Der Überblick

Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19: Überblick zur Pandemie in Hamburg

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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  • Nicolai Hackbart
    Nicolai Hackbart
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Die Coronavirus-Pandemie hinterlässt auch in Hamburg ihre Spuren. Alle Informationen, Zahlen und Fakten rund um die Krise.

  • Das Coronavirus Sars-CoV-2 wurde erstmals in Wuhan (China) nachgewiesen
  • Seit März 2020 kämpft Deutschland gegen die Pandemie.
  • Alle Infos zu Symptomen, Hygienemaßnahmen, Impfungen und Forschungsstand.

Hamburg – Nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt befindet sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Im Dezember 2019 trat das Coronavirus erstmals in der chinesischen Metropole Wuhan auf, seit Februar 2020 trägt es den offiziellen Namen Sars-Cov-2. Das Virus löst die Krankheit Covid-19 aus. Am 30. Januar 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch des neuartigen Virus als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“, was der höchsten Warnstufe entspricht. Weil die Infektionen so rasch in die Höhe stiegen, sprach die WHO ab dem 11. März 2020 dann offiziell von einer „Pandemie“. Seitdem versuchen Forscher und Wissenschaftler weltweit, das Virus besser zu verstehen und Möglichkeiten zu finden, die Pandemie einzudämmen. Im Dezember 2020 ging bereits der erste Impfstoff (Biontech/Pfizer) an den Start. Alle Infos im Überblick.

Coronavirus, SARS und COVID-19: Begriffe zur Krankheit und Geschichte des Virus

Im Dezember 2019 wurde in der chinesischen Metropole Wuhan eine erhöhte Zahl an Lungenentzündungen festgestellt. Es dauerte nur wenige Wochen, bis Forscher das neuartige Virus identifiziert hatten und es später als “SARS-CoV-2” einordneten. Der Name “SARS” ist die Abkürzung für “Schweres akutes respiratorisches Syndrom” und beschreibt einfach gesagt eine hochansteckende Lungenentzündung durch das Coronavirus

“CoV” steht für das Coronavirus selbst und die “2” ist die Nummerierung in der Liste der Coronaviren. Denn schon im Jahr 2002 gab es ein ganz ähnliches Virus namens “SARS-CoV” (noch ohne Nummer, da es das Erste war). Weltweit führte es zu hunderten Toten. Auch die Krankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst wird, hat einen Namen: “corona virus disease 2019”, kurz COVID-19 (Englisch für “Coronavirus-Krankheit-2019”).

Diese Illustration zeigt die ultrastrukturelle Morphologie, die Coronaviren aufweisen.

Wie das Virus seinen Weg angetreten hat, lässt sich wahrscheinlich nie vollständig ergründen. Hierfür gibt es laut Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung zwei unterschiedliche Vermutungen. 

Da es unzählige Coronaviren in Menschen gibt, kann eines dieser Viren zu dem gefährlichen Vertreter SARS-CoV-2 mutiert sein. Die andere Theorie sagt, dass es über ein Tier auf den Menschen übertragen wurde. Ob es nun aber Fledermäuse waren, die ähnliche Viren in sich tragen oder die katzenartigen Larvenroller, die in der Region um Wuhan gegessen werden oder doch eine ganz andere Tierart, ist nicht bewiesen.

Coronavirus-Sars-Cov-2: Ansteckung, Symptome und Verlauf von Covid-19

Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum eigentlichen Ausbruch von Covid-19 können bis zu 14 Tage vergehen (Inkubationszeit). Das Virus verbreitet sich durch eine Tröpfcheninfektion, kann also beispielsweise beim Sprechen oder Husten übertragen werden. Die Symptome können variieren, allerdings treten einige besonders häufig auf. Wenn Sie sich krank fühlen und mehrere dieser Symptome spüren, dann sollten Sie zur Sicherheit einen Arzt kontaktieren:

  • Fieber
  • Trockener Husten
  • Kurzatmigkeit/Atembeschwerden
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen

Besonders bei älteren Menschen und Personen aus Risikogruppen (Menschen mit Vorerkrankungen wie Krebs, Herz- oder Lungenproblemen sowie Allergiker oder Asthmatiker) kann der Krankheitsverlauf schwerwiegend sein. Dann können beispielsweise Atemprobleme und Lungenentzündungen auftreten. Am häufigsten sterben daher auch ältere Menschen und Risikopatienten am Coronavirus.

