Gurgeln für 24,95 Euro

Corona-Gurgel-Test im Rotlicht-Viertel: So läuft der PCR-Test

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  • Vivienne Goizet
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  • Natalie-Margaux Rahimi
    Natalie-Margaux Rahimi
  • Laura-Marie Löwen
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Das Coronavirus-Testzentrum auf der Reeperbahn lockt Hamburgerinnen und Hamburger mit schnellen und günstigen PCR-Tests. So funktioniert Gurgeln gegen Corona.

  • Hamburg*: Neues Coronavirus*-Testzentrum auf der Reeperbahn*.
  • Initiatoren erhoffen sich Rückkehr zum normalen öffentlichen Leben.
  • Testverfahren unterscheidet sich von herkömmlichen Methoden.

Update vom 9. November 2020, 15:32 Uhr: Hamburg – Das Corona Freepass Testzentrum auf dem Spielbudenplatz hat seinen Betrieb aufgenommen. Ab sofort können sich Hamburgerinnen und Hamburger per Gurgel-Verfahren dort für nur 24,95 Euro auf Covid-19 testen lassen. Greta M. jedenfalls ist schon mal begeistert: „Das war easy, schmeckt nur ein bisschen salzig“, so die junge Hamburgerin. Und schnell ging es auch. Die Anmeldung zum Test erfolgt über die Corona Freepass-Website. Nach der Registrierung können die Testwilligen einen Termin buchen und erhalten das Ergebnis nach dem Test innerhalb weniger Stunden per E-Mail oder SMS zugesandt.

Stadt in DeutschlandHamburg
Fläche755,2 km²
Vorwahl040
BezirkHarburg

Neues Coronavirus-Testzentrum: Der Gurgel-Test auf Hamburger Reeperbahn

Erstmeldung vom 23. November 2020: Ein blauer, unscheinbarer Container, der mitten auf der Reeperbahn platziert ist, könnte die Rückkehr zum normalen öffentlichen Leben in der Hansestadt wieder möglich machen. Es handelt sich um ein neues Corona-Testzentrum, das von  IT-Unternehmer Heiko Fuchs und Axel Strehlitz, Geschäftsführer des Klubhauses auf St. Pauli ins Leben gerufen wurde. Die beiden Männer verfolgen ein großes Ziel.

Coronavirus Hamburg: Neues Testzentrum auf St. Pauli startet ab Dezember mit PCR-Tests

Nach einem Bericht der Mopo steht das neue Testzentrum auf St. Pauli in der Nähe der „Tanzenden Türmen“ und des „Panoptikums“ und soll bereits ab Dezember 2020 seinen Betrieb aufnehmen. In einem weißen Zelt befinde sich der Wartebereich, von wo aus die Testpersonen in einen blauen Container geführt werden. Das Testzentrum unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von anderen Testmöglichkeiten in Hamburg, wie etwa dem Zentrum am Hamburger Hauptbahnhof.

Beim neuen Corona-Testzentrum auf der Hamburger Reeperbahn kann man sich auf Corona testen lassen – per Gurgeln (24hamburg.de-Montage)

Das fängt bereits beim Preis an. „Für nur 24,95 Euro können sich Hamburger auf das Coronavirus testen lassen. Das Ergebnis erhalten die Getesteten 24 Stunden später“, erklärt Heiko Fuchs gegenüber der Mopo. In dem neuen Testzentrum auf St. Pauli würden PCR-Tests angewendet werden, die zuverlässiger als die sogenannten Schnelltests (auch bekannt als Antigentests) sein sollen.

Bei dem Corona-Testverfahren auf St. Pauli wird kein Abstrich aus Rachen oder Mund genommen, stattdessen müssen die Probanden eine Kochsalzlösung gurgeln. Konkret läuft der Vorgang so ab: Die Testpersonen müssen die Lösung 20 Sekunden lang gurgeln und diese dann in einen kleinen Behälter spucken, welcher anschließend vom Labor untersucht wird. „Wir verwenden keine Stäbchen, mit denen auf unangenehme Art und Weise tief in der Nase oder im Rachen herumgestochert wird. Bei uns verläuft alles schmerzfrei“, versichert Axel Strehlitz.

Hamburg: Coronavirus-Tests auf St. Pauli werden durch „Corona Freepass“-App unterstützt

Heiko Fuchs und seine Kollegen haben zusätzlich eine App entwickelt, die das Testverfahren begleiten sollen. In der „Corona Freepass“-App kann der oder die Getestete seinen Teststatus und das Ergebnis abrufen können. Dieses soll spätestens nach 24 Stunden vorliegen. Damit lange Wartezeiten verhindert werden, können über die App auch Termine für die Corona-Tests gebucht werden.

Was die Initiatoren mit dem neuen Testzentrum auf St. Pauli erreichen möchten? „Im ersten Schritt wollen wir es ermöglichen, dass sich das private Leben normalisiert, also Treffen mit Freunden, das Weihnachtsfest bei der Familie und das Feiern an Silvester“, erzählen Fuchs und Strehlitz. Auf langfristige Sicht könnte es auch die Öffnung von Clubs wieder möglich machen, zunächst geht es aber erst einmal darum, eine Rückkehr ins normale Leben wieder schrittweise möglich zu machen – also etwa die Familie an Weihnachten zu besuchen, sich mit Freunden zu treffen oder wieder im Büro arbeiten zu können.

Bis die Clubs auf der Reeperbahn wieder zum Leben erwachen könnte es noch dauern, sagt Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde Hamburg. „Clubgänge, wie wir sie aus dem vergangenen Jahr kannten, werden gewiss auch zu Beginn des kommenden Jahres 2021 noch nicht in derselben Weise stattfinden können“.

Auch am Hamburger Flughafen können sich Hamburgerinnen und Hamburger auf das Coronavirus testen lassen, wie 24hamburg.de/hamburg berichtete. Allerdings müssen die Testpersonen hier etwas tiefer in die Tasche greifen als in dem neuen Testzentrum auf St. Pauli. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Fabian Raddatz

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