Inzidenzwert im Sinkflug

Corona in Hamburg: Neuinfektionen weiter rückläufig - zweite Welle gebrochen?

  • Jens Kiffmeier
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Zeigen die einschränkenden Corona-Maßnahmen endlich Wirkung? Die Zahl der Neuinfektionen sinkt in Hamburg – aber Senatorin mahnt: Für Jubel sei es noch zu früh.

  • In Hamburg gelten seit dem 1. Dezember 2020 strengere Corona-Regeln.
  • Gesundheitsbehörde gibt neue Infektionszahl bekannt.
  • Erstmals seit Wochen rutscht der Inzidenzwert unter die 100er-Marke.
  • Dieser News-Ticker ist beendet.

Update vom 1. Dezember 2020, 12:24 Uhr: Hamburg – Ist die zweite Corona-Welle endlich gebrochen? Seit November gelten in der Hansestadt Hamburg verschärfte Lockdown-Regeln zur Eindämmung der Pandemie – und nun scheinen die Maßnahmen Wirkung zu zeigen: So ist die Zahl der Neuinfektionen in dem nördlichen Bundesland weiter rückläufig, wie die Gesundheitsbehörde am Mittag mitteilte. Demnach sank die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erstmals seit Wochen wieder unter die 100er-Marke. Am Dienstag vor einer Woche hatte sie noch bei 131,7 gelegen.

Niedersachsen475 neue Fälle (Stand Montag, 30. November 2020)
Hamburg289 neue Fälle (Stand Dienstag, 1. Dezember 2020)
Schleswig-Holstein81 neue Fälle (Stand Montag, 30. November 2020)
Mecklenburg-Vorpommern47 neue Fälle (Stand Montag, 30. November 2020)

Insgesamt stieg die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag noch um 289. Seit Ausbruch der Pandemie wurden damit in Hamburg bereits 25.149 Infektionen nachgewiesen, 16.900 Betroffene können nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In den Krankenhäusern und Kliniken der Stadt wurden laut der Sozialbehörde noch 320 Corona-Patienten behandelt, davon 88 auf Intensivstationen. Das waren acht beziehungsweise neun mehr als am Freitag.

Sinkende Corona-Werte: Sozialsenatorin mahnt Einhaltung der Regeln an

Trotz der positiven Entwicklung des Inzidenzwertes mahnte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) zur Vorsicht. Zwar liege das Infektionsgeschehen jetzt auf einem niedrigeren Niveau als in der Vorwoche, aber es „ist immer noch hoch“, sagte die SPD-Politikerin auf der Landespressekonferenz. Um die Pandemie einzudämmen, sei weiterhin viel Disziplin gefragt.

Verkündete die neuen Corona-Zahlen: Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD).

In Hamburg gelten seit Dienstag strengere Corona-Regeln. Wegen des Infektionsgeschehens hatten sich Bund und Länder auf eine Verlängerung des seit November geltenden Lockdowns geeinigt und für die Adventszeit schärfere Maßnahmen beschlossen. Der rot-grüne Senat hatte das Paket weitgehend für Hamburg übernommen. Unter anderem gelten nun bis zu den Weihnachtstagen strenge Kontaktbeschränkungen und eine ausgeweitete Maskenpflicht bei der Arbeit.

Wegen Corona: Hamburger produzieren mehr Müll

Update vom 1. Dezember 2020, 10:42 Uhr: Hamburg Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht am Arbeitsplatz – seit heute gelten in Hamburg die strengeren Corona-Regeln. Viele Arbeitnehmer drängen deshalb zurück ins Homeoffice. Und das hat durchaus auch Auswirkungen auf die Umwelt, wie aus einer am Dienstag, 24. November 2020, veröffentlichten Bilanz der Hamburger Stadtreinigung hervorgeht. So mussten die Müllwerker in diesem Jahr deutlich mehr Plastikmüll entsorgen als in den Vorjahren. Demnach sind bis Oktober 2020 35.500 Tonnen Abfälle aus den gelben Wertstofftonnen zusammengekommen, 2019 waren es im gleichen Zeitraum nur 33.450 Tonnen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,899 Millionen (30. Dez. 2019)
Vorwahl:040

Mehr Müll in der Corona-Krise: Hamburger rufen oft Lieferservice an

Das Unternehmen führt die Entwicklung direkt auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurück. Es werde mehr daheim gegessen, gekocht und eben während der Mittagspause im Homeoffice beim Lieferservice bestellt, hieß es. Im März und im April, also in den Monaten des ersten Lockdowns, habe es die stärksten Veränderungen in der Bilanz gegeben. Allein im März wurden fast 3526 Tonnen Leichtverpackungen weggeworfen. Im Vorjahresmonat waren es dagegen fast 300 Tonnen weniger. Im April fiel der Unterschied dann noch deutlicher aus, als gar 4015 Tonnen Plastikmüll in den Gelben Säcken landete – und damit fast 500 Tonnen mehr als noch im April 2019.

