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CSD in Hamburg: Straßen-Parade mit buntem Programm

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Von: Johannes Rosenburg

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Der CSD findet jedes Jahr als bunter Abschluss der Pride Week mit einer Parade durch die City statt. Was Besucher wissen müssen.

Hamburg – Der CSD während der Pride Week ist inzwischen fester Bestandteil des Hamburger Sommers und der queeren LGBTQIA+-Szene der Stadt. LGBTQIA+ steht für alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, queeren, intersexuellen und asexuellen Menschen – willkommen ist hier aber absolut jeder, der Lust auf eine garantiert laute, verrückte und bunte Party hat.

Pride Week mit CSD in Hamburg 2022 – Terminauswahl
30. Juli bis 7. August 2022Pride Week in Hamburg
30. Juli 2022 Pride NightEröffnung der Pride Week
6. August 2022 CSD - Christopher Street DayCSD-Demo durch Hamburgs Innenstadt

Besucher aus der ganzen Welt werden erwartet und stehen ein für mehr Offenheit und Toleranz. Die ganze Woche ist gespickt mit einem vielfältigen Programm und vielen Highlights. Das große Finale ist die Hamburg Pride Parade, der fulminante Höhepunkt des Christopher Street Days (CSD) mit einem großen Straßenfest und einer Demo. Die Hamburg Pride Parade ist die größte queere Veranstaltung zum Christopher Street Day in der Hansestadt und bildet den Abschluss der Pride Week.

Pride Parade zum CSD in Hamburg: Die Fakten zu den Partys

Der Christopher Street Day beginnt in Hamburg mit der Pride Week, in der es eine Woche lang ein gemischtes und kulturelles Programm zu erleben gibt. Dazu gehören beispielsweise die Lesbisch Schwulen Filmtage sowie zahlreiche Ausstellungen und Theateraufführungen. Weiterhin veranstaltet der Hamburg Pride Verein viele Partys, die in verschiedenen Locations der Stadt gefeiert werden.

Am Ende der Pride Week folgt der Höhepunkt der Festivitäten mit dem Straßenfest und der beliebten Hamburger Pride Parade mit ihrem ausgelassenen Umzug bunter und kreativ geschmückter Trucks. Meist geht es rund um den Hamburger Hauptbahnhof und St. Georg. Die Strecke könnte sich allerdings auch mal verändern, daher lieber vorher mal nachfragen. Selbstverständlich ist nicht nur die queere LGBTQIA+-Community zu dem rauschenden Fest geladen – zum Hamburg Pride ist jede und jeder willkommen, der und die eine bunte Vielfalt feiern und leben will.

Der CSD und die Straßen-Parade auf einen Blick:

Die Parade zum Christopher Street Day (CSD) zieht durch die Innenstadt. Die Demonstranten schwenken Regenbogenflaggen und halten ein großes Transparent in der ersten Reihe. Im Hintergrund sind die Trucks zu sehen.
Christopher Street Day Parade und CSD Demo in Hamburg 2019. © Markus Scholz/dpa

Anfahrt zum CSD in Hamburg

Die Veranstaltungsorte liegen meist zentral mitten in Hamburg, damit ist die Anfahrt denkbar einfach. Innerhalb des HVVs kommen Besucher und Besucherinnen überall mit den S- und U-Bahnen hin und können ausgelassen mitfeiern. Viele der einzelnen Events sind kostenlos, wie die Hamburg Pride Parade und Demonstration oder der Regenbogentag und das Straßenfest. Der Fokus liegt gut erreichbar in den Bereichen Innenstadt, Jungfernstieg und St. Georg. Für andere, wie die Eröffnungs- und Abschlussparty, gibt es bezahlbare Tickets entweder im Internet oder bei den gängigen Vorverkaufsstellen.

CSD und die Hamburg Pride in Corona-Zeiten

Im Jahr 2020 ließen es sich die Veranstalter der Pride Week nicht nehmen ein Zeichen gegen Diskriminierung und für die Gleichberechtigung von Anders-Sexuellen Menschen zu setzen. Rund 2.500 Menschen radelten bei der Ersatz-Fahrrad-Demo zum CSD durch die Hansestadt.

Aufgrund niedriger Inzidenzwerte kam es im Juli und August 2021 wieder zu einem bunten Programm. Wenn auch noch nicht ganz wieder nach dem Vor-Corona-Kolorit. Anstatt viele Veranstaltungen in eine Woche zu drängen wurde die Hamburg Pride Week zu mehreren Pride Weeks ausgebaut. Neben Vor-Ort-Veranstaltungen gab es viele Online- oder Hybrid-Events. Das Programm des Hamburger Christopher Street Days 2021 trug das Motto „Keep on Fighting. Together.“ Die Regenbogenfahne wehte erneut am Hamburger Rathaus.

Die erste Hamburg Pride Parade – Geschichte des Christopher Street Days und der Regenbogenflagge

Die Geschichte des CSD in Hamburg reicht bereits weit zurück: Schon 1980 demonstrierten Schwule und Lesben bei der sogenannten Stonewall-Demonstration erstmals für ihre Rechte. Und schon damals gab es ein Motto, das den Ton angab: „Gegen die Diskriminierung der Homosexuellen. Wir sind viele!“

Damals waren rund 1.500 Leute beteiligt. Im Jahr 2020 feierte der CSD inzwischen sein 40-jähriges Bestehen mit mittlerweile rund 250.000 Menschen. An diesen Tagen stehen nicht mehr nur Homosexuelle im Fokus, sondern die gesamte LGBTQIA+-Community setzt sich für mehr Rechte und Sichtbarkeit im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben ein.

Senatorin für Gleichstellung und Zweite Bürgermeisterin Hamburgs Katharina Fegebank (Grünen) hinter Regenbogenflagge auf Rathaus-Balkon, lacht, winkt.
Hamburgs zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen) winkt zur Eröffnung des CSD Hamburg 2021 vom Rathaus-Balkon, wo zu den Pride Weeks die Regenbogenflagge gehisst wurde. © Luise Evers/dpa

Dabei war, ist und bleibt die Regenbogenflagge das Symbol der queeren Gemeinschaft, die einsteht für eine vielfältige und bunte Gesellschaft. Mit der Aktion „Hamburg zeigt Flagge“ soll die Hansestadt zwei Wochen lang in den Regenbogenfarben strahlen – natürlich darf jeder mitmachen.

Auch zur EM 2021 zeigten viele Hamburger Sehenswürdigkeiten die bunte Flagge als Symbol gegen ein Homosexuellen-Feindliches Gesetz in Ungarn, vor während und nach dem EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn.

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