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DHL: Klimafreundlicher „Bahntransport“ über Umschlagbahnhof Billwerder

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Von: Christian Einfeldt

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Ein Service der Deutschen Post DHL Group verspricht Klimafreundlichkeit beim Paketversand. Im Norden können Sendungen über Hamburg-Billwerder verschickt werden.

Hamburg – Wenn es in Hamburg um das Klima und Klimafreundlichkeit geht, dann bringt der geneigte Bewohner oder die geneigte Bewohnerin der Hansestadt Hamburg in erster Linie vermutlich am ehesten mit den „Fridays For Future“-Demos in Verbindung. Dann vielleicht mit den Fragen, welche Folgen der Klimawandel für Hamburg hat. Aber mit der Deutschen Post und DHL? Dabei setzt auch die Deutsche Post DHL Group auf Klimafreundlichkeit.

Den Transport von Paketen auf Schienen konnte DHL nach eigenen Angaben seit Anfang 2021 verdreifachen. Nun sind es rund sechs Prozent aller Sendungen, die mit Zug statt Lkw von A nach B befördert werden. Kundinnen und Kunden der Deutschen Post DHL Group können den klimafreundlichen Service in der DHL-App oder auf der Website der Deutschen Post auswählen. Hamburg-Billwerder dient als Umschlagplatz.

Was hinter der Funktion „Bahntransport“ steckt und inwiefern sie einen zu verkraftenden Nachteil birgt.

Unternehmen:DHL
CEO:John Pearson (1. Jan. 2019–)
Hauptssitz:Bonn
Umsatz:81,75 Milliarden EUR (2021)

Versand der Zukunft: DHL- und Post-Sendungen per „Bahntransport“ über Hamburg-Billwerder

Der „Bahntransport“ erfolgt im Norden immer wieder über den Umschlagbahnhof in Billwerder. Am Terminal der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene – Straße (DUSS) mbH landen erst einmal alle Sendungen – egal ob aus Hamburg oder Schleswig-Holstein. Die neue DHL-Funktion ist noch im Aufbau. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, können Endstationen wie Nürnberg, München oder Stuttgart bereits erreicht werden. Manche Zielorte fehlen jedoch. Das soll sich bald ändern. Mit dem „Bahntransport“ verfügen Kundinnen und Kundin von DHL und der Deutschen Post über einen Service, der einen klimafreundlichen Versand möglich macht.

Es ist der Transport der Zukunft, der nach Angaben der Deutschen Post DHL Group schon bald 20 Prozent aller Sendungen mit dem Zug verschicken will. Schon jetzt könne man auf diesem Wege 30 Prozent der Emissionen, die ein gewohnter Versand mit Lkw ausstößt, einsparen. Entsprechend bedacht zeigt sich DHL, den Service weiter auszubauen. Kooperationen mit Partnern laufen auf Hochtouren. Auch mit der Deutschen Bahn befindet man sich weiter in Gesprächen.

DUSS-Terminal Hamburg Billwerder. DHL-Bote.
Ein neuer DHL-Service bietet einen klimafreundlichen Versand per Zug über Hamburg-Billwerder an. (Symbolbild) © Jonas Walzberg/dpa und Michael Gstettenbauer/Imago

Neues DHL-Angebot: „Bahntransport“ spart monatlich 1.200 Tonnen Kohlendioxid

Zuletzt stellt die Deutsche Post Änderungen vor, die ab sofort Millionen von Menschen betreffen. In einer Pressemitteilung äußerte sich die Deutsche Post DHL Group zuletzt auch zum Paket-Versand von morgen: „Die verbleibenden Emissionen werden durch Investitionen in weitere klimafreundliche Infrastruktur von Deutsche Post DHL vermieden“. Laut Unternehmenssprecher Stefan Laetsch ist damit gemeint, dass „umweltfreundliche Technik an Standorten und in Fahrzeugen“ ausgebaut wird. Lastwagen, die mit Biogas betrieben werden, E-Autos oder Zentren, die auf Solardächer und Wärmepumpen setzen – so möchte das Unternehmen einen Beitrag zum Klimawandel leisten, der auch in Hamburg allgegenwärtig ist.

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Per „Bahntransport“ werden Pakete in der Regel nachts verschickt – die schnellste Möglichkeit den Zielort zu erreichen. Denn das ist das bislang einzige Manko: Laut des Hamburger Abendblattes muss man bei einer Paketlieferung bis zur Zustellung mitunter 24 Stunden mehr einplanen als beim Lkw-Transport. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum die zusätzliche Wartezeit zu verschmerzen ist: Schon jetzt spart die DHL, zuletzt in den Schlagzeilen aufgrund einer frechen Botschaft eines Paketzustellers, mehr als 1.200 Tonnen Kohlendioxid monatlich ein. Weitere Emissionseinsparungen sollen folgen – bis DHL und Deutsche Post zufolge der hochgesteckten Ziele 2050 dann „komplett emissionsfrei“ sein könnte.

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