Wegen Corona: Stadtreiniger in Hamburg müssen mehr Müll entsorgen.

Vor diesem Hintergrund ist es gut möglich, dass die Gesamtjahresbilanz Ende des Jahres auch insgesamt höher ausfällt als im Vorjahr. Seit Anfang November gilt in Deutschland wieder ein Lockdown und die Hamburger müssen sich wieder verstärkt zu Hause aufhalten. Für die zweite Runde hatte der Senat erst am Freitag, 27. November 2020, noch einmal die Corona-Regeln ab dem 1. Dezember verschärft.

Zweite Lockdown-Runde: In Hamburg gelten im Dezember schärfere Regeln

Update vom 27. November 2020, 16:44: Sozial- und Gesundheitssenatorin Leonhard betont noch einmal, dass man auch in Hamburg Mitte Dezember ein zentrales Impfzentrum in den Messehallen eröffnen will. Die Berichte über die Entwicklung eines geeigneten Impfstoffs stimmten hoffnungsfroh, sagte sie. Wegen des Transports und der Herstellung des Impfstoffes sei nach dem derzeitigen Stand eine Behandlung der betroffenen Risikogruppen nur an einer zentralen Stelle möglich, betonte sie. Mit diesen Informationen endete die Pressekonferenz.

Update vom 27. November 2020, 16:27 Uhr: Der Großteil der Beschlüsse gilt vorerst bis zum 20. Dezember 2020. Eine Ausnahme will der rot-grüne Senat für Hotelübernachtungen zu den Feiertagen erlauben. So sollen sich Verwandte, Freunde und Bekannte in einem Hotel einmieten dürfen, wenn sie gemeinsam Weihnachten feiern wollen. Grundsätzlich solle aber auf eine große Reisetätigkeit verzichtet werden, appellierte Tschentscher.

Weniger Kontakte, kein Feuerwerk zu Silvester: Senat legt strikte Regeln fest

Update vom 27. November 2020, 16:19 Uhr: Bürgermeister Tschentscher appellierte an alle Bürger, sich trotz der vorgesehenen Lockerungen zu den Feiertagen umsichtig zu verhalten. Dies gelte auch für die Silvesterfeiern in Hamburg. Wenn möglich, sollten die Bürger auf ein Feuerwerk verzichten. An zentralen Orten in der Hansestadt werde man Verbote aussprechen, betonte Innensenator Andy Grote (SPD). Silvester dürfe nicht zum „Rückschlag“ in der Pandemie-Bekämpfung werden, so der SPD-Politiker. An Stellen, an denen sich größere Menschenansammlungen zusammenfinden würden, könnte die Polizei einzelne Verbote aussprechen, hieß es.

Update vom 27. November 2020, 16:15: Bei den Kontaktbeschränkungen folgt Hamburg dem Vorschlag der Bund-Länder-Konferenz. Statt wie bisher zehn Personen aus zwei Haushalten sollen sich künftig nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Dies gelte erst einmal „bis auf Weiteres“, sagte Tschentscher. Eine Lockerung soll es über die Feiertage geben, um Familienzusammenkünfte zu ermöglichen, hieß es. Dann sollen zehn Personen aus vier Haushalten zusammenkommen dürfen.

In Warteschlangen und am Arbeitsplatz: Maskenpflicht wird ausgeweitet

Update vom 27. November 2020, 16:09 Uhr: Um das Infektionsgeschehen aber weiter in den Griff zu bekommen, kündigt Tschentscher eine Verschärfung der Regeln an. Die betrifft vor allem das Tragen von Masken. So soll eine Pflicht auch am Arbeitsplatz bestehen, wenn die Mindestabstandsregeln von 1,50 Metern nicht eingehalten werden können. Außerdem soll das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch vor Läden in der Warteschlange und auf Parkplätzen vor Supermärkten vorgeschrieben werden.

Update vom 27. November 2020, 16:00 Uhr: Jetzt geht es los. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher informiert zusammen mit Innensenator Andy Grote, Sozialsenatorin Melanie Leonhard (alle SPD) und der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) über die Beratungen des Senats. Tschentscher betont zu Anfang die rückläufigen Infektionszahlen in Hamburg, auch in den Schulen. Tschentscher bedankt sich bei den Hamburgern für die große Disziplin bei der Einhaltung der Lockdown-Regeln.

