Hamburger handeln vernünftig

Frühlingswetter und Corona: Die meisten halten sich an Auflagen

Die Reiterstaffel der Polizei Hamburg beim Kontrolleinsatz an der Alster: Drei uniformierte Beamte sind auf Pferden an einem Gehweg an der Alster unterwegs und haben besonders die Spaziergänger im Blick.
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Coronavirus: Verschärfte Polizei-Kontrollen am Wochenende in Hamburg.

Es war das erste Wochenende, an dem die Hamburger bei Verstoß gegen die Corona-Auflagen mit hohen Bußgeldern rechnen mussten: Aufgrund des neuen Bußgeldkatalogs kontrollierte die Polizei in Hamburg am Samstag und Sonntag verschärft, ob sich die Menschen in Hamburg die an die Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Coronakrise halten.

  • Seit Freitag gilt in Hamburg ein Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Auflagen.
  • Die Polizei führte am Wochenende verstärkte Kontrollen im Rahmen der Coronavirus-Krise in Hamburg durch.
  • Vor allem Gruppen in Hamburg wurden besonders häufig von der Polizei abgemahnt.

Hamburg – Bei Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und frühlingshaften Temperaturen haben sich die Menschen in Hamburg am Wochenende zum großen Teil an die Coronavirus-Auflagen gehalten. 

Coronavirus-Krise: Polizei ist zufrieden mit dem Verhalten der Hamburger

„Die meisten Menschen halten sich an die Regeln und sind sehr verantwortungsvoll“, sagte Polizeisprecherin Sandra Levgrün am Sonntag. „Wir sind insgesamt zufrieden.“ Viele Hamburger wollten jedoch Ausflüge ins Umland unternehmen, die derzeit nicht erlaubt sind. Einige Autofahrer und Radfahrer wurden an den Landesgrenzen zu Schleswig-Holstein von der Polizei wieder nach Hause geschickt.

Corona-Kontrollen in Hamburg: Polizei erfasst vor allem Gruppen

In Hamburg stellte die Polizei vor allem Verstöße gegen das Verbot fest, Gruppen zu bilden. „Da schreiten wir jetzt konsequent ein. Niemand kann mehr sagen, dass er von den Regeln noch nichts gehört hat“, meinte die Sprecherin. Von den insgesamt 156 Fällen, die seit Freitag registriert wurden, waren 151 Fälle verbotene Ansammlungen. Jede Person einer solche Gruppe müsse nun 150 Euro Bußgeld zahlen. Insgesamt wurden 483 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, die meisten über 150 Euro. Mehr zahlen musste zum Beispiel ein Restaurant, das seine Gäste immer noch draußen bedienen wollte.

Coronakrise in Hamburg: Verschärfte Polizeikontrollen vor allem an Alster und Elbe

An Alster und Elbe waren viele Spaziergänger und Jogger unterwegs, die versuchten, den vorgeschriebenen Abstand von zwei Metern einzuhalten. Dazu war auf dem Alsterrundweg eine Trennungslinie angebracht worden, damit die Spaziergänger besser aneinander vorbeilaufen können. Eine Reiterstaffel der Polizei erinnerte sie daran, die Regeln einzuhalten und wies unter anderem darauf hin, dass man sich nicht für längere Zeit hinsetzen oder Picknicken dürfe. Die meisten reagierten verständlich und setzten ihren Spaziergang fort.

Hamburg: Bußgeldkatalog für Corona-Verstöße seit Freitag in Kraft

Vergangenen Freitag folgte die Stadt Hamburg dem Beispiel anderer Bundesländer und reagierte auf die vermehrte Anzahl von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen mit einem Bußgeldkatalog.

Den Angaben zufolge sind mit dem neuen Bußgeldkatalog 150 Euro bei Nichteinhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit oder beim Betreten von Spielplätzen fällig. Diesen Betrag soll auch berappen, wer in der Öffentlichkeit von mehr als einer Person begleitet wird, die nicht in derselben Wohnung lebt. Ungenehmigte Ladenöffnungen werden mit 2.500 Euro geahndet.

dpa/lno

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