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DLRG: Alles für die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern

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Von: Ute Laukner

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Die DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. sorgt für die Sicherheit an Seen und Stränden, um die Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren.

Hamburg – Die DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. sorgt auch in Hamburg und im Norden zum Beispiel an Badeseen und Stränden für die Sicherheit der Badegäste und Wassersportler. Weitere Aufgaben vom Wasserrettungsdienst sind unter anderem die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung sowie die Aufklärung der Erwachsenen sowie Kinder und Jugendlichen über mögliche Wassergefahren. Natürlich werden die Mitglieder unter anderem auch bei Hochwasser gerufen, treten bei Wettbewerben im Rettungssport an und stellen ihr Wissen als Berater für viele Notsituationen zur Verfügung.

DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.
Gründungsjahr:1913
Mitglieder und Förderer:über 1,7 Mio

Die DLRG ist ein gemeinnütziger Verein mit über 1,7 Millionen Mitgliedern und Förderern. Deren Rettungssport dient nicht nur dem Erhalt der sportlichen Fitness der Vereinsmitglieder. Es werden zudem gegenseitige Wettbewerbe veranstaltet, bei dem beispielsweise Rettungssituationen nachgestellt werden, um unter realistischen Bedingungen das Vorgehen einer professionellen Rettung darzustellen.

Wer glaubt, die Rettungsaktionen der DLRG sind nur im warmen sonnigen Sommer an Badeseen und Stränden erforderlich, der irrt. Sogar im Winter werden die Menschen zum Beispiel bei Einbrüchen auf vereisten Seen gerettet. Hier arbeiten die DLRG Mitglieder unter anderem mit der Feuerwehr und Polizei zusammen. Die Taucher der DLRG helfen auch bei anderen notwendigen Einsätzen im Hafen oder an Flüssen, wie die Elbe und Alster.

DLRG – 7 Bezirke vom Landesverband Hamburg engagieren sich unter anderem für:

1. Bezirk Alster – knapp 750 Mitglieder setzen sich für die Schwimmausbildung, die Ausbildung von Rettungsschwimmern und dem Wasserrettungsdienst an der Nordseeküste ein.

2. Bezirk Altona – mehr als 1.100 Mitglieder setzen sich zusätzlich zu den Kernaufgaben für den Wasserrettungsdienst, Katastrophenschutz und den Rettungssport ein.

3. Bezirk Bergedorf – knapp 750 Mitglieder setzen sich für die Schwimmausbildung, das Schnorcheltauchen und das Erste Hilfe Programm ein. Ein Schwerpunkt bildet zudem die Jugendarbeit.

4. Bezirk Harburg – die Mitglieder setzen sich für die Kinderschwimmausbildung, den Rettungswachdienst und Rettungstauchen ein. Bei Sonderveranstaltungen sanitätsdienstliche Betreuung, land- und wasserseitige Absicherung.

5. Bezirk Oberelbe – die Mitglieder setzen sich für die Schwimmausbildung ein und eine „Schnelle Einsatz Gruppe“ mit Rettungs- und Krankenwagen, Katastrophenschutzausstattung, Notfahrzeuge und technische Einsatzleitung ist einsatzbereit.

6. Bezirk Wandsbek – knapp 750 Mitglieder setzen sich für die Schwimmausbildung, Sicherungsaufgaben sowie Absicherung aller Regatten und Events auf der Alster ein.

7. Ortsgruppe Nord-Ost – knapp 600 Mitglieder setzen sich für Schwimm- und Rettungsschwimmkurse, die Vorbereitung auf mögliche Einsatzdienste an der Nordseeküste ein. Aktivitäten, Ausflüge, Freizeiten und Feste absichern, Vereins- und Jugendarbeit.

8. Bezirk Feuerwehr – über 200 Mitglieder setzen sich für Rettungsschwimmkurse und Wasserrettungsdienst an Ostsee und am Strand von Süssau ein.

