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Demo Hamburg: Zehntausende an der Reeperbahn – die besten Bilder

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Von: Kevin Goonewardena, Elias Bartl

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Fridays for Future ruft bundesweit zur Friedensdemo auf. In Hamburg folgten mindestens 20.000 Schüler dem Aufruf. Auch Luisa Neubauer sprach bei der Kundgebung an der Reeperbahn.

Hamburg – Schon kurz nach der Invasion Russlands in der Ukraine am vergangenen Donnerstag versammelten sich in Hamburg spontan Menschen vor dem Generalkonsulat Russlands zu einer Kundgebung, um gegen den Einmarsch von Putins Truppen im Nachbarland zu demonstrieren. Einen Tag später funktionierten die Umwelt-Aktivisten von Fridays for Future ihre Protestkundgebung kurzerhand zur Friedenskundgebung um, rund 4500 Teilnehmer protestierten gegen den Putin-Krieg und folgten damit dem Aufruf der Gruppe. Während in Berlin bereits am vergangenen Wochenende mindestens 100.000 Menschen gegen den Krieg auf die Straße gingen, steht eine solche Großdemo in Hamburg erst bevor.

Auf dem Spielbudenplatz in Hamburg steht eine Menschenmenge mit Plakaten und Fahnen in Blau und Gelb – den Farben der Ukraine. Am Donnerstag, dem 03.03.2022 findet in Hamburg eine Demo von Fridays for Future Demo gegen den Krieg in der Ukraine statt.
Vor allem junge Menschen sind dem Aufruf von Fridays for Future gefolgt und haben sich ab 11:30 Uhr auf dem Spielbudenplatz in Hamburg versammelt. Sie wollen gegen den Krieg in der Ukraine demonstrieren und ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine ausdrücken. © Elias Bartl

Das Warm-Up gab es schon am heutigen 03.03 am Spielbudenplatz an der Reeperbahn. Fridays for Future hatten zur Demo aufgerufen, mindestens 20.000 Teilnehmer kamen, um ihre Ablehnung des Kriegs in der Ukraine und Solidarität mit den Menschen zu zeigen. 24hamburg.de war vor Ort.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen
Stadtoberhaupt:Erster Bürgermeister Peter Tschentscher

Ukraine Demo: Zehntausende an der Reeperbahn – Luisa Neubauer spricht

„Für eine sichere Welt kämpfen“ hatte Luisa Neubauer, Deutschlands bekanntester Kopf der Fridays for Future Bewegung im Vorfeld gesagt, wolle man und zu Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine aufgerufen. Mindestens 20.000 Menschen folgten alleine ihrem Aufruf in Hamburg. Hamburgs Schulsenator Thies Rabe gab den Schülerinnen und Schülern für den Protest sogar offiziell schulfrei. Auch Neubauer selbst war in Hamburg vor Ort und sprach zu den Demonstranten.

Demonstrierende gegen den Ukraine-Krieg am 03.03.2022 in Hamburg
Auf Schildern die Demonstranten deutlich, was sie von dem Krieg in der Ukraine und Russlands Präsident Wladimir Putin halten. © Elias Bartl

Die Aktivistin erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass Putin den Krieg durch den Verkauf von Erdgas und Erdöl finanziere. Fossile Energieträger also, die, die Fridays for Future-Bewegung um Neubauer und Greta Thunberg ablehnen und gegen die Verwendung und Förderung sich der seit rund zwei Jahren global stattfindender Protest der Bewegung richtet.

„Wir finanzieren diesen Krieg durch das Geld, welches wir jeden Tag für fossile Energien an Putin überweisen“

Fridays for Future-Kopf Luisa Neubauer in Hamburg am 03.03.2022

Mit tosendem Applaus nahmen die Demonstranten von Fridays for Future die Rede Neubauers in Hamburg auf. Diese zeigte sich am Spielbudenplatz vor Zehntausenden kampfeslustig: „Niemand kann uns abhalten hier heute zu demonstrieren“

Fridays for Future-Kopf Luisa Neubauer spricht am Hamburger Spielbudenplatz zu den Demonstrierenden
Fridays for Future-Kopf Luisa Neubauer spricht am Hamburger Spielbudenplatz zu den Demonstrierenden. Sie erinnerte daran, wie der Krieg finanziert wird: Etwa durch die Einnahmen aus dem Verkauf von fossiler Energien wie Erdöl und Erdgas. © Elias Bartl

Fridays for Future Demo in Hamburg: Ukraine-Krieg nimmt Schüler mit

Manche der Teilnehmer sind ansonsten nicht bei Deationen anzutreffen, auch nicht bei denen von Fridays for Future. So ist die Kundgebung am Spielbudenplatz etwa für Antonia (Schülerin, 19) die erste Demo überhaupt: Sie sagt gegenüber 24hamburg.de: „Es ist das erste Mal, dass ich demonstriere, aber der Krieg in der Ukraine nimmt mich so mit, dass ich wenigstens irgendetwas machen muss.“

Demonstration der Fridays for Future-Aktivisten gegen den Ukraine-Krieg am 03.03.2022 in Hamburg
„No More War. Another World Is Possible“ ist auf dem Banner der Fridays for Future-Aktivisten am 03.03.2022 in Hamburg zu lesen. © Elias Bartl

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Ukraine Proteste am Wochenende in Hamburg: Weitere Demos geplant

Demonstration der Fridays for Future-Aktivisten gegen den Ukraine-Krieg am 03.03.2022 in Hamburg
Kein Durchkommen mehr auf dem Spielbudenplatz: Hamburg am 03.03.2022 bei der Fridays for Future-Friedensdemonstration gegen den Ukraine-Krieg. © Elias Bartl

Weitere Demonstrationen sind noch im Verlauf der Woche in Hamburg geplant, die bisher größte Kundgebung soll voraussichtlich am Sonnabend steigen. *24hamburg.de und merkur.de Angebote von IPPEN.MEDIA

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