Stau für mehr Stütze

Demo Hamburg: Taxi-Korso gegen Corona-Politik versperrt Straßen

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Rund 150 Taxis schlossen sich in Hamburg zu einem Demo-Korso zusammen. Die Taxifahrer fordern mehr Hilfen von der Politik.

  • Hunderte Taxis fuhren am Donnerstag, 10. Dezember, im Demo-Korso durch Hamburger Innenstadt.
  • Die Demo richtete sich an die Hamburger Politik – Taxigewerbe fühlt sich nicht genügend unterstützt.
  • Um 11.30 Uhr setzte sich der Auto-Korso in Bewegung – Verkehrschaos auf zahlreichen Straßen.

Update vom 10. Dezember, 15.30 Uhr: Hamburg – Wie angekündigt rollten am Montag, 10. Dezember, pünktlich ab 11.30 knapp 150 Taxis von der Glacischaussee in Richtung Hamburger Gerichte. Laut hupend fuhren sie die Route ab und sorgen zeitweise für Staus. Der Demoveranstalter erklärte im Interview mit dem NDR erneut, dass viele Existenzen im Taxigewerbe gefährdet und Hilfen bisher nicht angekommen seien. Viele Soloselbstständige Taxifahrer müssten deshalb bis zu 12 Stunden täglich hinter dem Steuer sitzen, um ihre Kosten zu decken.

Hamburg: Taxi-Streik – Stau in der Innenstadt  

Update vom 10. Dezember, 12.05 Uhr: Hamburg – Seit einer halben Stunde rollt der Demo-Korso der Hamburger Taxifahrer durch die Innenstadt. Mittlerweile staut es sich auf der Route von der Glacischaussee, über den Sievekingplatz bis zum Gänsemarkt. Als Nächstes wird der Demo-Korso zum Jungfernstieg und dann über den Ballindamm zum Glockengießerwall fahren. Wann der Korso am Gänsemarkt 36 enden soll, ist weiterhin nicht bekannt.

Hamburg: Taxi-Streik in der Corona-Krise – Verkehrschaos droht

Update vom 10. Dezember, 08.30 Uhr: Noch ist alles ruhig in der Hamburger Innenstadt. Doch ab 11.00 Uhr könnte es vor allem rund um die Glacischaussee voll werden. Denn dann, wollen sich hunderte Taxis in Richtung Hamburger Gerichte aufstellen. Ab 11.30 Uhr rollt der Demo-Korso dann zunächst über die Glacischaussee, den Sievekingplatz und den Johannes-Brahms-Platz. Dann macht der Korso einen großen Bogen vom Jungfernstieg über den Ballindamm bis hin zur Willy-Brandt-Straße. Enden soll der Demo-Korso am Gänsemarkt 36. Wie lange der Demo-Korso unterwegs sein wird, ist bisher nicht bekannt. Daher ist ab 11.30 im gesamten Innenstadtbereich mit Einschränkungen und Staus zu rechnen.

Corona in Hamburg: Taxifahrer planen Demo-Korso – Verkehrschaos droht

Erstmeldung vom 09. Dezember, 16.57 Uhr:

Hamburg – Unter dem Aufruf „Finanzielle Unterstützung des Taxigewerbes“ wollen Hamburgs Taxifahrer auf ihre brenzlige Situation während der Corona-Krise aufmerksam machen. Am Donnerstag, 10. Dezember 2020, werden deshalb etwa 100-150 Taxis ab 11 Uhr zu einer Demo in der Hansestadt erwartet. Zahlreiche Straßen sollen abgefahren werden. Es droht ein Verkehrschaos.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Vorwahl:040
Bürgermeister:Peter Tschentscher
Hamburgs Taxifahrer fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. (Montage-24hamburg.de)

Taxi-Demo in Hamburg: Wo am Donnerstag Verkehrschaos droht

Die Teilnehmer der Taxi-Demo wollen sich am Donnerstagvormittag um 11 Uhr in der Glacischaussee Richtung Fernsehturm aufstellen und dann ab 11.30 in einem 150 Teilnehmer starken Auto-Korso die Innenstadt abfahren. Folgende Straßen sollen nach Angaben der Hamburger Behörde befahren werden:

  • Glacischaussee – Sievekingpaltz – Johannes-Brahms-Platz – Dragonerstall
  • Valentinskamp – Dammtorstraße – Gänsemarkt – Jungfernstieg – Ballindamm
  • Ferdinandstor – Glockengießerwall – Steintorwall – Klosterwall – Steinstraße – Speersort
  • Domstraße – Willy-Brandt-Straße – Ludwig-Erhard-Straße – Düsternstraße
  • Stadthausbrücke – Graskeller – Rödingsmarkt – Großer Burstah – Große Johannisstraße
  • Rathausmarkt – Mönckebergstraße - Bergstraße – Jungfernstieg – Gänsemarkt 36

Corona in Hamburg: Taxifahrer von direkten Folgen der Corona-Krise betroffen

In Hamburg rollen aktuell knapp 3200 Taxis über die Straßen. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie fürchten viele Hamburger Taxifahrer nun aber um ihre Existenz. Klar, denn die üblichen Fahrten zum Theater, Restaurant oder Club fallen in diesem Jahr komplett weg. Für viele zählt auch die Fahrt zum Hamburger Flughafen oder Hauptbahnhof zu den Hauptgeschäftsfahrten. Da wegen Corona aber kaum Touristen in der Stadt sind, gibt es auch solche Fahrten kaum.

In einem Brief an Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann sprechen die Initiatoren der Demonstration von einem Einbruch der Taxi-Nachfrage in Höhe von 80 bis 90 Prozent. Nach eigenen Aussagen sei es für das Taxigewerbe in Hamburg längst „fünf vor zwölf“ und ein weiterer Lockdown bis in den Januar hinein ohne Hilfe für die Taxi-Betreiber nicht mehr zu stemmen.

Hamburg: Taxifahrer fordern in der Corona-Krise Unterstützung von der Politik

In dem Brief an den Wirtschaftssenator Westhagemann fordern Hamburgs Taxifahrer deshalb, das Taxigewerbe offiziell zu den indirekten Betroffenen des Corona-Lockdowns zu zählen. Denn dann hätten sie einen Anspruch auf finanzielle Überbrückungshilfen. Derzeit können Hamburgs Taxifahrer beispielsweise noch keine Novemberhilfen beantragen. Möglich wäre die Beantragung von Kurzarbeiter-Geld. In einer Pressemitteilung heißt es dazu allerdings: „Weil Kunden für Taxis nicht wie Produkte am Fließband im kalkulierbaren Rhythmus durch den Arbeitstag gleiten, kann das Taxigewerbe durch Kurzarbeit nichts abfedern“.

Es sei außerdem nicht nachvollziehbar, warum Ladenbetreiber ihre Ladenmiete bei der Überbrückungshilfe anerkennen lassen können, Taxifahrer aber keine Kosten für das Taxi. Dabei sei für Taxifahrer das Auto doch sowas wie der Laden für Einzelhändler. Deshalb und weil andere Verkehrsbetriebe schon Hilfen aus der Politik erhalten haben, fühlen sich die Taxifahrer benachteiligt. „Während der HVV von der Stadt Hamburg höchstpersönlich gerettet wird, so wie die Lufthansa vom Bund, steht das Hamburger Taxigewerbe mit dem Rücken zur Elbe“, heißt es dazu in der Pressemitteilung des Hamburger Taxigewerbes.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

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