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Demo in der Schanze: Linksaktivisten protestieren gegen Räumung in Berlin

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Von: Sebastian Peters, Elias Bartl

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Demonstration in Hamburg. Statt erwarteten 200 Teilnehmern sind 700 auf die Straße gezogen. In Solidarität zur Köpi-Räumung in Berlin haben Linksautonome zur Demo aufgerufen.

Hamburg – Nachdem am Freitag, 15. Oktober 2021, in Berlin das linksautonome Camp Köpi mit schwerem Gerät geräumt wurde, fand am gleichen Tag in Hamburg eine Soli-Demo statt. Zuvor hatten mehrere Twitter-Accounts, die der linken Szene zuzuschreiben sind, für eine spontane Demo um 20:00 Uhr geworben.

Demonstration in der Schanze: Aus Solidarität geht die Hamburger Linke-Szene auf die Straße

Demo in der Schanze
Die Demonstranten wurden an der Flora mit Feuerwerk empfangen. © Sebastian Peters

Die Demonstration wurde zuvor nicht angemeldet, die Polizei Hamburg hat aber durch den Aufruf im Internet davon mitbekommen und sich auf rund 200 Teilnehmer eingestellt. Die Einsatzkräfte gingen bereits zu Anfang von einer aggressiven Grundstimmung der Autonomen aus.

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Um genau 20:00 Uhr stürmten plötzlich mehrere schwarz vermummte Personen mit zahlreichen Bannern aus der Roten Flora. Weitere Demonstranten schlossen sich zügig an. Der unangemeldete Aufzug wollte von der Roten Flora in Richtung Sternbrücke laufen. Polizeikräfte, die sich anfänglich dem Aufzug in den Weg stellten, mussten einige Teilnehmer zurückschubsen. Zeitgleich wurden drei Wasserwerfer aufgefahren.

Demo in der Schanze.
Mit einem „besonderen“ Schild hat ein Demonstrant versucht, die Polizisten zu ärgern. © Elias Bartl

Erst nachdem eine Person den Aufzug offiziell als spontane Demonstration angemeldet hatte, ging es weiter. In schnellem Tempo ging der Aufzug, der zeitweilig auf 700 Personen anwuchs, von der Roten Flora zur Sternbrücke über die Stresemannstraße wieder in Richtung der Roten Flora.

Polizeiwache an der Stresemannstraße angegriffen: Steine zertrümmern Scheibe im ersten Obergeschoss

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Ein Stein liegt auf dem Boden vor der Polizeiwache an der Stresemannstraße
Die Polizeiwache an der Stresemannstraße wurde aus der Demonstration mit Steinen beworfen. © Sebastian Peters

Als der Aufzug mit seinen 700 Teilnehmern an der Polizeiwache 16 vorbeilief, fliegen plötzlich Gegenstände aus dem Antifablock. Mit Steinen, einer Flasche und Pyrotechnik wird die Wache beworfen. Ein Fenster im ersten Obergeschoss wird beschädigt.

Ohne Zwischenstopp ging es anschließend direkt zur Roten Flora. Nach einer kurzen Abschlusskundgebung löste sich die Veranstaltung auf. Trotz Steinwürfen und Pyrotechnik wurde keine Person verhaftet, wie die Polizei auf 24hamburg.de Nachfrage bestätigt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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