Kein Ende in Sicht?

Coronavirus: Hamburger Schulsenator erwartet Fernunterricht in Teilen auch nach Sommerferien

Ties Rabe (SPD), Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg, gibt im Rathaus ein Staterment.
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Ties Rabe im Hamburger Rathaus

Für Hamburgs Schulsenator Rabe ist klar: Einen normalen Schulbetrieb vor den Sommerferien wird es nicht geben. Aber der Senator blickt auch schon aufs nächste Schuljahr.

  • Das Coronavirus hält den Schulbetrieb in Hamburg weiterhin auf.
  • Schulsenator Ties Rabe (SPD) zeigt sich pessimistisch, was den Normalbetrieb an Schulen betrifft.
  • Diesen Plan haben die Kultusminister der Bundesländer.

Hamburg - Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) geht davon aus, dass es auch im nächsten Schuljahr zumindest teilweise Fernunterricht geben wird. Es sei schwierig Prognosen zu machen, sagte er am Dienstag dem Sender NDR Info. Er gehe aber davon aus, dass auch im kommenden Schuljahr der Fernunterricht fester Bestandteil des Schulalltags sein werde. „Deswegen müssen wir alles tun, dieses ganz neue Feld, in das wir jetzt ganz stürmisch hinein geschubst worden sind, zu ordnen, Qualitätskriterien anzulegen und den Lehrern, Schülern und Eltern Rückenwind zu geben.“

Hamburg: Coronavirus beeinträchtigt Schulbetrieb bis nach den Sommerferien

Für dieses Schuljahr schließt er eine Rückkehr zum normalen Unterricht vor den Sommerferien in Hamburg aus. „Ich glaube, garantieren kann man zum jetzigen Zeitpunkt nur, dass der normale Schulbetrieb vor den Sommerferien auf keinen Fall wieder losgehen wird“, sagte Ties Rabe vor der am Dienstag geplanten Beratung der Kultusminister über ein gemeinsames Konzept zur schrittweisen weiteren Öffnung der Schulen trotz Coronavirus. Dieses soll dann Grundlage für die Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag sein.

„Wir Kultusminister haben dann den Vorschlag, dass wir insbesondere wünschen, dass bis zu den Sommerferien aus jeder Klassenstufe die Schülerinnen und Schüler wenigstens in der Schule sein können, das heißt nicht die ganze Woche, das heißt vermutlich auch nicht jeden zweiten Tag so wie jetzt bei den Abschlussklassen aber so rund einmal in der Woche. Das wäre schon schön.“ Dort könnten die Schüler Tipps zum Lernen zu Hause bekommen und Materialien sichten. Das sei aus pädagogischen Gesichtspunkten wichtig. Aber das hänge ab von der Entwicklung der Coronavirus-Krankheit ab, und werde entschieden von Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidenten.

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dpa/lno

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