Die Pride Parade in Hamburg

CSD in Hamburg: 2021 mit buntem Programm in zwei fulminante Pride Weeks

Die Hamburg Pride Parade findet jedes Jahr als fulminanter Abschluss der Pride Week statt – das Straßenfest zum CSD ist 2021 etwas anders als sonst. Und länger.

  • Die Hamburg Pride Parade ist die größte queere Veranstaltung zum Christopher Street Day (CSD) in der Hansestadt und krönender Abschluss der Pride Week.
  • Die Parade besteht aus etwa 50 Trucks und das farbenfrohe Spektakel zieht von St. Georg bis zur Innenstadt.
  • Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnte der CSD 2020 leider nur stark eingeschränkt als Fahrrad-Demo stattfinden.
  • 2021 soll es mehrere Pride Weeks vom 24. Juli bis zum 8. August geben inklusive einer Fahrrad-Demo.

Hamburg – Die Pride Week ist inzwischen fester Bestandteil des Hamburger Sommers und der queeren LGBTQIA+-Szene der Stadt. LGBTQIA+ steht für alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, queeren, intersexuellen und asexuellen Menschen – willkommen ist hier aber absolut jeder, der Lust auf eine laute, verrückte und bunte Party hat. Besucher aus der ganzen Welt werden erwartet und stehen ein für mehr Offenheit und Toleranz. Die ganze Woche ist gespickt mit einem vielfältigen Programm und vielen Highlights. Das große Finale ist die Hamburg Pride Parade, der fulminante Höhepunkt des Christopher Street Days (CSD) mit einem großen Straßenfest und einer Demo.

Pride Parade zum CSD in Hamburg: Die Fakten zur Mega-Party

Der Christopher Street Day beginnt in Hamburg mit der Pride Week, in der es eine Woche lang ein gemischtes und kulturelles Programm zu bestaunen gibt. Dazu gehören beispielsweise die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg sowie zahlreiche Ausstellungen und Theateraufführungen. Weiterhin veranstaltet der Hamburg Pride e. V. viele tolle Partys, die in Locations in der ganzen Stadt gefeiert werden. Am Ende der Pride Week folgt dann der Höhepunkt der Festivitäten mit dem Straßenfest und der beliebten Hamburger Pride Parade mit ihrem ausgelassenen Umzug bunter und kreativ geschmückter Trucks rund um den Hamburger Hauptbahnhof und St. Georg. Und natürlich ist nicht nur die queere LGBTQIA+-Community zu dem rauschenden Fest geladen – zum Pride Hamburg ist jede und jeder willkommen, der und die eine bunte Vielfalt feiern und leben will.

Christopher Street Day Parade in Hamburg 2019

Der CSD und die Straßen-Parade auf einen Blick:

  • Die Pride Week Hamburg findet normalerweise immer Ende Juli bis Anfang August statt.
  • Die Pride Night ist die offizielle CSD-Eröffnungsfeier.
  • Die Schiffsparade Pride Ahoi.
  • Im Pride House, dem Heimathafen der LGBTQIA+-Gemeinde während des CSD in St. Georg, finden zahlreiche Veranstaltungen und Diskussionen sowie Get-togethers statt
  • Der Regenbogentag findet normalerweise auf dem Hamburger Dom statt und setzt ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz.
  • Das Straßenfest bietet Programm am Ballindamm und Jungfernstieg.
  • Die Electro Pride startet um 24 Uhr im Uebel&Gefährlich und geht bis in die Morgenstunden – bis die Demo mit dem CSD startet.
  • Am Tag danach beginnt dann die CSD-Demonstration mit den bunt geschmückten Trucks um 12 Uhr in der Langen Reihe.
  • Und wer dann noch nicht genug hat, kehrt am Ende noch auf die CSD-Abschluss-Party Pink Pauli ein, die abends rund um den Spielbudenplatz in Locations wie Docks und Prinzenbar, Schmidtchen und Alte Liebe (u. v. m.) stattfindet und dabei ein Feuerwerk des Tanzens und Feierns zündet.

Anfahrt zum CSD in Hamburg

Die Veranstaltungsorte liegen alle zentral mitten in Hamburg, damit ist die Anfahrt denkbar einfach. Innerhalb des HVVs kommen Besucher und Besucherinnen überall mit den S- und U-Bahnen hin und können ausgelassen mitfeiern. Viele der einzelnen Events sind umsonst, wie die Hamburg Pride Parade und Demonstration oder der Regenbogentag und das Straßenfest. Für andere, wie die Eröffnungs- und Abschlussparty, gibt es Tickets im Internet oder bei den gängigen Vorverkaufsstellen zu holen.

