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Dreifachmord Dänischenhagen: Plante Hartmut F. noch einen weiteren Mord?

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Von: Kevin Goonewardena

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Der Dreifachmord von Dänischenhagen hatte im vergangenen Jahr bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nun kam heraus: Es hätten wohl noch mehr Menschen sterben sollen.

Dänischenhagen/Kiel – Im Mai 2021 streckte Hartmut F. im beschaulichen Dänischenhagen (Landkreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein) mutmaßlich seine von ihm getrennt lebende Frau und ihren neuen Partner, Kitesurfer Tobias H. regelrecht nieder. Mehr als zwanzig Patronenhülsen fanden die Beamten am Tatort, die F. aus seiner illegal erworbenen Uzi auf das Paar abgegeben haben soll. Am Tag darauf fand die Polizei in Kiel eine weitere Leiche aus dem Umfeld von H. Auch für diesen Mord soll Hartmut F. verantwortlich sein. Hartmut F. steht seit gestern vor dem Kieler Landgericht, wo er sich für seine Taten verantworten muss. Schon im Vorfeld kamen neue Details ans Licht. Doch bleibt es bei dem Vorwurf der drei Morde?

Name:Dänischenhagen
Kreis:Rendsburg-Eckernförde
Fläche:15,71 km²
Bevölkerung:3846 (31. Dezember 2020)

Dreifachmord von Dänischenhagen: Tatverdächtiger wollte wohl auch Anwalt seiner Frau erschießen – und tauchte in Kanzlei auf

Start des Prozess wegen Dreifachmord in Dänischenhagen Kieler Landgericht
Unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen startete gestern am Kieler Landgericht der Prozess gegen Hartmut F. Dieser soll seine von ihm getrennt lebende Frau und zwei weitere Menschen umgebracht haben. Plante er auch noch einen vierten Mord? © Marcus Brandt

Bild.de berichtet, dass es der Zahntechniker F. noch auf einen weiteren Mann abgesehen hatte: Den Anwalt seiner Frau, der sie in Familien- und Sorgerechtsfragen beriet. Das Paar hatte vier gemeinsame Kinder. Wie BILD schreibt, soll F. wenige Tage vor den Morden in Dänischenhagen und Kiel in der Kanzlei des Anwalts aufgetaucht sein, um sich am dortigen Empfang einen Termin geben zu lassen.

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Dreifachmord in Dänischenhagen: Handydaten belegen Spur des Tatverdächtigen – ihm droht lebenslange Haft

Hartmut F. sei zwischen den Morden in Dänischenhagen und dem in Kiel dann auch tatsächlich vor der Kanzlei des Anwalts seiner ermordeten Frau vorgefahren, wie die Zeitung berichtet. Das würden Handydaten belegen, die die Ermittler im Zuge ihrer Arbeit ausgewertet haben. Der Tatverdächtige habe sich dann aber entschlossen, das Gebäude nicht zu betreten und sei umgehend weiter nach Kiel gefahren, wo er das dritte Opfer niederstreckte.

Weshalb mussten Kitesurfer Tobias H., die Exfrau des Angeklagten und das dritte Opfer sterben? Die Polizei geht von Eifersucht als Motiv aus, Hartmut F. droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe. Ein psychologisches Gutachten soll zudem klären, ob nach Verbüßung der Haftstrafe für F. Sicherheitsverwahrung angeordnet werden muss. Dann käme Hartmut F. auch nach 15 Jahren nicht mehr aus dem Gefängnis heraus.

Dreifachmord Dänischenhagen: Helfer demontiert Waffe und versenkt sie – Ermittlungen laufen

Auch gegen einen Helfer F. im Mordfall Dänischenhagen wird ermittelt. Dieser soll die Uzi in Einzelteile zerlegt und in verschiedenen Gewässern versenkt haben. Polizeitaucher konnten bereits Teile der verbotenen Waffe aufspüren und bergen. Wegen des Besitzes der Uzi muss sich F. auch wegen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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