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Die spektakulärsten Einsätze 2021: Jahresrückblick der Hamburger Polizeireporter

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Von: Sebastian Peters, Elias Bartl

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Die spektakulärsten Einsätze 2021
Die spektakulärsten Einsätze 2021 © Sebastian Peters/Elias Bartl

Neben der Corona-Pandemie gab es 2021 auch aus dem Blaulichtmilieu viel zu berichten. Die spannendsten Einsätze haben unsere Polizeireporter zusammengefasst.

Hamburg – Die Corona-Pandemie hat wie schon 2020 auch das Jahr 2021 maßgeblich geprägt, aber trotz Pandemie kam es in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auch zu spektakulären Verbrechen und spannenden Einsätzen für die Feuerwehr.

Unvergessliches Interview mit Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger

Die spektakulärsten Blaulichteinsätze: Der Jahresrückblick von Elias Bartl*

Am 18. März 2021 kam es in Hamburg-Horn zu einem nicht alltäglichen Einsatz für die Feuerwehr. Ein Lkw-Fahrer schätzte die Höhe der Toreinfahrt eines Hauses an der Rennbahnstraße falsche ein und blieb stecken. Beim Versuch wieder herauszufahren, riss er Teile der Fassade ab.

Mit meinem Kollegen drehte ich vor Ort ein Interview mit dem Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger vor dem stark beschädigten Haus. Mitten im Interview passierte dann das Unglaubliche. Teile der Fassade stürzten im Hintergrund ein. Anstatt das Interview abzubrechen, drehte sich der Pressesprecher kurz um, führte das Interview dann aber mit norddeutscher Gelassenheit fort.

Explosion in Altona: Schüler ziehen Hausbewohner aus den Trümmern

In Altona kam es nicht unweit vom Bahnhof am 2. Dezember 2021 zu einer heftigen Explosion*. Eine Person wurde durch die Explosion verletzt. Der Mann erlitt so schwere Verbrennungen, dass er in Lebensgefahr schwebte. Zwei Schüler sahen die Explosion aus nächster Nähe und regierten geistesgegenwärtig. Sie zogen den schwer verletzten Mann aus den Trümmern und retteten ihm so das Leben.

Einsatz in Altona. Feuerwehr und Polizei vor Ort.
Nach einer schweren Explosion war die Feuerwehr im Großeinsatz. © Elias Bartl

Als ich etwa 20 Minuten nach der Explosion in der Winterstraße eintraf, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Die Straße war völlig staubbedeckt und Trümmer lagen überall herum. Trotz der Wucht der Explosion waren die Wohnungen noch völlig intakt. An der Wand hing ein Adventskalender und auf dem Tisch einer Wohnung stand ein Kranz, auch die Surfbretter, die in der Wohnung standen, waren völlig unberührt von der heftigen Explosion.

Sechs Tote in einer Woche: Die dramatischen Morde von Dänischenhagen und Bispingen

Die spektakulärsten Blaulichteinsätze: Der Jahresrückblick von Sebastian Peters*

Diese Woche werde ich nicht so schnell vergessen. Am 16. Mai 2021 erreichte mich die erste Meldung, dass sich in Bispingen ein schreckliches Familiendrama abgespielt haben soll. In einem Wohnhaus, am Rande des Wohngebietes wird eine 35-Jahre alte Mutter, so wie ihr erst 4-jähriger Sohn tot aufgefunden. Beide Leichen wiesen Gewaltspuren auf. Die ebenfalls in dem Haus lebende 11-jährige Tochter, der Getöteten war seit der Tat spurlos verschwunden. Zwei Tage später wurde dann auch die 11-Jährige aufgefunden. Auch sie wurde mutmaßlich vom Ex-Freund der Mutter getötet.

Mutmaßlicher Mord in Bispingen. Polizei vor dem Haus.
Einsatzkräfte der Polizei vor dem Haus in Bispingen. Hier sind drei Menschen zu Tode gekommen. © Sebastian Peters

Der mutmaßliche Täter, konnte noch am darauffolgenden Sonntag durch Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos, im 17 Kilometer entfernten Schneverdingen festgenommen werden.

Dreifachmord in Dänischenhagen

Noch in derselben Woche, nur wenige Tage nach der schrecklichen Tat in Bispingen rief mich am 19. Mai 2021 ein Kollege an. Über einen Kontaktmann habe er erfahren, dass es in Dänischenhagen, nahe Kiel, ebenfalls zu einem schrecklichen Gewaltverbrechen gekommen sei. Zwei Menschen seien in einem Wohnhaus erschossen worden, der Täter noch auf freiem Fuß.

Polizei in Dänischenhagen im Großaufgebot vor Ort im Einsatz.
Polizisten mit Schutzausrüstung und Maschinenpistolen sichern die sonst ruhige Wohngegend ab. © Sebastian Peters

Sofort machte ich mich aus Hamburg auf den Weg in Richtung Norden. Schon auf der Autobahn erreichen mich weitere Informationen vom Tatort. Auf dem offiziellen Twitter-Account der Stadt Kiel war zunächst von einem „Verdacht auf Amoklauf“ die Rede. „Das Brauereiviertel und die Holtenauer Straße ist abgesperrt, meidet die Bereiche und bleibt zu Hause“, so der Aufruf der Stadt an die Bevölkerung. Drei Menschen wurden in Dänischenhagen bei Kiel erschossen. Stundenlang befand sich der mutmaßliche Täter auf der Flucht, bei ihm soll es sich um einen Jäger handeln.

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Nachdem der 47-jährige Zahntechniker Hartmut F. seine Ehefrau und Mutter seiner vier Kinder Hanna (43), deren neuen Freund und Kite-Surfer Tobias H. (53) und seinen eigenen Kumpel Carsten B. (52) erschossen haben soll, war das mutmaßliche Motiv schnell gefunden: Eifersucht. Mittlerweile liegt der Fall Dänischenhagen ein halbes Jahr zurück. Ende November erhob die Staatsanwaltschaft dann Anklage gegen Hartmut F. wegen Mordes in drei Fällen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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