DLRG: Vereinsgründung nach schrecklicher Tragödie

Die Geschichte der DLRG: Nach einem Unglück auf Rügen, im Jahre 1912, begann der Aufbau der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Auf der Ostseeinsel stürzte die hölzerne Binzer Seebrücke ein. Der Grund ist einfach zu erklären. Es drängten sich zu viele Menschen darauf, um den Dampfer KRONPRINZ WILHELM zu bestaunen. Nachdem die mitgefahrenen Gäste ausstiegen und die Seebrücke zusätzlich betraten, auf der auch bereits die Gäste für eine neue Mitfahrt warteten, geschah die furchtbare Tragödie.

Zwei Rettungsschwimmer des DLRG holen mit einem roten Schlauchboot am 22. Juni 2022 zur Demonstration eine in Not geratene Schwimmerin im Neoprenanzug aus dem Wasser. DLRG Bilanz 2021: Die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben im Jahr 2021 weit über 1.000 Menschenleben gerettet.
Rettungsschwimmer des DLRG holen am 22. Juni 2022 zur Demonstration eine in Not geratene Schwimmerin aus dem Wasser. DLRG Bilanz 2021: Die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft haben über 1.000 Menschenleben gerettet. © Roland Weihrauch/dpa

Eng an eng stürzten alle Menschen von der eingebrochenen Brücke in die Tiefe des Wassers. Die meisten von ihnen konnten damals nicht schwimmen. Sie stießen wild um sich schlagend aneinander, jeder versuchte sich selbst zu retten, anstatt aufeinander zu achten und Ruhe zu bewahren. Viele Menschen, darunter auch Kinder, verloren dabei ihr Leben.

Ein Jahr später gründete sich die DLRG im damaligen Leipziger Hotel de Prusse. Die Vereins-Gründungsmitglieder lernten von dem Unglück. Sie stellten sich der zukünftigen Aufgabe, Menschenleben vor dem Ertrinken zu retten. Zudem wollten sie den Menschen und Kindern das Schwimmen beibringen. Außerdem sollten die Menschen lernen, nicht nur sich selbst in der Not zu retten, sondern auch andere Menschen retten zu können.

DLRG Mitglieder nehmen Schwimmprüfungen ab

Über die Jahre hinweg entwickelte sich die DLRG zu einem professionell ausgebildeten Verein. Immer mehr Mitglieder kamen hinzu. Sie lernten Schwimmen und zudem die Fähigkeiten, worauf es bei der Lebensrettung im Wasser ankommt. Zwischen 1950 und 2020 wurden nach eigenen Angaben von der DLRG 22,7 Millionen Schwimmprüfungen abgenommen. Die Zahl der Rettungsschwimmprüfungen betrug in dem Zeitraum fast fünf Millionen.

DLRG – Die deutschen Schwimmabzeichen

1. Frühschwimmer – Das Seepferdchen Abzeichen

2. Freischwimmer – Deutsches Schwimmabzeichen Bronze

3. Deutsches Schwimmabzeichen Silber

4. Deutsches Schwimmabzeichen Gold

DLRG: Viele Mitglieder und Förderer engagieren sich im Verein

Die DLRG ist mit ihrem Engagement nicht allein. Sie ist Mitglied in vielen verschiedenen Verbänden und Organisationen. Dadurch ist sie untereinander vernetzt. Bei einzelnen Hilfsaktionen arbeiten die Mitglieder und Förderer somit zusammen und unterstützen sich bei ihren Rettungseinsätzen gegenseitig.

Überall wird das Ansinnen des Schwimmenlernens und Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren auf vielfältige Weise unterstützt. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft wird zudem vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier als Schirmherr gefördert. Bei seinen Besuchen informiert er sich unter anderem über die Arbeit der DLRG und erfährt auf diese Weise von den technischen Entwicklungen, welche die Arbeit der Lebensretter noch erfolgreicher machen.

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