihr Leben verloren. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, die Abgabe von Ersatzdrogen zu überprüfen.

Mehr Drogentote in Hamburg: 96 Menschen im Jahr 2022 an Drogen gestorben

Die Zahl der Drogentoten in Hamburg ist im vergangenen Jahr um gut 26 Prozent gestiegen. 96 Menschen starben im Jahr 2022 durch den Konsum von Heroin, Kokain, Ersatzdrogen wie Methadon oder durch andere Rauschgifte, wie aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Richard Seelmaecker hervorgeht. 2021 waren 76 Drogentote in Hamburg gezählt worden.

Eine Drogenspritze
In Hamburg ist die Zahl der Drogentoten um ganze 26 Prozent gestiegen. Insgesamt starben im Jahr 2022 in der Hansestadt 96 Menschen durch den Konsum von illegalen Substanzen. © Imago

Über 60-Jährige besonders betroffen: Todesfälle bei älteren Konsumenten nehmen zu

Das Durchschnittsalter der Betroffenen stieg von 38,4 auf 43,4 Jahre. Elf Drogenkonsumenten starben im vergangenen Jahr im Alter von bis zu 30 Jahren. Im Vorjahr hatte es in dieser Altersgruppe noch 26 Drogentote gegeben. Bei den älteren Konsumenten nahm die Zahl der Todesfälle zum Teil deutlich zu, bei den über 60-Jährigen von zwei auf zehn.

Dass der Konsum von illegalen sowie legalen Drogen – wie Tabak oder Alkohol – weiter in Deutschland auf einem hohen Niveau ist, zeigt ein neuer Bericht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

„Dass im vergangenen Jahr über 26 Prozent mehr Menschen in Hamburg als noch 2021 ihr Leben durch Drogen verloren haben, ist erschütternd“, erklärte Seelmaecker. Insbesondere der hohe Anteil an tödlichen Vergiftungen durch Substitutionsmittel gebe Anlass zur Sorge. „Hier muss dringend geprüft werden, wie es so häufig dazu kommen kann“, forderte der justizpolitische Sprecher der CDU-Fraktion. (Mit Material der DPA)

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