Hamburg Pride, CSD und das Coronavirus

Das Jahr 2020 fand in ganz Deutschland drinnen statt. Große Veranstaltungen und Feiern wurde abgesagt. Es gab einen Lockdown und dann noch einen. Das Coronavirus hatte die Welt im Griff. Dennoch ließen es sich die Veranstalter der Pride Week nicht nehmen ein Zeichen gegen Diskriminierung und für die Gleichberechtigung von Anders-Sexuellen Menschen zu setzen. Rund 2500 Menschen radelten bei der Ersatz-Fahrrad-Demo zum CSD 2020 durch die Hansestadt.

Aufgrund niedriger Inzidenzwerte kann es im Juli und August 2021 wieder zu einem bunten Programm kommen, wenn auch noch nicht ganz wieder nach dem Vor-Corona-Kolorit. Anstatt viele Veranstaltungen in eine Woche zu drängen wird die Hamburg Pride Week zu mehreren Pride Weeks ausgebaut. Neben Vor-Ort-Veranstaltungen gibt es viele Online- oder Hybrid-Events. Das Programm des Hamburger Christopher Street Days 2021 unter dem Motto „Keep on fighting. Together.“ :

  • 24. Juli 2021, 20:00 Uhr: Pride Night auf Kampnagel und Eröffnung der Hamburg Pride Weeks mit Verleihung der Pride Awards
  • 25. Juli bis 29. Juli: Pride Housev im IFZ/Schorsch in der Rostocker Straße 7 geöffnet
  • 27. Juli 2021, 19:00 Uhr: Pride Talk in der „Heiligen Dreieinigkeitskriche“ in Hamburg-St. Georg
  • 28. Juli 2021, 19:00 Uhr: Lesung Linus Giese im Pride House aus „Ich bin Linus. Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war.“
  • 31. Juli bis 14. August 2021: Foto-Ausstellung über Geschichte des Hamburger CSD im Hamburger Rathaus
  • 2. August 2021, ab 19:00 Uhr: Hamburg Pride Wahl-Talk
  • 4. August 2021, 19:00 Uhr: Pride Talk in der „Heiligen Dreieinigkeitskriche“ in Hamburg-St. Georg
  • 5. und 6. August 2021: Menschenrechtskonferenz unter dem Titel „Challenges. Achievements. Future.“, findet erstmalig statt
  • 7. August 2021: CSD-Fahrraddemonstration
  • 8. August 2021:

Die erste Hamburg Pride Parade – Geschichte des Christopher Street Days und der Regenbogenflagge

Die Geschichte des CSD in Hamburg reicht bereits weit zurück: Schon 1980 demonstrierten Schwule und Lesben bei der sogenannten Stonewall-Demonstration erstmals für ihre Rechte. Und schon damals gab es ein Motto, das den Ton angab: „Gegen die Diskriminierung der Homosexuellen. Wir sind viele!“

Damals waren rund 1500 Leute beteiligt, und heute feiert der CSD bereits sein 40-jähriges Bestehen mit mittlerweile rund 250.000 Menschen. An diesen Tagen stehen nicht mehr nur Homosexuelle im Fokus, sondern die gesamte LGBTQIA+-Community setzt sich für mehr Rechte und Sichtbarkeit im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben ein.

Hamburgs zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen) winkt zur Eröffnung des CSD Hamburg 2021 vom Rathaus-Balkon, wo zu den Pride Weeks die Regenbogenflagge gehisst wurde.

Dabei war, ist und bleibt die Regenbogenflagge das Symbol der queeren Gemeinschaft, die einsteht für eine vielfältige und bunte Gesellschaft. Mit der Aktion „Hamburg zeigt Flagge“ soll die Hansestadt zwei Wochen lang in den Regenbogenfarben strahlen – natürlich darf jeder mitmachen.

Auch zur EM 2021 zeigten viele Hamburger Sehenswürdigkeiten die bunte Flagge als Symbol gegen ein Homosexuellen-Feindliches Gesetzt in Ungarn, vor während und nach dem EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Stay Pride!

Rubriklistenbild: © Luise Evers/dpa

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