Wieviele Bomben liegen noch in Hamburg?

Die Gefahr schlummert täglich weiter: 15 Weltkriegsbomben nur in 2021 entschärft

  • Elias Bartl
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15 hochgefährliche Sprengbomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden dieses Jahr in Hamburg bereits entschärft. Ungewiss und gefährlich: Wie viele liegen noch da?

Hamburg – Der Bauboom in Hamburg sorgt nicht nur für mehr Wohnraum für die Hamburger, sondern auch dafür, dass der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr ordentlich zu tun hat.

Bereits 15 gefährliche Sprengbomben aus dem Zweiten Weltkrieg mussten dieses Jahr entschärft werden. 2020 waren es im gesamten Jahr lediglich acht solcher Bomben.  Allein zwischen Mitte August und Anfang September war der Kampfmittelräumdienst fünfmal am Großmoordamm in Gut Moor im Einsatz, um jeweils eine 1000-Pfund-Bombe zu entschärfen.

Der Kampfmittelräumdienst im Einsatz. (Symbolbild)

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Mehr als 100.000 Tonnen Bomben fielen auf Hamburg: Von wie vielen noch eine Gefahr ausgeht, ist unklar

Wie viele Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg noch im Hamburger Boden oder in Gewässern liegen, ist unklar. Hamburg war im Zweiten Weltkrieg Ziel schwerster Luftangriffe. Nach Schätzungen fielen über 100 000 Tonnen Bomben auf die Hansestadt. 12 bis 13 Prozent davon sollen nicht explodiert sein und liegen teilweise noch unter der Erde. Von diesen nicht detonierten Bomben geht mit der Zeit eine immer größer werdende Gefahr aus. Durch die zunehmende Korrosion der Bomben wächst auch die Gefahr einer plötzlichen Detonation.

1,7 Millionen Euro pro Jahr kostet die Entschärfung – Bund trägt Teil der Kosten

Wer für die Kosten einer Bombenentschärfung aufkommt, hängt von der Herkunft des Blindgängers ab. Handelt es sich um eine deutsche Bombe, erstattet der Bund die Kosten vollständig. In den meisten Fällen geht es in Hamburg jedoch um Kampfmittel der Alliierten, die britische oder amerikanische Bomber abwarfen. Hier teilen sich die Stadt Hamburg und der Bund die Kosten, wie der Senat erklärte. Im Jahr 2019 musste die Stadt fast 1,7 Millionen Euro dafür aufwenden. (DPA/EB) * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Rubriklistenbild: © Sebastian Peters

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