Schutz vor Coronavirus Sars-Cov-2: Hygienemaßnahmen und Quarantäne – RKI informiert

Das Robert-Koch-Institut, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geben Tipps, wie man sich am besten vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 schützen kann:

  • Händewaschen: Regelmäßiges Händewaschen ist eine wichtige Maßnahme, da die Hände häufig mit Keimen in Berührung kommen. Besonders beim nach Hause kommen, nach dem Niesen, nach dem Toilettenbesuch und vor den Mahlzeiten sollten die Hände gewaschen werden. Dabei sollten die Hände gründlich eingeseift werden und mit fließendem Wasser gereinigt werden. Der ganze Vorgang sollte etwa 20 bis 30 Sekunden dauern. Die Hände nach dem Waschen möglichst von Gesicht und Mund entfernt halten.
  • Hygiene beim Husten und Niesen: Auch beim Husten und Niesen ist Vorsicht angesagt, da hierbei schnell Krankheitserreger versprüht werden können. Daher gilt: Beim Husten und Niesen auf Abstand achten und sich von anderen Personen wegdrehen. Bestenfalls ein Taschentuch verwenden und dieses direkt danach entsorgen. Wenn keins vorhanden ist, dann in die Armbeuge niesen.
  • Abstand halten: Bei größeren Menschenansammlungen aber zum Beispiel auch im Supermarkt auf einen angemessenen Abstand (etwa ein bis zwei Meter) zu den anderen Personen achten. Wer sich nicht wohlfühlt, sollte den Kontakt zu anderen meiden und sich zu Hause auskurieren.
  • Regelmäßig lüften: Geschlossene Räume sollten mehrmals am Tag für einige Minuten gut durchgelüftet werden, damit die Zahl von Krankheitserregern in der Luft gering gehalten wird.

  • Mund-Nasen-Schutz tragen: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung trägt dazu bei, andere Menschen vor feinen Tröpfchen und Partikeln die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, zu schützen.

Zudem ist die häusliche Quarantäne eine Schutzmaßnahme, die zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 beitragen kann. Aufgrund der 14-tägigen Inkubationszeit der Krankheit müssen Personen, die mit Infizierten in Kontakt standen, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben.

Coronavirus Sars-Cov-2: Behandlung, Therapie und Impfstoff

Eine Therapie gegen die Krankheit Covid-19 gibt es noch nicht. Es werden vor allem Maßnahmen eingesetzt, die unterstützend wirken sollen, wie etwa die Verabreichung von Antibiotika oder Sauerstoffzufuhr. Einige Patienten sind auf eine Behandlung auf der Intensivstation angewiesen. Die Wissenschaft forscht noch nach Medikamenten, mit denen die Erkrankung geheilt werden kann.

Das Impfzentrum in den Hamburger Messehallen.

Innerhalb weniger Monate gelang es Wissenschaftlern, Corona-Impfstoffe zu entwickeln. In der EU sind bisher zwei Impfstoffe zugelassen (siehe Tabelle). Weitere Impfstoffe sind für die EU in Aussicht. Hier eine Übersicht mit den wichtigsten Impfstoffen-Kandidaten:

Unternehmen / ForschungsinstitutImpfstofftypStand/Zulassung
BioNTech / Pfizer // BioNTech / Fosun PharmamRNA-basierter ImpfstoffZulassung in der EU am 21.12.2020.
ModernamRNA-basierter ImpfstoffZulassung in der EU am 06.01.2021
CureVacDNA-basierter Impfstoffseit 16.11.2020 in Phase II-Teil einer Phase II/III-Studie in den USA
AstraZeneca Life Science / Oxford University (UK)Vektorviren-Impfstoffim Zulassungsverfahren in der EU seit 12.01.2021 mit Aussicht auf Bewertung bis Ende Januar
Janssen (Johnson&Johnson)Vektorviren-Impfstoffin Phase-II-Studie u.a. in Deutschland

(Stand Tabelle: 21. Januar 2021, Quelle: Verband Forschender Arzneimittelhersteller)

Coronavirus Sars-Cov-2 in Hamburg: Zahlen, Inzidenz und Infektions-Statistiken – RKI und Senat informieren

Die aktuellen Fallzahlen zu an Covid-19 erkrankten Personen veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) täglich. Wichtiger Orientierungswert ist dabei die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Bei den RKI-Zahlen handelt es sich immer nur um die bestätigten COVID-19-Fälle. Verdachtsfälle werden erst an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet. Generell handelt es sich bei den meisten Zahlen-Erhebungen um keine absoluten Zahlen, da nicht alle Fälle dokumentiert werden.

Auch der Hamburger Senat veröffentlicht täglich die neuesten Corona-Zahlen für die Hansestadt. Meistens unterscheiden sich diese von denen des Robert-Koch-Instituts. Dieses ist in der Regel auf einen Meldeverzug beim RKI zurückzuführen. Die Zahlen der Stadt Hamburg sind jeweils aktueller und genauer.

  • Der erste COVID-19-Fall in Hamburg wurde laut RKI am 29. Februar 2020 gemeldet.
  • Hamburg hat über 43.926 gemeldete Fälle, 35.900 gelten davon als genesen.
  • Bisher sind 950 Hamburger Bürgerinnen und Bürger an COVID-19 gestorben.
  • Die Zahl der deutschlandweit genesenen Personen kann aktuell nur geschätzt werden und liegt bei etwa 96.218.601.

(Stand: 21. Januar 2021)

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Rubriklistenbild: © Georg Wendt/dpa/picture alliance

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