252 neue Fälle in Hamburg: Gesundheitsbehörde legt Zahlen zur Neuinfektion vor

Update vom 27. November 2020, 14:12 Uhr: Hamburg – Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen ist am Freitag um 252 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Mittag mit. Trotz des Anstiegs gibt es dabei aber einen kleinen Hoffnungsschimmer. So ist den Angaben zufolge der wichtige Sieben-Tage-Richtwert weiter rückläufig. Demnach reduzierte sich die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen von 122,1 auf 116,3. Am Mittwoch hatte der Wert noch bei 137,9 gelegen. Ab einem Wert von 50 gilt eine Region als Risikogebiet.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich insgesamt nun 24.306 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus in Hamburg infiziert. Rund 15.600 von ihnen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen. In den Krankenhäusern und Kliniken wurden mit Stand vom Donnerstag 309 Covid-19-Patienten behandelt, fünf weniger als am Mittwoch. Auf Intensivstationen lagen weiterhin 79 Patienten. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie in Hamburg an Covid-19 gestorbenen Menschen wurde von der Stadt unverändert mit 281 angegeben.

Trotz des sinkenden Sieben-Tage-Warnwerts ist damit das Infektionsgeschehen in Hamburg weiterhin sehr hoch, weshalb der Hamburger Senat weiterhin an den strengen Coronavirus-Beschränkungen festhält. Welche Regeln genau bis Ende Dezember in Hamburg gelten und welche nicht, darüber berät die Landesregierung am heutigen Freitagnachmittag in einer Sondersitzung.

Corona in Hamburg: Senat berät über Lockdown-Verschärfungen – das ändert sich jetzt

Erstmeldung vom 27. November, 11.29 Uhr: Hamburg – Die Entscheidung ist gefallen: Der aktuelle Teil-Lockdown im Kampf gegen das Coronavirus wird bis zum 20. Dezember 2020 verlängert. Darauf haben sich der Bund und die Länder beim gemeinsamen Corona-Gipfel bereits geeinigt. Doch was genau bedeutet das für das Leben in Hamburg? Über die genaue Ausgestaltung der neuen Corona-Regeln berät am heutigen Freitag der Senat ab 14 Uhr in einer eigenen Sondersitzung.  

Klar ist bereits: Während Schleswig-Holstein das Maßnahmen-Paket nicht vollständig umsetzen will und dabei auf seine vergleichsweisen niedrigen Infektionszahlen verweist, will die Hansestadt Hamburg keine nennenswerten Abweichungen vornehmen. Im Gegenteil: In einigen Bereichen droht vielleicht sogar eine Verschärfung der vereinbarten Regeln.

Besonders betroffen von den Maßnahmen sind vor allem die Gastronomie, Hotels und Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Theater, Konzerthäuser oder Fitness- und Sportstudios, die auch in der Adventszeit bis mindestens zum 20. Dezember 2020 geschlossen bleiben müssen. Offen bleiben hingegen die Kitas, die Schulen und die Supermärkte. Doch gerade die Hamburger Ladenbesitzer müssen sich auf Veränderungen einstellen.

Corona-Regeln in Hamburg werden verschärft: In Supermärkten gilt eine neue Personenobergrenze

Plädiert für strenge Corona-Regeln: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Hier die wichtigsten Pläne im Detail:

