Eine Organisation im Wandel

Polizeipräsidium Hamburg: Zentrale der Exekutive im „Alsterdorfer Stern“

  • Susanne Kröber
    VonSusanne Kröber
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Das Polizeipräsidium Hamburg erstrahlt im „Alsterdorfer Stern“ in der City Nord. Aber auch im Internet und den sozialen Medien zeigt sich das Präsidium offen und modern und schafft so Transparenz und Bürgernähe.

Hamburg – Das Polizeipräsidium Hamburg ist der Sitz der Landespolizei der Freien Hansestadt Hamburg, auch genannt POL-HH. Seit Januar 2000 befindet es sich in dem modernen, strahlenförmigen Neubau am Bruno-Georges-Platz 1 in Winterhude im Ortsteil City Nord.

Die Adresse liegt unmittelbar an der U-Bahn-Station Alsterdorf. Vom Hamburger Hauptbahnhof ist die Haltestelle Alsterdorf direkt mit der Linie U1 zu erreichen. Auch der Hamburger Stadtpark, der mit der U-Bahn-Linie U3 und der Schnellbahnlinie S1 angefahren werden kann, liegt in der Nähe.

Adresse:Bruno-Georges-Platz 1, 22297 Hamburg
Öffnungszeiten:Rund um die Uhr geöffnet
Telefon:040 428650
Polizeipräsident:Ralf Martin Meyer (seit 2014)
Architekten:Jens Bothe, Kai Richter und Hadi Teherani
Ehrenkommissareu.a. Jan Fedder, Heidi Kabel, Uwe Seeler, Freddy Quinn

Bei einer Anfahrt mit dem eigenen Pkw gibt es rund um das Polizeipräsidium zahlreiche Möglichkeiten zu parken, wie den P+R Parkplatz Lattenkamp oder die Parkplätze am Mexikoring, die sich auch direkt am Hamburger Stadtpark befinden.

Polizeipräsidium Hamburg: Der neue Polizeistern

Das Polizeipräsidium Hamburg saß vor seinem großen Umzug im Jahr 2000 in den zehnstrahligen Stern in Winterhude in einem Hochhaus am Berliner Tor. Nachdem das alte Gebäude nach und nach zu klein für die Mammutbehörde wurde, bietet der neue Polizeistern mit insgesamt 30.000 Quadratmetern nun genügend Platz für die 1.800 Beamten.

Zusätzlich konnten eine neue Kantine und die zahlreichen Dienststellen, die bisher teilweise über die Stadt verstreut waren, im Polizeipräsidium untergebracht werden.

Das Polizeipräsidium Hamburg besticht durch seine sternenförmige Architektur.

Entworfen haben den Rundbau die BRT Architekten Jens Bothe, Kai Richter und Hadi Teherani. Die neue Adresse steht symbolträchtig für Bruno Georges (1892-1968), den ersten Polizeipräsidenten Hamburgs nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

Seit 2014 wird das Polizeipräsidium von Hamburgs Polizeipräsidenten Ralf Martin Meyer geleitet. Er löste Wolfgang Kopitzsch nach nur zwei Jahren ab. Davor leitete Werner Janotsch acht Jahre als Polizeipräsident das Präsidium.

Hamburger Polizeipräsidium: Eine kurze Geschichte

1814 wurde die Polizeibehörde in Hamburg gegründet. Nachdem zunächst die Militärregierung der britischen Besatzungszone für die Polizei in Hamburg zuständig war, wurde die Polizeiverwaltung 1923 in Hamburg-Altona und Hamburg-Wandsbek verstaatlicht, und die Ausübung der Sicherheitspolizei besonderen staatlichen Beamten übertragen.

1937 wurde diese aufgelöst und in die Hamburger Polizeiverwaltung eingegliedert. Das Hamburger Polizeipräsidium befand sich bis 1962 im DAG-Haus am heutigen Johannes-Brahms-Platz. Anschließend wurde der Neubau am Berliner Tor bezogen und dieser wiederum im Jahr 2000 von seinem jetzigen Standort am Bruno-Georges-Platz abgelöst.

Die Polizei Hamburg – groß vertreten im Internet und auf Social Media

Dass das Polizeipräsidium Hamburg nicht nur architektonisch modern und fortschrittlich ist, zeigt sich auch an seinem Internetauftritt, wo es auf diversen Social-Media-Plattformen vertreten und aktiv ist.

Über die Internetseite der Polizei Hamburg erhalten die Besucher einen guten Überblick über das Organigramm, die verschiedenen Zuständigkeiten, Bereiche, News und Kontaktmöglichkeiten, so unter anderem:

  • Veröffentlichungen über aktuelle Geschehnisse
  • Fahndungen und Diebesgutdatenbanken
  • Möglichkeiten der Kontaktaufnahme, sei es für Notfälle, in denen der Polizeinotruf per Telefon oder Fax (für Gehörlose) über die Telefon-/Faxnummer 110 verständigt werden soll, oder die Kontakte der diversen Dienststellen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder die Anti-Drogen-Hotline, an die sie sich jeder mit seinen Fragen wenden kann
  • Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen und Ausschreibungen
  • Prävention und Opferschutz
  • Vorstellung der Mitglieder der Hamburger Polizeibehörde
  • Karriere: Hier können Interessierte Bewerbungen auf eine Ausbildung, ein Studium, ein Praktikum aufgeben oder die aktuellen Stellenangebote einsehen
  • Polizeimuseum und Shop
  • Social Media: Links zu den verschiedenen Plattformen, wie Twitter oder Youtube, wo unter anderem die monatlichen Updates zur Akademie der Polizei Hamburg hochgeladen werden

Polizeipräsidium Hamburg und das Polizeisozialwerk Hamburg

Auch sozial ist die Polizei Hamburg stark vertreten. Unterstützung von der Sozialen Hilfskasse der Polizei Hamburg ist über die Polizeisozialwerk Hamburg GmbH zu bekommen, die von der Gewerkschaft der Polizei Hamburg gegründet wurde.

Das Reisebüro der Gewerkschaft gibt es seit 1994 und richtet sich speziell an Polizei- und Justizvollzugsbeschäftige und deren Angehörige. Über deren Internetseite PSW-Reisen können Interessenten günstige Reisen buchen.

Das Polizeipräsidium Hamburg und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer in den Schlagzeilen

Der Leiter des Hamburger Polizeipräsidiums Ralf Martin Meyer war zuletzt in den Schlagzeilen, als er die LKA-Spitze untersuchen ließ, nachdem diese mit schweren Vorwürfen auf „verbotene Ermittlungsmethoden“ zu kämpfen hatte.

Die neu gegründete Cold-Cases-Einheit der POL-HH war zur Aufklärung alter ungelöster Kriminalfälle ins Leben gerufen worden, und mit Steve Baack als Chef setzte man große Hoffnung in sie. Doch leider wurde diese Hoffnung bitter enttäuscht, nachdem Baack abgesetzt wurde, weil eine Richterin schwere Vorwürfe gegen die ermittelnde Einheit erhoben hatte.

Viele Menschen kennen die Hamburger Polizei und deren fiktive Geschichten aus der Fernsehsendung „Großstadtrevier“. Jahrelang wurde diese mit Fernseh-Kommissar Jan Fedder im ARD ausgestrahlt. Zudem stand das Polizeipräsidium Hamburg auch als Drehkulisse für den ARD-Tatort zur Verfügung. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa/picture alliance

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