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Delikte an Kindern im Netz: Massiver Anstieg schockiert

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Von: Elias Bartl

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Im Vergleich zu 2020 hat sich die Zahl der abgeschlossenen Verfahren der Straftaten an Kindern im Netz im Berichtsjahr mit 1.227 Fällen fast verdreifacht.

Hamburg – Am Donnerstagvormittag stellte Hamburgs Innensenator Andy Grote zusammen mit LKA-Chef Mirko Streiber und Polizeipräsident Ralf Meyer die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2021 vor. Die Kriminalität in Hamburg ist in den meisten Bereichen im letzten Jahr stark zurückgegangen.

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Verbrechenszahlen auf einem Rekordtief: Innensenator rechnet 2022 wieder mit Anstieg

Die Zu- und Abnahmen der Fallzahlen in der Kriminalstatistik.
Die Zu- und Abnahmen der Fallzahlen in der Kriminalstatistik. © Polizei Hamburg

Grund für den Rückgang der Straftaten, besonders bei den Wohnungseinbrüchen, ist laut Aussage von Polizeipräsident Meyer die aktuelle Corona-Pandemie, da sich damit verbunden viele Hamburger tagsüber zu Hause befinden. Im Vergleich zu 2020 gab es so im vergangenen Jahr 1238 weniger Wohnungseinbrüche. Innensenator Grote rechnet daher auch im Jahr 2022 wieder mit einem Anstieg dieser Zahlen. Ziel der Polizisten sei es aber auch, 2022 weniger Straftaten als in der Statistik 2019 zu verzeichnen.

Dramatischer Anstieg bei Delikten an Kindern im Netz: Rekordanstieg von 183 Prozent

Gewalt gegen Kinder
(gestellte Szene) © Karl-Josef Hildenbrand/DPA

Neben diesem Rückgang der Fallzahlen in den meisten Bereichen der Kriminalstatistik gibt es auch einen Bereich, in dem die Fälle so hoch sind wie nie zu vor. Die Verbreitung pornografischer Schriften stieg um 793 Fälle auf 1.227 Fälle. Das ist ein Rekordanstieg von 183 Prozent! Deutlich angestiegen sind die im Internet begangenen Delikte im Zusammenhang mit Kinderpornografie. Dies ist zu einem großen Teil auf die von US-Behörden an das BKA gemeldeten Verdachtsfälle von Kinderpornografie zurückzuführen. Zudem nehmen die Taten von Jugendlichen immer mehr zu, die diese Inhalte in Chatgruppen austauschen.

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Der deutlichste Fallzahlenanstieg um 979 Fälle (30 Prozent) auf 4.290 Fälle war im Bereich Bedrohung festzustellen und ist auf eine Strafrechtsänderung zurückzuführen. Bislang war nur die Bedrohung mit einem Verbrechen strafbar. Seit 03.04.2021 sind auch Drohungen mit Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen Sachen von bedeutendem Wert, die sich gegen die Betroffenen oder ihnen nahestehende Personen richten, strafbar. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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