  • Kontaktbeschränkungen: Hier werden die Regeln verschärft. Vom 1. Dezember 2020 bis zu den Feiertagen sollen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Bislang galt in Hamburg eine Obergrenze von zehn Personen. Kinder bis 14 Jahre sind von dieser Regel ausgenommen. Im Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 gibt es eine Sonderregel: Dann sind Treffen mit bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten möglich, wie Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach dem Bund-Länder-Treffen bereits angekündigt hatte.
  • Gastronomie und Hotels: Die Branche muss sich auf harte Einschnitte einstellen. Für die Hotellerie gilt seit dem 2. November 2020 ein Beherbungsverbot für Touristen. Es ist gut möglich, dass dies auch über Weihnachten und Silvester aufrechterhalten bleibt, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Das heißt, wer seine Verwandten besucht, darf über die Feiertage nicht im Hotel übernachten. Ausnahmen gelten nur für Geschäftsreisende. Über eine Lockerung der Regel will der Senat erst in der nächsten Woche beraten.
  • Handel: Die Läden in Hamburg bleiben geöffnet, damit jeder seine Weihnachtseinkäufe erledigen kann. Aber: Es dürfen nur noch weniger Menschen gleichzeitig in die Läden. So soll sich in den Geschäften des Groß- und Einzelhandels mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche künftig nur ein Kunde pro 20 Quadratmetern aufhalten. Bislang liegt die Grenze bei einer Person auf zehn Quadratmetern. Diese Regel gilt weiterhin für Läden mit einer Verkaufsfläche von unter 800 Quadratmetern.
  • Maskenpflicht: Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, die etwa in Bussen, S- und U-Bahnen gilt, wird ausgeweitet. Künftig soll das Tragen einer Masken auch vor den Geschäften und auf dem Parkplatz verpflichtend sein. Zuvor hatte Hamburg bereits auch schon auf einigen öffentlichen Plätzen, die besonders belebt sind, das Tragen von Masken vorgeschrieben
  • Schulferien: Grundsätzlich bleiben die Schulen in Hamburg geöffnet. Trotz der geplanten Corona-Einschränkungen bleiben die Weihnachtsferien aber unverändert, wie die Schulbehörde klarstellte. Demnach startet der Urlaub am 18. Dezember und endet am 5. Januar. In einigen Bundesländern gibt es Überlegungen, die Ferien vorzuziehen oder zu verlängern. Dadurch sollen die Menschen die Möglichkeit bekommen, vor dem Verwandtenbesuch einige Tage vorher in Selbstquarantäne zu gehen. Außerdem soll die Gefahr minimiert werden, dass die Schulen nach Silvester zu Infektionsherden werden.
  • Silvesterfeuerwerk: Für Silvester gilt ein weitreichendes Feuerwerksverbot in der Hansestadt. An welchen Orten in Hamburg dieses Verbot konkret verhängt werden soll, klärt der Hamburger Senat in den kommenden Tagen. Fest stehe laut Tschentscher bereits, dass am Jungfernstieg und an den Landungsbrücken keine Böller gezündet werden dürfen.
  • Quarantäne: In diesem Bereich soll es grundsätzlich eine Erleichterung geben: Für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten soll ab 1. Dezember eine kürzere Isolationszeit von zehn statt bisher 14 Tagen gelten – aber nur bei Vorlage eines negativen Tests. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern bereits unabhängig von den Beratungen der Regierungschefs.
  • Weihnachtsmärkte: Große Menschenansammlungen sind in der Pandemie Tabu. Deshalb wird es in diesem Jahr keine Weihnachtsmärkte in Hamburg geben. Um die Besucher trotzdem in Weihnachtsstimmung zu versetzen, wurden aber in vielen Geschäftsstraßen die traditionellen Weihnachtsbeleuchtungen angeschaltet.  Außerdem sollen insgesamt 24 Verkaufsstände in der City bei der Petrikirche, am Gänsemarkt sowie Jungfernstieg, Lange Mühren, in der Mönckebergstraße und der Spitalerstraße aufgebaut werden. Speisen werden nur zum Mitnehmen angeboten, Alkohol wird nicht ausgeschenkt. 

Corona-Zahlen in Hamburg: Bürgermeister Tschentscher sieht keinen Spielraum für Lockerungen

Viele der Maßnahmen waren abzusehen. So ist das Infektionsgeschehen nach wie vor sehr hoch. Am Mittwoch war die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen um 363 gestiegen. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg damit nun 24.054 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 15.100 von ihnen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen. In Hamburger Krankenhäusern und Kliniken wurden mit Stand vom Mittwoch 314 Covid-19-Patienten behandelt, zwei mehr als am Dienstag.

Auch vor diesem Hintergrund hatte Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher (SPD), nach dem Bund-Länder-Treffen einen dringenden Appell gestartet und die Hanseaten zu mehr Disziplin aufgerufen. Der Wellenbrecher-Lockdown hätte zwar Wirkung gezeigt, jedoch bräuchte die Stadt „noch eine größere Stabilität im Infektionsgeschehen“: „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die gute Disziplin, die es gibt (...), weiter aufrechtzuerhalten und dann – mit Blick auf das Frühjahr – diese erfolgreiche Strategie in Deutschland zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.“ Zustimmung kam von Hamburgs zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne): „Wenn wir gemeinsam durchhalten, dann können wir diesen Corona-Winter gut überstehen.“

Kritik an dem Vorgehen Hamburgs kam insbesondere aus der Gastro- und Hotelbranche. Die Entscheidungen vom Mittwoch seien nicht nachvollziehbar, sagte Ingo C. Peters, geschäftsführender Direktor vom Luxushotel „Vier Jahreszeiten, dem Hamburger Abendblatt. „Dass der Lockdown bis zum 20. Dezember verlängert wird, ist für uns eine große Enttäuschung. Wir verlieren damit den umsatzstärksten Monat des Jahres.“

Rubriklistenbild: © Georg Wendt/dpa/picture-alliance

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